Kreuzer: van Marwijk auch im Pokal gegen Bayern auf der Bank

Die wichtigsten Stimmen zum bwin Topspiel der Woche am 20.Spieltag der Fußball-Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und Hertha BSC (0:3) bei Sky.

Oliver Kreuzer (Sportdirektor Hamburger SV)…

…auf die Frage, ob die Mannschaft ein Problem mit Druck habe: „Wenn man die letzten Resultate betrachtet, könnte man diesen Schluss daraus ziehen.“

…über das Spiel gegen Berlin: „Wir wollten unbedingt das Spiel gewinnen. Jeder hat gesehen, dass wir dann wieder unglaubliche Gegentore bekommen haben. Das ist zu einfach. Das zieht sich wie roter Faden durch die Saison, das müssen wir weiterhin versuchen abzustellen, sonst können wir kein Bundesligaspiel gewinnen.“

…über eine mögliche Trainerdiskussion: „Wir haben kein Trainerproblem, wir haben ein Defensivproblem. Ich bin bei jeder Besprechung dabei. Mehr wie der Trainer den Spielern an die Hand gibt, geht nicht. Es spielt keine Rolle, wer auf der Bank sitzt. Es geht darum, dass die Jungs mehr tun müssen. Ich lasse da keine Trainerdiskussion aufkommen. Wir müssen schauen, dass wir besser Fußball spielen.“

… auf die Frage, ob van Marwijk auch im nächsten Spiel noch als Trainer auf der Bank ist: „Definitiv, ja.“

Bert van Marwijk (Trainer Hamburger SV):

…über das Spiel: „Das ist natürlich nicht einfach, um das alles zu erklären. Alle haben gesehen, dass wir eigentlich an uns vorbeigelaufen sind am Anfang. Wenn die Situation so schlecht ist, und man will eine Antwort geben, dann muss man den Fans zeigen, dass man mit vollem Einsatz das Spiel angeht. Aber man muss auch den Kopf dabei haben. Wir sind unglaublich viel gelaufen, haben aber auch dumme Fouls gemacht, und damit den Gegner stärker gemacht.“

…über die Situation nach dem gehaltenen Elfmeter und dem 0:1: „Das war der wichtigste Moment in diesem Spiel. Wenn ein Torwart einen Elfmeter hält, muss man mental stärker werden. Es kann nicht sein, dass Rene einen Elfmeter hält und die Ecke das 0:1 bringt. Das hat natürlich auch damit zu tun, wie man verteidigt. Man muss ein bisschen schlauer sein. Im richtigen Moment ein Foul machen, im richtigen Moment richtig in den Zweikampf gehen. Das haben wir nicht.“

…auf die Frage, warum die Spieler nicht die Leistung aus dem Training umsetzen: „Das hat auch mit Qualität zu tun. Nicht nur physische, auch im Kopf. Wir bekommen zu viele Gegentore, das weiß ich auch. Ich bin auch dafür verantwortlich. Nach so einem Spiel wird es nicht einfacher. Alle reden über die Verteidigung, mit Recht. Wir verteidigen unglaublich schlecht im Moment. Man muss im Verteidigen ein bisschen schlauer sein.“

…über die Diskussion an seiner Person: „Ich bleibe Trainer, ja. Das verstehe ich auch, dass über mich gesprochen wird. Ich bin schon ganz lange in diesem Geschäft. Ich bin hierher gekommen, um den HSV zu trainieren und zurück zu bringen, wo sie hingehören. Ich resigniere nicht, das würde ich nicht machen. Ich stehe immer vor der Gruppe.“

Sky Experte Lothar Matthäus…

…über die Leistung von Rafael van der Vaart: „Ein van der Vaart muss vorneweg gehen. Wir hacken viel auf ihm rum, aber zu Recht. Wenn er vorne gebraucht wird, ist er hinten. Wenn er als Passgeber gebraucht wird, steht er vorne schon drin und wartet auf die Pässe. Er winkt immer, dass er angespielt werden will. Aber er ist aus dem Spiel. Er hat ja gezeigt, dass er es kann, aber das ist lange her.“

Heiko Westermann (Hamburger SV): „Es ist bitter, mir fehlen die Worte. Das ist schwer zu verdauen. Wir haben uns in den letzten Wochen nicht mit Ruhm bekleckert. Wir haben schlechten Fußball gezeigt, erfolglosen Fußball. Das ist normal, wenn dann die Fans pfeifen. Der Trainer hat uns viel mit auf den Weg gegeben, wir haben es in keinster Weise umgesetzt. Wir haben nie ein Rezept gefunden, zurückzufinden.“

Rene Adler (Hamburger SV)…

…über die aktuelle Situation: „Es ist jedem klar, in welcher Situation wir sind. Das können wir nicht schönreden. Wir dürfen jetzt nicht auseinander brechen. Es ist als langer Weg zu sehen, uns bis zum 34. Spieltag zu retten. Auch das ist normal. Wir sind eine junge Mannschaft. Da wird nach Führungsspielern geschrien. Uns kann keiner absprechen, dass wir es nicht versuchen. Es klemmt überall irgendwo. Es ist wichtig, dass wir zusammenstehen. Da ist jeder gefragt. Es wird eine brutal schwierige Zeit bis zum 34.Spieltag.“

…über die Zusammenarbeit mit Bert van Marwijk: „Der Trainer hat von uns allen absolute Rückendeckung. Der Trainer ist eines der wichtigsten Räder, das nicht auseinander brechen darf. Ihn brauchen wir als führungsstarke Persönlichkeit. Wir haben nur noch Endspiele. Da ist der Trainer sehr wichtig für uns.“

Michael Preetz (Geschäftsführer Sport Hertha BSC): „Wir sind obenauf. Nach zwei unglücklichen Spielen haben wir heute ein tolles Auswärtsspiel.“

…über die Situation beim HSV: „Das kann keiner besser nachempfinden als wir in Berlin, wir haben eine ähnlich schwierige Situation gehabt.“

…über eine mögliche Weiterverpflichtung von Adrian Ramos: „Ramos ist in einer ausgezeichneten Verfassung, da ist es klar, dass er die Aufmerksamkeit von Vielen auf sich zieht. Es ist legitim, dass wir alles, was in unseren Möglichkeiten steht, investieren, damit Adrian in Berlin bleibt. Adrian ist unser Schlüsselspieler.“

…auf die Frage, ob sich Borussia Dortmund wegen Ramos schon gemeldet habe: „Nein, das ist noch nicht passiert.“

Völler glaubt an Kießling im DFB-Team

In Sky90 – die KIA Fußballdebatte debattierten u.a. der Sportdirektor von Bayer Leverkusen, Rudi Völler, und Sky Experte Christoph Metzelder über das Geschehen in der Fußball-Bundesliga.

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen)…

…was er seinem Ex-Klub Bremen wünscht: „Ich habe fünf tolle Jahre in Bremen erlebt, die möchte ich nicht missen, die waren für meine Karriere sehr wichtig. Natürlich möchte ich, das es Werder gut geht, nach Bayer Leverkusen.

…über seine emotionale Pressekonferenz nach dem 0:5 gegen Manchester United: „Ich war damals eigentlich relativ ruhig. Es ist doch klar, dass ich als Figur für diesen Verein einspringen und ihn verteidigen muss. Das war mir an dem Tag wichtig. Wir dürfen uns nicht runterziehen lassen. Wir machen uns oftmals kleiner, als wir sind.

…über die Folgen des Hoffenheimer Phantomtores: „Es war damals eine sehr schwierige Phase. Es war mir klar, dass wir sehr viel Gegenwind bekommen. Dann muss man auch offensiv mit so einer Geschichte umgehen. Ich fand uns auch ungerecht behandelt.“

…über das Thema Nationalmannschaft und Stefan Kießling: „Wir hatten das Gespräch mit Jogi Löw bei uns in Leverkusen, in meinem Büro. Jogi hat es sehr offen erklärt. Im Moment ist er nicht dabei. Für Stefan ist relativ klar, dass er nie Nein sagen würde, wenn Not am Mann wäre.“

…über eine Vertragsverlängerung mit Trainer Hyypiä: „Sami fühlt sich unwahrscheinlich wohl bei uns. Er macht das bis jetzt hervorragend. Er ist der etwas andere Trainer. Viele Trainer sind so halbe Entertainer. Das macht der Sami anders, auf seine Weise und er macht es sehr gut. Er weiß, was er an uns hat, wir wissen, was wir an ihm haben. Ich bin ziemlich sicher, dass wir uns bald zusammensetzen. Wir haben keinen fixen Termin.“

Christoph Metzelder…

…über die aktuelle Situation beim Hamburger SV: „Es ist schon ungewöhnlich, wenn ich als Trainer meinen Vorstand frage ‚Wie sieht es aus‘ und der sagt ‚Nächste Woche sind Sie auf der Bank‘. Und am nächsten Tag ist der Vorstand gar nicht mehr da. Das ist eine Dimension, die wir so aus der Bundesliga nicht kennen.“

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien erleben

Dertour live, Deutschlands führender Reiseveranstalter für Sportevents, bietet ab sofort Reisepakete zur FIFA Fussball-WeltmeisterschaftTM in Brasilien an. Insgesamt stehen sechs Arrangements zu den unterschiedlichen Vorrundenspielen der deutschen Mannschaft zur Verfügung. Die Reisepakete beinhalten die Hotelübernachtungen inklusive Verpflegung, die Flughafen- und Stadiontransfers und eine deutsch sprechende Reiseleitung vor Ort. Sie können mit und ohne Flug gebucht werden. Ausflüge sind bei den Kombinationen mehrerer Spiele bereits eingeschlossen. Flugpartner ist die renommierte Fluggesellschaft TAP Portugal. Die Hotels der Dertour-Reisepakete liegen in den Spielorten oder in deren Nähe, so dass die Gäste bequem und komfortabel in die entsprechende Stadt in Brasilien fliegen können.

VIP-Eintrittskarten können über den Kooperationspartner UFA Sports bezogen werden. Dertour übernimmt als offizieller Subagent von Ufa Sports die Weiterleitung der Wünsche und Daten an UFA Sports. Weitere offizielle Karten gibt es ausschließlich direkt bei der FIFA.

Computern das Lernen lehren

Die Doktoranden Alexander Freytag (l.) und Paul Bodesheim von der Universität Jena justieren den Obj ... Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
Die Doktoranden Alexander Freytag (l.) und Paul Bodesheim von der Universität Jena justieren den Obj …
Foto: Jan-Peter Kasper/FSU

Ein Roboter erledigt die lästigen Arbeiten im Haushalt – vom Staubsaugen bis zum Aufräumen – und serviert dazu sogar noch den Kaffee aus der Lieblingstasse bis zum Sofa. Was wie ein kühner Traum klingt, ist eine Zukunftsvision, an der Wissenschaftler ernsthaft tüfteln. „Roboter sind wie Menschen. Auch die Maschinen müssen zunächst die Objekte im Haushalt, ihre Verwendung und ihren Bestimmungsort lernen“, erklärt Prof. Dr. Joachim Denzler von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. „Ändert sich jedoch die Umgebung oder die Aufgabenstellung, so sind heutige Roboter schnell überfordert“, weiß der Lehrstuhlinhaber für Digitale Bildverarbeitung.

Joachim Denzler und sein Team entwickeln daher schon seit längerem lernfähige Computersysteme, die ihre Datenbank und die sich daraus ergebenden Fertigkeiten schrittweise erweitern und verbessern können – ohne Update, Werkstattbesuch oder gar Neuanschaffung. Denn solche Maschinen könnten künftig nicht nur als Service-Roboter im Haushalt helfen, sondern beispielsweise auch in der Alten- und Krankenpflege oder im Straßenverkehr.

Die Forschungen der Informatiker von der Uni Jena können dank einer Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nun fortgesetzt werden: Die DFG unterstützt das Projekt „Inkrementelles Lernen von Objektkategorien“ in den kommenden drei Jahren mit rund 240.000 Euro. Damit kann auch eine Doktorandenstelle finanziert werden. „Die erneute Förderung ist für uns ein wichtiger Meilenstein, welcher zudem die Bedeutung unserer Forschungsergebnisse der letzten Jahre auf dem Gebiet des lebenslangen Lernens unterstreicht“, sagt Projektleiter Denzler.

Das neue Forschungsvorhaben baut auf den Ergebnissen von Dr. Erik Rodner sowie den Dissertationsprojekten von Paul Bodesheim und Alexander Freytag auf. In dem neuen Projekt wollen die Forscher nun weitere notwendige Grundlagen für lebenslang lernende Computer schaffen. „Eine wichtige Rolle dabei spielt das Anlernen des Computers. Das heißt, wir müssen ihm beibringen, welche Objekte es gibt und wie er sie voneinander unterscheiden kann“, erläutert Prof. Denzler. „Das funktioniert ähnlich wie bei Kleinkindern, denen man Tierbilder zeigt und ihnen dann die zugehörigen Namen nennt“, so der Informatiker. Das Kind nimmt schrittweise immer mehr Tiere in seinen Wissensspeicher auf, kann sie später wiedererkennen und darauf aufbauend neue Tiere entsprechend einordnen. „Diese Leistungsfähigkeit wollen wir auch für das maschinelle Lernen erreichen“, so Denzler.

Eine hohe Hürde dabei ist die Größe der entstehenden Datenmengen. „Die Datenbank innerhalb eines Systems wächst durch das schrittweise Lernen natürlich stetig an und kann schnell bis zu 20.000 Objekte umfassen, so dass die Unterscheidung von einzelnen Objekten immer schwieriger wird“, sagt Denzler. In dem neuen Projekt wollen die Forscher dieses Problem überwinden und sich zudem damit beschäftigen, wie Computer möglichst effizient angelernt werden können. „Ein Ziel ist, bestehende Datensammlungen – etwa Online-Bilddatenbanken – besser auszunutzen, denn die Erhebung von eigenen Beispieldaten ist sehr aufwendig und teuer“, sagt Prof. Denzler. „Außerdem geht es darum, den Computer mit möglichst wenig Beispielen zu trainieren und dennoch eine hohe Erkennungsrate von nicht gelernten Objekten zu erreichen“, erläutert der Jenaer Informatiker.

Noch ist viel Forschungsarbeit gefragt, um aus Computern selbstlernende Maschinen zu machen, die sich an ändernde Umgebungen anpassen und neue Aufgaben lösen können. Noch ist der automatische Haushaltshelfer, der auch nach einem Umzug problemlos die richtige Kaffeetasse findet, eine Vision. Doch Prof. Denzler und sein Team arbeiten an einer kontinuierlichen Realisierung.

Weitere Informationen:
www.uni-jena.de

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