Exotisches Gemüse: Süßkartoffeln sind keine Kartoffeln

Die Süßkartoffel (Batate) ähnelt in Aussehen und Zubereitung der klassischen Kartoffel. Das Gemüse mit dem süßlich bis leicht nussigen Aroma ist aber nicht mit den heimischen Knollen verwandt. In der Küche kann die farbenfrohe Batate gekocht, frittiert, geröstet, gebacken und püriert werden. Die Garzeit ist dabei um rund ein Drittel kürzer als bei unserer Kartoffel.

Die Süßkartoffel passt hervorragend zu anderen Gemüsesorten wie Paprika und Möhren, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchten sowie Pasta und Currygerichten. Roh schmecken die gesunden Knollen als Fingerfood mit Quarkdip oder fein gerieben im Salat. Ein Genuss ist Ofen-Batate. Dazu die Knollen schälen, mit einer Gabel ringsum einstechen, mit Öl einreiben und Kräutern würzen, in Alufolie einwickeln und im Ofen garen, bis sie weich sind. Das Einstechen verkürzt die Garzeit. Auch für cremige Suppen, Eintopf und Gratin, Brot, süße Desserts und Kuchen werden Süßkartoffeln verwendet. Die jungen Sprossen und spinatähnlichen Blätter der Pflanze lassen sich ebenfalls als Gemüse zubereiten.

Die Süßkartoffel (Ipomoea batatas), auch Batate oder Weiße Kartoffel genannt, ist vermutlich in Mittel- und Südamerika beheimatet. Sie ist in den tropischen und subtropischen Regionen der Erde weit verbreitet und dient vielerorts als Grundnahrungsmittel. Sie gehört zu den Windengewächsen, während unsere Kartoffel ein Nachtschattengewächs ist. Beide Pflanzen bilden Knollen, die in der Erde wachsen. Bei der Süßkartoffel sind diese unregelmäßiger geformt – von länglich, rund, walzen- bis spindelförmig. Je nach Sorte variiert die Schale von rot über braun bis gelb-weiß. Auch das mehlige Fruchtfleisch kann unterschiedlich gefärbt sein. Die Süßkartoffel ist sehr gesund, da sie reichlich Ballaststoffe, Kohlenhydrate und wertvolle Pflanzenstoffe wie Karotinoide und Anthocyane enthält. Zudem hat sie einen hohen Gehalt an bestimmten Vitaminen wie Vitamin H (Biotin), B-Vitamine, Vitamin C und E sowie Folsäure, Kalium, Kalzium und Zink.

Süßkartoffeln sind ganzjährig im Handel zu finden. Meist stammt die im Supermarkt erhältliche Ware aus Südamerika oder Israel. Greifen Sie zu frischen Knollen, die fest und nicht schrumpelig sind. Kühl, trocken und dunkel gelagert, etwa im Keller, sind sie bis zu drei Monate haltbar.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „Gemüse“, Bestell-Nr. 1024, Preis: 3,50 Euro, www.aid-medienshop.de

Lebensmitteleinkauf: Regionale Herkunft ist den Deutschen wichtig

Beim Einkauf von Lebensmitteln ist die Herkunft ein wichtiges Kriterium. Mehr als die Hälfte der Deutschen bevorzugt Produkte aus der Region, hat eine repräsentative Befragung des Warenprüfkonzerns SGS ergeben.

Ein Lebensmittel muss nicht nur frisch sein und gut aussehen. Der Verbraucher möchte auch wissen, woher sein Essen kommt und unter welchen Bedingungen es produziert wurde. 54 Prozent der Befragten ist es wichtig, dass ihre Lebensmittel aus der Region stammen. Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig: Sie haben beispielsweise mehr Vertrauen in den Landwirt in ihrer Umgebung, befürworten kurze Transportwege oder wollen Arbeitsplätze in ihrem Wohnort sichern.

51 Prozent der Deutschen achten generell auf Herkunftsnachweise, während für 48 Prozent eine „artgerechte Tierhaltung“ und für 23 Prozent ein fairer Handel besonders wichtig sind. Inzwischen spielt die Produktherkunft beim Einkauf sogar eine größere Rolle als die biologische Erzeugung, die für weniger als ein Viertel der Verbraucher Hauptkriterium ist.

Bei Eiern, Gemüse und Obst, Fleisch und Milchprodukten wird am ehesten auf Regionalität geachtet. 57 Prozent der Deutschen wären sogar bereit, für Lebensmittel aus ihrer Umgebung einen höheren Preis zu zahlen – zumindest in der Umfrage. Dabei haben Heimat und Regionalität je nach Bundesland eine unterschiedlich große Bedeutung: So legen in Bayern (61 %), Thüringen und Sachsen (je 58 %) überdurchschnittlich viele Konsumenten Wert auf regionale Produkte, während der Anteil in Nordrhein-Westfalen mit 40 Prozent relativ gering ist.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.sgsgroup.de/verbraucherstudie

 

IOC-Doping-Kontrollsystem zu lax

Das IOC schöpft in Sotschi nach Recherchen der ARD-Olympiaredaktion nicht alle Möglichkeiten aus, Sportler auf Doping zu testen. Der Leiter des Moskauer Dopingkontroll-Labors Grigory Rodchenkov, der für das Dopinglabor in Sotschi verantwortlich ist, sagte der ARD, das IOC hätte mehr Tests veranlassen können: „Wir haben hier alles im Labor, um auch 1000 EPO- und 1000 Blutproben zu machen.“ Das IOC hat aber nur 572 Tests auf das bekannte Blutdopingmittel EPO und 509 Blutkontrollen geplant.

ARD-Doping-Experte Florian Bauer: „Das IOC nutzt hier nur etwa die Hälfte der Kapazitäten aus. Dabei eignet sich EPO als Dopingmittel bei fast allen Wintersportarten.“

In Sotschi gibt es auch keine Kontrollen auf Wachstumshormon, obwohl das Dopingmittel möglicherweise weit verbreitet ist. In Sotschi wird nach Recherchen der ARD ein neuerer Test, der Wachstumshormon länger nachweisen kann, nicht genutzt. Bei Olympia in London war dieser sogenannte Marker-Test noch zum Einsatz gekommen. Der medizinische Direktor des IOC, Richard Budgett, sagte hierzu im Interview mit der ARD: „Nur weil manche Dopingkontroll-Labore neue Tests ausprobieren, heißt das noch lange nicht, dass wir hier auch alles, was von der Welt-Anti-Doping-Agentur anerkannt ist, durchführen.“ Auf ARD-Nachfrage, ob Blutproben nachträglich automatisch auf Wachstumshormon getestet werden, sagte Budgett: „Es gibt kein automatisches Testen. Es geht für uns darum, das zu machen, was am sinnvollsten ist.“

Aus Sicht der ARD-Dopingredaktion sind zudem die Kontrollen über den biologischen Athletenpass nicht überzeugend. Dieser zeigt Schwankungen im Blutprofil und ermöglicht dadurch gezielte Dopingkontrollen. Offiziell hieß es bisher beim IOC, es sei für den biologischen Athleten-Pass bei den Olympischen Spielen zuständig. Auf die Frage, ob eine Abhängigkeit von Verbänden bestehe, die Informationen aus dem Pass zu nutzen, sagte Budgett allerdings: „Ja, wir sind abhängig. Am Ende entscheidet der Pass-Manager des jeweiligen internationalen Verbandes, ob jemand gezielt getestet werden soll.“

Wandern mit Kindern

Um die Kleinen an die Natur und das Wandern heranzuführen müssen es zu Beginn nicht gleich die Alpen sein. Ersten Spass kann man natürlich auch in der Heimat vermitteln, die Ausrüstung muss aber passen

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