Gebrauchtwagengarantie: Reparatur ganz ohne Inspektion

Gebrauchtwagenkäufer mit Garantie mit uneingeschränkter Inspektionspflicht können sich freuen: Sie haben Anspruch auf Übernahme der Reparaturkosten – egal, ob sie zur Inspektion waren oder nicht. Das ist die Folge eines aktuellen BGH-Urteils. Dieses allerdings wird von zahlreichen verschiedenen Medien ganz anders und irreführend dargestellt. test.de bringt Licht ins Dunkel.

Beim Neuwagenkauf ist oft eine kostenlose Herstellergarantie inklusive. Beim Gebrauchtwagenkauf nicht. Stattdessen sind kostenpflichtige Garantieversicherungen im Angebot. Doch als ein Kunde, der einen Gebrauchten mit einem Jahr Garantie gekauft hatte, acht Monate nach dem Kauf mit einem Motorschaden liegen blieb, verweigerte die Versicherung die Zahlung. Er sei nicht zu den vorgeschriebenen Inspektionen in der Vertragswerkstatt gewesen, begründete sie die Entscheidung. Sie muss aber, urteilte jetzt der Bundesgerichtshof in letzter Instanz. Die Argumente der CG-Car Garantie Versicherung, der Kunde hätte den Wagen wie vom Hersteller empfohlen bei einer vom Hersteller anerkannten Vertragswerkstatt inspizieren lassen müssen, wies der BGH zurück.

Denn, so die Begründung: Bei einer kostenpflichtigen Garantie müssen die Bedingungen fair sein. Das ist die Pflicht zu Inspektionen aber nur, wenn es um Schäden geht, die tatsächlich auf unzureichender Wartung beruhen. Die Klausel ist daher unwirksam, und die Versicherung muss zahlen. Viele Medienberichte über dieses Urteil führen in die Irre. Ob Inspektionen bei Vertrags- oder freien Werkstätten vorgenommen werden, spielt erst eine Rolle, wenn die Garantieanbieter ihre Bedingungen ändern. Vorerst können Gebrauchtwagenkäufer mit Garantie mit uneingeschränkter Inspektionspflicht Garantiereparaturen auch verlangen, wenn sie gar nicht zur Inspektion waren. Es ist allerdings anzunehmen, dass die Versicherer bald ihre Bedingungen ändern. Dann kann tatsächlich Thema werden, ob sie Inspektionen in Vertragswerkstätten vorschreiben dürfen oder ob sie auch die preiswerte Arbeit der freien Werkstätten akzeptieren müssen.

Der ausführliche Artikel „Gebrauchtwagengarantie“ ist unter www.test.de/gebrauchtwagengarantie abrufbar.

Ausbau staubelasteter Strecken darf nicht zu kurz kommen

Die Empfehlungen der Bodewig-Kommission, wie das deutsche Straßennetz finanziert, erhalten und ausgebaut werden kann, sind nach Ansicht des ADAC eine wegweisende Grundlage für die Verkehrspolitik der neuen Bundesregierung. „Die Kommission hat deutlich gemacht, dass unsere Straßen wichtiges Volksvermögen darstellen und ohne erhebliche zusätzliche Investitionen immer größeren Schaden nehmen“, sagt ADAC Präsident Peter Meyer. „Dass die zusätzlichen Mittel dabei aus bestehenden Steuerabgaben aufgebracht werden sollen, ist die notwendige Anerkennung dessen, dass die Autofahrer drei Mal so viel an Steuern und Abgaben bezahlen als für die Straßen investiert wird. Jetzt ist die Politik gefordert, diese Empfehlungen umzusetzen“, so Meyer. Nur so besteht aus ADAC Sicht die Chance, den Investitionsstau bei der Straßeninfrastruktur zu beseitigen.

Der ADAC begrüßt zudem die Forderung der Experten-Kommission, dass die zusätzlichen Investitionsmittel zuverlässig, in ausreichender Höhe und zweckgebunden über mehrere Jahre hinweg zur Verfügung gestellt werden müssen. Die neue Bundesregierung sollte das von der Kommission vorgeschlagene Vorgehen in mehreren Schritten beherzigen und die Zweckbindung der Mittel absichern. Dies, so Meyer, garantiere endlich die dringend notwendige Unabhängigkeit von den Unwägbarkeiten der jährlichen Haushaltsplanungen. Positiv ist auch, dass nicht nur Bundes-, sondern auch Landes- und Gemeindestraßen sowie alle Verkehrsträger wie Straße, Schiene und Wasserstraße in den Empfehlungen berücksichtigt werden. Dies erhöht laut ADAC die Chance auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens bei den anstehenden verkehrspolitischen Entscheidungen.

Bedauerlich ist, dass der Ausbaubedarf chronisch überlasteter Strecken nicht im Abschlussbericht erwähnt wird. Aus Sicht des ADAC ist die Engpassbeseitigung – neben Erhalt und Neubau – eine zwingend notwendige Maßnahme und steht als nächstes auf der Tagesordnung bei der Zukunftssicherung des Straßennetzes.

Stoff aus der Provinz – Textile Experimente

Einen außergewöhnlichen Workshop bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 20. Oktober, in seinem TextilWerk Bocholt an. Unter dem Titel „Stoff aus der Provinz-Textile Experimente“ entstehen unter Anleitung der Künstlerin Christa Maria Kirch zwei- und dreidimensionale Werkstücke.

Zwei- und dreidimensionale Werkstücke entstehen beim Workshop im LWL-Textilwerk Bocholt. Foto: LWL/Holtappels
Zwei- und dreidimensionale Werkstücke entstehen beim Workshop im LWL-Textilwerk Bocholt.
Foto: LWL/Holtappels

Die Teilnehmer verwenden dazu Baumwollerzeugnisse oder technische Textilien aus der Region. Darüber hinaus steht eine optisch und haptisch interessante Auswahl aus der Stoffsammlung der Künstlerin zur Verfügung. Die Teilnehmer fertigen Collagen auf Bildträgern und Objekte aus einfachen Formen oder Alltagsgegenständen, die den Begriff Stoff nicht nur in seiner Eigenschaft als Textil darstellen. Je nach Idee experimentieren die Teilnehmer mit Materialien und es entsteht eine Vielfalt individueller Werke. Wörter wie zum Beispiel Bau-Stoff, Süss-Stoff, Lock-Stoff, Wirk-Stoff, Zünd-Stoff können Gestalt bekommen. Auch für thematisch freies Arbeiten bietet der Workshop Entfaltungsmöglichkeiten.

Außer Freude am Gestalten sollte jeder Teilnehmer eine scharfe Stoffschere und persönliche Verpflegung mitbringen. Der Workshop findet von 10 bis 16 Uhr statt und kostet inklusive Material 50 Euro, zuzüglich 3 Euro Museumseintritt.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 02871 21611-0. Maximal können zwölf Personen teilnehmen.

Christa Maria Kirch
Die Künstlerin Christa Maria Kirch lebt und arbeitet in Bocholt. Sie realisierte 2007 zum Jubiläum der Spinnerei Herding die 100-teilige Installation „Hemdener Weg“. Ein Jahr später präsentierte sie im Rahmen der Aktion „TatOrt Kunst“ am gleichen Ort die Serie „Gewissen auf Kissen“. Sie brachte Platanen auf dem Bocholter Gasthausplatz mit farbigen Garnspulen zum Blühen. Im Herbst 2012 lud sie acht Künstlerinnen ein, im LWL-TextilWerk Bocholt einen „Ägyptischen Salon“ zu gestalten, der sich mit der Revolution in der arabischen Welt beschäftigte.

Ort: LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt. Spinnerei, Industriestraße 5
Datum: Sonntag, 20 Oktober 2013
Zeit: 10-16 Uhr
Kosten: 50 Euro (inkl. Material), zzgl. 3 Euro Museumseintritt.

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum – Textilmuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Uhlandstr. 50
46397 Bocholt
Karte und Routenplaner

Wilderer vergiften Elefanten mit Blausäure

Jagd nach Elfenbein – Wilderer vergiften Elefanten mit Blausäure: Auf besonders perfide Weise haben in Simbabwe Wilderer mindestens 91 Elefanten getötet, um an ihre Stoßzähne zu gelangen. Die Wilderer hatten die Tiere mit Blausäure vergiftet, um in kürzester Zeit an möglichst viel Elfenbein zu kommm.

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