Warum entstanden Kleinzechen, die sogenannte Kohlenzwerge? Welche Arbeitsbedingungen herrschten auf diesen Kleinzechen? Wie war die technische Ausstattung dieser Lilliput-Zechen? Diesen Fragen gehen Besucher am Samstag, 28. September, im LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall nach. Um 15 Uhr lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einer integrativen Führung für Hörende und Gehörlose durch die Wittener Dauerausstellung rund um die Kleinzechen an der Ruhr. Die Gebärdendolmetscherin Frauke van Ophuysen begleitet den rund 50-minütigen Rundgang.

Foto: LWL/Hudemann
Zwischen 1945 und 1976 entstanden im Ruhrgebiet über 1000 Kleinzechen. Der Unternehmer Karl Hopp und seine Zeche Ingeborg mit dreibeinigem Fördergerüst sind ein Beispiel aus der vielfältigen Geschichte der Kleinzechen. Zusammen mit Fotos und Dokumenten anderer Zechen wird damit eine fast vergessene Phase des Bergbaus greifbar. Das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall geht in seiner Dauerausstellung der Geschichte der Kleinzechen auf den Grund. Im Zentrum steht die Nachbildung einer typischen Kleinzeche sowie viele Interviews von Zeitzeugen.
Die Führung mit Gebärdendolmetscherin ist im Museumseintritt enthalten (Erw. 3 Euro, erm. 2 Euro, Kinder 1,50 Euro). Jeden Monat findet an einem der acht Standorte des LWL-Industriemuseums eine integrative Führung statt.
LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Nachtigallstr. 35
58452 Witten
Karte und Routenplaner
