Für den Streuselteig:
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
220 g Zucker
1 Ei
250 g Butter
2 TL Zimtpulver
Für die Füllung:
2 kg säuerliche Äpfel z. B. Boskop
3 Päckchen Vanillezucker
100 g gehackte Mandeln
Puderzucker zum Bestäuben
Die Zubereitung:
Für die Streusel alle Zutaten zu Krümeln verkneten. 2/3 davon auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech festdrücken.
Für die Füllung Äpfel, schälen, vierteln, entkernen, in kleine Stücke schneiden und auf dem Teig verteilen. Mit Vanillezucker und Mandeln bestreuen und restliche Streusel darauf verteilen. Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas Stufe 4, Umluft: 180 Grad) ca. 40 Minuten backen.
Den Kuchen abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und nach Wunsch mit geschlagener Sahne servieren.
Zeitaufwand: zirka 60 Minuten
Pro Portion: 255 kcal / 1067 kJ, 34,0 g Kohlenhydrate, 3,4 g Eiweiß, 12,0 g Fett, 3,0 BE
5 Eier
200 g Zucker
1 Prise Salz
175 ml Sonnenblumenöl
1/4 l Eierlikör
100 g geriebene Mandeln
1 EL Zitronensaft
einige Tropfen Bittermandel-Aroma oder Mandelöl
150 g Weizenmehl
100 g Weizenstärke
1/2 Päckchen Backpulver
Puderzucker
Eier, Zucker, Salz und Sonnenblumenöl schaumig-glatt rühren. Eierlikör, Mandeln, Zitronensaft und Bittermandel-Aroma zufügen und gut verquirlen. Mehl und Stärke mit Backpulver mischen und nach und nach unterrühren. Die Masse in eine gefettete, gemehlte Rodonform geben und bei 190 °C ca. 40-45 Minuten backen. Nach dem Erkalten aus der Form lösen und mit Puderzucker leicht bestäuben.
Pro Stück: 391 kcal (1636 kJ), 6,3 g Eiweiß, 22,5 g Fett, 37,1 g Kohlenhydrate
Baldrian gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt. Schon Hippokrates, der Urvater der Medizin, schwor auf die Heilkräfte dieser „Wunderwurzel“, auch Plinius und Hildegard von Bingen hoben die vielfältigen medizinischen Einsatzmöglichkeiten des Baldrians hervor. Auch heute noch ist die Pflanze fester Bestandteil der Naturheilkunde. Baldrian findet man auf feuchten Wiesen und in Fluss- und Bachniederungen in ganz Europa. Heilkraft besitzen allein die Wurzelstöcke und die Wurzeln des unscheinbaren, fiederblättrigen Gewächses. Die Wurzeln werden üblicherweise im September ausgegraben und verarbeitet.
Baldrian Foto: Wirths PR / Schoenenberger
Inhaltsstoffe und Wirkung
Baldrian ist der Beruhiger schlechthin. Sein besonderer Wert liegt in seiner beruhigenden Wirkung auf unser Nervensystem, ohne dabei zu betäuben oder die Leistungsfähigkeit herabzusetzen. Auf einen Nenner gebracht: Baldrian bringt Ausgeglichenheit am Tag und Entspannung in der Nacht. Man spricht dabei von einer besänftigenden und beruhigenden Wirkung, die selbst in Stresszuständen zu neuer Energie führen kann.
Verwendung und Darreichung
Als natürliche Einschlafhilfe bei nervös bedingten Einschlafstörungen ist Baldrian das Mittel der Wahl. Vor allem „Kopfarbeiter“ tun sich häufig schwer, abends abzuschalten. Folge: Sie wälzen sich im Bett hin und her, Einschlafen Fehlanzeige. Der Saft aus frischen Baldrianwurzeln (z. B. von Schoenenberger, in Apotheken und Reformhäusern) hilft beim abendlichen und nächtlichen Entspannen.
Dabei wirkt er keinesfalls sedativ, wie viele chemische Schlafmittel, wodurch der natürliche Schlafrhythmus erhalten bleibt. Das ist wichtig für einen gesunden und regenerierenden Schlaf. Deshalb ist Baldrian auch ein unverzichtbarer Bestandteil von arzneilich wirksamen Schlaf- und Nerventees. Daneben gibt es Baldrian auch in Form von Dragees oder Einschlaftropfen.
Sonstiges
Baldrian ist nicht nur ein ideales Beruhigungsmittel bei Stress, Nervosität oder Prüfungsangst. Er wirkt sich auch wohltuend und entspannend auf die Nervenbahnen unser inneren Organe aus und hilft so bei Magenkrämpfen, Frauenleiden und Beschwerden in den Wechseljahren.
Wir kennen heute zwei Arten der Fenchelpflanze: Die eine ist der Gemüsefenchel, also die Fenchelknolle, die sich bei uns großer kulinarischer Beliebtheit erfreut. Für seine Heilkraft bekannt ist dagegen die zweite Art, der so genannte Gewürzfenchel. Beide Wuchsformen gehen auf den „wilden“ Fenchel zurück – eine Heilpflanze, die ursprünglich in Vorderasien und im Mittelmeerraum beheimatet war. Fenchel ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch werden kann. Die dekorativen Dolden stehen von Juli bis September in voller, gelbfarbener Blüte.
Fenchel wurde schon von den Kulturvölkern des Altertums sehr geschätzt. So erkannten ihn die alten Ägypter bereits vor 3.500 Jahren als blähungstreibend an, auch Plinius (23-79 n. Chr.) wusste um seine verdauungsfördernde Wirkung und im Mittelalter war er ein kaiserliches Hausmittel bei Verdauungsproblemen, Galle- und Leberleiden und vielen anderen Beschwerden. Auch heute wird Fenchel – längst wissenschaftlich anerkannt – wegen seiner wirksamen ätherischen Öle bei Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen eingesetzt.
Verwendungsformen und Darreichung
Der Saft aus frischem Fenchel ist gut für die Verdauung (erhältlich in Reformhäusern und Apotheken). Er regt die Bildung von Verdauungssäften an und wirkt wohltuend auf den Darmtrakt. Zur Herstellung von Tee oder anderen Präparaten verwendet man ausschließlich die Samen des Gewürzfenchels, die besonders reich an den arzneilich wirksamen ätherischen Ölen sind.
Sonstiges
Fenchel findet man als wild wachsendes Doldengewächs auch häufig in unseren Regionen. Allerdings sollten sich nur geübte Sammler an die Wildpflanzen wagen, da es auch viele sehr ähnliche giftige Doldengewächse gibt.