Teebaumöl-Mischungen – Hausapotheke einfach selbst gemacht

Aus der Südseemyrte Manuka wird wertvolles Öl gewonnen. © neuseelandhaus.de / Wirths PR
Aus der Südseemyrte Manuka wird wertvolles Öl gewonnen.
© neuseelandhaus.de / Wirths PR

Teebaumöl ist in der Kosmetik sehr bekannt. Es wirkt regenerierend, hat gute reinigende Eigenschaften, ist annähernd pH neutral, stärkt die Abwehrmechanismen der Haut und verhindert das Eindringen von Bakterien, Viren, Pilzen und Giftstoffen in tiefere Hautschichten. Die edelste und wirkungsvollste Teebaumöl-Sorte wird aus dem neuseeländischen Manuka-Strauch gewonnen.

Das Öl wird häufig pur und hoch konzentriert angeboten. Für die Körperpflege ist das zu stark, ähnlich anderen ätherischen Ölen. Lieber besorgt man sich vorgefertigte Mischungen. Solche Mischpräparate lassen sich genauso gut selbst herstellen. Generell sollte man diese allerdings nicht allzu lange aufbewahren, sondern zügig aufbrauchen.

Welche Öle mit Teebaumöl, insbesondere Manuka-Öl, harmonieren, sowie verschiedene Anwendungsarten erfährt man in Andreas Endes Buch „Manuka – Heilmittel der Natur “ (erschienen bei 360° medien gbr mettmann):

  • Avocadoöl: extrem fetthaltig, hoher Anteil an den Vitaminen A und E; wird nicht so schnell ranzig; eignet sich besonders zur Pflege von trockener und empfindlicher Haut und gleicht Mangelerscheinungen der Haut aus;
  • Jojobaöl: eigentlich ein sehr dünnflüssiges Wachs, das rasch in die Haut einzieht und nicht fettet; sehr lange haltbar und wird nicht ranzig; wirkt hautregenerierend und entgiftend, eignet sich gut zur Massage;
  • Macadamianussöl: sehr kostbar und sollte daher mit einem anderen Öl (z. B. Jojobaöl) gemischt werden;
  • Mandelöl: leichtes und mildes Naturöl mit süßlichem Geruch; zieht schnell ein, glättet Falten und spröde Hautstellen; macht die Haut weicher und straffer; eignet sich für die Babypflege oder für Erwachsene mit empfindlicher Haut;
  • Olivenöl: beugt der Austrocknung der Haut vor, belebt und hat desinfizierende und heilende Eigenschaften;
  • Walnussöl: besitzt ähnliche Eigenschaften wie Mandelöl, riecht jedoch herber und oxidiert schneller; reich an Mineralien und Vitaminen und hilft geschädigte Haut (z. B. nach einem Sonnenbrand) wieder aufzubauen;
  • Weizenkeimöl: ist überaus hautfreundlich, hat einen hohen Vitamin E-Gehalt und beugt daher Zellschäden vor; geeignet für Massagen und Pflege von trockener, reifer, strukturgeschädigter Haut;

Pharma-Industrie belastet Patienten mit überhöhten Preisen

Cover Arzneiverord- nungs-Report 2014 | © Springer
Cover
Arzneiverord-
nungs-Report 2014
| ©
Springer

Der Ausgabenanstieg der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Medikamente hält an. 2013 haben die Krankenkassen 32,11 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei der Präsentation des Arzneiverordnungs-Report 2014 (AVR) am Dienstag (23. September) kritisierte der Pharmakologe und Herausgeber des Reports, Professor Ulrich Schwabe, den erneuten Kostenanstieg. Eine nach wie vor überzogene Preispolitik der Arzneimittelindustrie belaste die Patienten mit überhöhten Preisen. Als positiv bewertete er hingegen, dass im europäischen Vergleich neueingeführte Präparate keine nennenswerten Preisunterschiede mehr aufweisen. Dies sei der Nutzenbewertung durch das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) geschuldet. Das AMNOG habe sich damit in den drei Jahren seit seiner Einführung als wichtiges Steuerungsinstrument für den deutschen Arzneimittelmarkt etabliert.

Der Gesamtanteil der Arzneimittelausgaben am Gesamtvolumen der GKV-Kosten von 198,07 Milliarden Euro liegt wie im Vorjahr bei 16,2 Prozent. Damit ist die Bedeutung der Arzneimittelausgaben für das Gesundheitswesen unverändert hoch.

Arzneimittel

Mit dieser Neuerscheinung liegt die 30. Ausgabe des Arzneiverordnungs-Reports vor, der seit 1998 jährlich bei Springer erscheint. Dem AVR 2014 liegen 819 Millionen kassenärztliche Verordnungen des Jahres 2013 zu Grunde, die sich auf eine Ausgabensumme von 32,1 Milliarden Euro belaufen. Die Auswertungen der Rezepte erfolgte in jedem Jahr durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO).

Neu sind in der Jubiläumsausgabe die Kapitel über Mittel zur Behandlung von Multipler Sklerose sowie über Onkologika. Bei den Onkologika werden erstmals die häufig verwendeten Rezepturarzneimittel und Fertigarzneimittel zur Krebsbehandlung gemeinsam dargestellt. Eine weitere Besonderheit ist das Kapitel „Drei Jahre Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln gemäß AMNOG“. An dessen Auswirkungen habe auch das Ausland großes Interesse. Der AVR gilt als wissenschaftliches Standardwerk und dient Ärzten als Entscheidungshilfe für eine Verordnung nach therapeutischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

(Quelle: Pressemitteilung von Springer Medizin vom 23.09.14)

Quelle/Text/Redaktion: www.aok-bv.de

Hausapotheke einfach selbst gemacht: Tee

Dass bestimmte Tee-Sorten eine heilsame Wirkung haben, ist weitgehend bekannt. Am besten greift man dabei zu Tee in Arzneimittelqualität (z. B. von H&S, erhältlich in der Apotheke), um eine möglichst hohe Konzentration an Wirkstoffen zu garantieren. Eine Alternative bieten Frischpflanzenpresssäfte (z. B. von Schoenenberger, ebenfalls in Apotheken sowie Reformhäusern erhältlich). Bei diesen werden die natürlichen Zutaten ohne Zugabe von Zusatzstoffen schonend verarbeitet und behalten so ihren gesamten Wirkstoffring in konzentrierter Form.

Will man nicht auf diese vorgefertigten Produkte zurückgreifen, kann man auch Tee selbst herstellen. Zwei Beispiele dafür sind Weißdorn- und Thymian-Tee.

Weißdorn-Tee

Weißdorn ist gut für das Herz. © Wirths PR
Weißdorn ist gut für das Herz.
© Wirths PR

2 TL Weißdornblüten
250 ml heißes Wasser

Nach dem Übergießen der Blüten (können auch mit Blättern gemischt sein) mit heißem Wasser 20 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Den abgekühlten Tee kann man gut mit Honig (am besten Manuka-Honig, s.o.) süßen.

Weißdorn ist die wichtigste Heilpflanze zur Stärkung und bei Beschwerden von Herz und Kreislauf. Für den Tee verwendet man Blätter (Ernte im Mai und Juni) und Blüten (Ernte im Mai bis September). Entscheidend für die Heilkraft des Weißdorns sind vor allem spezielle Flavonoide (z. B. Rutin, Hyperosid) sowie oligomere Procyanidine. Diese zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden Substanzen kommen in den Blättern und Blüten reichlich vor. Durch seine gefäßerweiternden Eigenschaften erleichtert Weißdorn dem belasteten Herzen die Arbeit und hat einen positiven Einfluss auf Blutdruck und Kreislauf. Seine Wirkstoffe sorgen insbesondere für eine verbesserte Durchblutung der Herzkranzgefäße und können auch bei Herzrhythmusstörungen helfen. Weißdorn kann man vorbeugend, aber auch nach einer schweren Infektionskrankheit oder nach einem Herzinfarkt im Rahmen einer ärztlichen Behandlung sowie gegen das so genannte Altersherz einsetzen. Auch gestressten Berufstätigen wird er zur Herzstärkung und zur Vorbeugung gegen einen Herzinfarkt empfohlen.

Thymian-Tee

Bei Husten hilft Thymian. © Wirths PR
Bei Husten hilft Thymian.
© Wirths PR

1 TL Thymianblätter
250 ml heißes Wasser

Nach dem Übergießen der Blätter mit heißem Wasser 5 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Den Tee kann man gut mit Honig (am besten Manuka-Honig, s.o.) süßen.

Als Heilkraut steht Thymian vor allem bei Husten- und Bronchialbeschwerden hoch im Kurs. Seine reichlich enthaltenen ätherischen Öle, vor allem das Thymol, wirken in den Bronchien krampflösend und fördern gleichzeitig das Abhusten von Schleim. Deshalb gilt Thymian als eines der besten Mittel bei krampfartigem Husten, Keuchhusten, chronischer und akuter Bronchitis oder asthmatischen Anfällen.

Gehirnstimulation löst unfaires Verhalten aus

Mit dem Transkraniellen Magnetstimulator hemmt Sabrina Strang (hinten) vom Center for Economics and Neuroscience (CENs) der Universität Bonn an einer Probandin die Aktivierung in bestimmten Hirnstrukturen. Mit dieser Methode untersucht das Forscherteam den Zusammenhang von Gehirn und unfairem Verhalten. (c) Foto: Katharina Wislsperger/UKB
Mit dem Transkraniellen Magnetstimulator hemmt Sabrina Strang (hinten) vom Center for Economics and Neuroscience (CENs) der Universität Bonn an einer Probandin die Aktivierung in bestimmten Hirnstrukturen. Mit dieser Methode untersucht das Forscherteam den Zusammenhang von Gehirn und unfairem Verhalten. (c) Foto: Katharina Wislsperger/UKB

Die Fähigkeit, sich normgeleitet zu verhalten, ist eine wichtige Voraussetzung für das Zusammenleben in menschlichen Gesellschaften. Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Maastricht wiesen nun direkt nach, wie der dorsolaterale präfrontale Kortex im Gehirn die Verletzung sozialer Normen in Schach hält. Mit Hilfe von Transkranieller Magnetstimulation konnten sie die Aktivität dieser Gehirnstruktur hemmen und dadurch unfaires Verhalten in den Probanden hervorrufen. Die Ergebnisse sind jetzt vorab online in der Fachzeitschrift „Social Cognitive and Affective Neuroscience” erschienen.

Wer in menschlichen Gesellschaften zurechtkommen will, muss auf andere Rücksicht nehmen und mit ihnen teilen. Wer nur auf sein eigenes Wohlergehen bedacht ist, steht rasch als Außenseiter da. Damit dies nicht passiert, eignen sich die meisten Menschen eine Strategie der Fairness an. Schon seit längerem sehen Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen fairem Verhalten und einer Gehirnstruktur, die „dorsolateraler präfrontaler Kortex“ genannt wird und im Stirnlappen des Gehirns angesiedelt ist. „Diese Gehirnregion ist für die Selbstkontrolle verantwortlich. Davon brauchen wir ein gehöriges Maß, um unsere eigennützigen Impulse zurückzudrängen“, sagt Sabrina Strang, Mitarbeiterin von Prof. Dr. Bernd Weber am Center for Economics and Neuroscience (CENs) der Universität Bonn.

Den beiden Wissenschaftlern des CENs ist es nun mit Kollegen der Universität Maastricht (Niederlande) gelungen, den direkten funktionalen Zusammenhang zwischen dem dorsolateralen präfrontalen Kortex und normgeleitetem fairem Verhalten in einem Experiment nachzuweisen. Dabei nutzte das Forscherteam die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Menschen eher bereit sind zu teilen, wenn ihnen ansonsten Sanktionen drohen. „Bei Kindern ist die Bereitschaft viel größer, Süßigkeiten zu teilen, wenn ihnen als Strafe angedroht wird, die Leckereien ganz weggenommen zu bekommen“, nennt Strang ein Beispiel, das abgewandelt auch bei Erwachsenen funktioniert.

Probanden schlüpften in die Rolle von „Diktatoren“

Im Labor der Universität Maastricht führten die Wissenschaftler ein sogenanntes „Diktator-Spiel“ durch. Insgesamt 17 Probanden schlüpften in die Rolle der Diktatoren: Sie durften frei entscheiden, welchen Anteil eines vorher festgelegten Geldbetrags sie mit ihren Mitspielern teilen wollten. Als „Empfänger“ fungierten 60 weitere Probanden. Die Spielsituation wurde in zwei verschiedenen Varianten durchgeführt: In einer Version mussten die Empfänger schlicht hinnehmen, welche Entscheidung die Diktatoren trafen. In der zweiten Variante hatten sie dagegen die Möglichkeit, die Diktatoren zu bestrafen. Wenn ihrer Meinung nach der zugeteilte Geldbetrag zu gering ausgefallen war, konnten sie den Diktator mir einer Geldstrafe sanktionieren. Wenn die Diktatoren keine Sanktionen zu befürchten hatten, waren sie – wie erwartet – deutlich knausriger, als wenn die „Empfänger“ sie für ihren Geiz bestrafen konnten.

Kurz bevor die Probanden die zwei Varianten des Diktatorspiels gespielt haben, schalteten die Forscher den dorsolateralen präfrontalen Kortex mit Hilfe der Transkranieller Magnetstimulation kurzfristig aus. Dabei wird mit einer Spule von außen durch die Schädeldecke der Probanden hindurch ein Magnetfeld erzeugt, das die Aktivität bestimmter Hirnregionen hemmen kann. „Diese Methode ist für die Testpersonen ungefährlich und nach wenigen Minuten reversibel“, sagt Strang. Wenn die Diktatoren mit gehemmter Gehirnregion an die Verteilung der Geldbeträge gingen, war das Ergebnis deutlich: Sie handelten egoistischer und waren schlechter darin, ihr Verhalten den drohenden Sanktionen anzupassen, als wenn der dorsolaterale präfrontale Kortex aktiv war.

Egoistisches Handeln wider besseres Wissen

„Obwohl die Probanden genau wussten, dass ihr unfaires Verhalten zu einer Geldstrafe führen würde, konnten sie offensichtlich aufgrund der eingeschränkten Aktivität der Hirnstruktur nicht mit angemessenen Strategien reagieren“, sagt Prof. Weber von der Universität Bonn. Es sei ganz erstaunlich, dass sich ein solch komplexes Verhalten möglicherweise auf eine einzige Gehirnstruktur zurückführen lässt. Normgeleitetes Verhalten sei eine wichtige Voraussetzung für funktionierende Gesellschaften, der dorsolaterale präfrontale Kortex sei ein Schlüssel dazu, so die Forscher. „Es gibt allerdings noch keine Möglichkeit, die Gehirnstruktur bei einer Unterfunktion langfristig zu steigern, um faires Verhalten zu befördern“, sagt Prof. Weber.

Publikation: Be Nice if You Have to – The Neurobiological Roots of Strategic Fairness, “Social Cognitive and Affective Neuroscience”, DOI: 10.1093/scan/nsu114

Quelle/Text/Redaktion: Universität Bonn www.uni-bonn.de

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