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Echte Weihnachtstimmung und Tannenbaumschlagen

Der Advent steckt voller Vorbereitungen auf das Fest. Jeder hat sein eigenes Tempo. Doch durch Hektik und Stress bleiben nicht selten die Vorfreude und der Genuss auf der Strecke. Die Gute-Laune-Formel heißt: Einfach mal raus und verzaubern lassen. Das Schmallenberger Sauerland und die Ferienregion Eslohe hat speziell für diese Zeit ein Programm zusammengestellt, bei der garantiert weihnachtliche Stimmung aufkommen wird.

Lichterglanz und romantische Posaunenklänge auf den urigen Advents- und Weihnachtsmärkten laden zum Rendevouz der Sinne ein. Wie entspannt Christmas-Shopping in den vom Fachhandel geprägten Innenstädten Schmallenbergs und Eslohes sein kann, überrascht und fasziniert gleichermaßen. Außerdem bietet die Region speziell im Dezember, abgestimmt auf die Bedürfnisse der kleinen und großen Gäste ein winterlich-weihnachtliches Potpourri. Dieses reicht von kulturhistorischen Ausstellungen, z.B. „Adventskalender aus 100 Jahren“, in der über 200 historische Kalender gezeigt werden, Vorträgen und einer Buchvorstellung „Weihnachten im Sauerland“, Weihnachtskonzerten und Kinder-Geschichten-Nachmittagen bis hin zum heißen Glühwein und kulinarischen Köstlichkeiten in den Weihnachtsbaumkulturen.

Der traditionelle, immergrüne Klassiker darf nicht vergessen werden: Ein echter Sauerländer Weihnachtsbaum, selbst ausgesucht und geschlagen aus ökologischem Anbau des Schmallenberger Sauerlandes. Tipp für Familien und Gruppen: Eine rechtzeitige Anmeldung beschert ein unvergessliches Vorweihnachtserlebnis. Info und Buchung: Gästeinformation Schmallenberger Sauerland, Poststr. 7, 57392 Schmallenberg, Telefon: 02972 / 9740-0, täglich von 9 bis 21 Uhr, Fax: 02972 / 9740-26 www.schmallenberger-sauerland.de

Nur keinen Stress – Weihnachtszeit bewusst gestalten

„Besinnliche Weihnachten“ lautet einer der beliebtesten Wünsche zu den Festtagen. Um sie zu genießen, ist eine gute Vorbereitung hilfreich. „Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor und teilen Sie sich Ihre Aufgaben gut ein“, empfiehlt die Psychologin Kristina Soldo von TÜV Rheinland. Geschenke, Dekoration, Christbaum und nicht verderbliche Lebensmittel sowie Getränke am besten schon zwei Wochen vor dem Heiligen Abend besorgen. So entstehen Freiräume zum Plätzchenbacken oder für einen Bummel mit Freunden oder der Familie über den Weihnachtsmarkt. Sinnvoll ist zudem, Last-Minute-Aktionen in Geschäften und genervte Menschen zu meiden. Denn man hat in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass bereits der Anblick von fremden gestressten Menschen den eigenen Stresspegel steigen lässt. Je näher einem die Menschen stehen, umso mehr.

Wer kommt wann zu wem und wie lange?

Absprachen für die Weihnachtstage tragen zur Entspannung bei. „Wichtig ist, die eigenen Bedürfnisse und die Erwartungen der anderen zu überprüfen“, sagt die TÜV Rheinland-Expertin. Mit etwas Mut zur Veränderung ließen sich beispielsweise die Ansprüche an das Festmahl herunterschrauben oder Besuche zeitlich eingrenzen: „Wer von vornherein klare Zeiträume vereinbart, vermeidet Enttäuschungen.“ Zudem sei es clever, nicht von einem Programmpunkt zum nächsten zu hetzen, sondern Ruhephasen einzuplanen.

Kartoffelsalat von der Oma

Wer für die Vorbereitung und Organisation des Weihnachtsfestes verantwortlich ist, kann sich selbst entlasten, indem er Aufgaben verteilt. Gerade ungeduldige Kinder sind froh, wenn sie anpacken können. Zum Beispiel beim Schmücken des Weihnachtsbaumes. Auch Verwandte können mithelfen: Die Oma bringt ihren berühmten Kartoffelsalat mit, Geschwister sorgen für die Nachspeise und Kinder helfen beim Abräumen. Wer dann noch Konfliktthemen unter dem Weihnachtsbaum vermeidet, leistet einen wichtigen Beitrag zu stressfreien Festtagen.

Große Geschichte in kleinen Geschichten

Der große Erfolg des ZDF-Dreiteilers „Unsere Mütter, unsere Väter“ hat es gezeigt: Die ganz persönlichen Schicksale rund um den 2. Weltkrieg bewegen und berühren die Menschen. Ute Elisabeth Mordhorst legt mit Und immer stark sein eine einfühlsame Würdigung der Frauen vor, die nach dem Krieg die Trümmer beseitigten und das Land wieder aufbauten. Ein ergreifendes Zeitdokument und wunderbares Geschenk für Frauen aller Generationen.

hv_31217_Mordhorst_rz.inddNach dem Motto „Große Geschichte in kleinen Geschichten“ beleuchtet Ute Elisabeth Mordhorst in „Und immer stark sein“ die Nachkriegs-Erlebnisse ihrer Mutter. Sie erzählt von Überlebenswillen und Einfallsreichtum, von Flucht und Vertreibung und davon, ins Leben zurückzufinden. Denn es waren Frauen wie sie, die Deutschland zu dem machten, was es heute ist – ohne jemals Orden oder Auszeichnungen dafür zu erhalten.

Und immer stark sein ist nicht nur ein bewegendes Zeitdokument. Es ist vor allem auch ein Buch, das Generationen ins Gespräch bringt und dabei hilft, die jeweils andere Perspektive besser zu verstehen.

Mordhorst, Ute Elisabeth
Und immer stark sein

Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2014
Verlag Herder
Format: 12,5 x 20,5 cm, 144 Seiten, Gebunden mit Leseband
€[D] 16,99/ sFr 24.50

ISBN 978-3-451-31217-5

NSU: Jetzt kommen alle Familien der Opfer selbst zu Wort

Am 4. November jährte sich zum dritten Mal der Tag, an dem die Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) öffentlich bekannt wurden. Bis 2011 wurde durch falsche Ermittlungen jahrelang vermutet, die grausamen Morde hingen mit geschäftlichen oder familiären Streitigkeiten unter Migranten zusammen. So wurden die Opferfamilien selbst verdächtigt.

06727-3_John_Das Leben danach_Final_neu.inddUnd auch nach der Aufdeckung des NSU blieben ihre Situation und ihre Sicht weitgehend im Hintergrund. Dabei waren sie es, die in den vergangenen drei Jahren seelische Schwerstarbeit leisten mussten im Umgang mit dem Gerichtsprozess gegen die Mittäter und Helfer der Mordserie und der Erkenntnis der rassistischen Tatmotive.

In dem Buch Unsere Wunden kann die Zeit nicht heilen, das gemeinsam vom Verlag Herder und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb verlegt wird, kommen alle Hinterbliebenen erstmals selbst zu Wort. Barbara John, Ombudsfrau für die Angehörigen der NSU-Opfer, gibt ihnen eine Stimme. Sie schildern, was die Mordserie und deren öffentliche Wahrnehmung für sie bedeutet und wie sie ihr Leben verändert hat. Gamze Kubasik, Tochter von Mehmet Kubasik, betont: „Seit ich 22 Jahre alt bin, habe ich nur an meinen Vater und die Umstände seines Todes gedacht. … Jetzt fange ich langsam an, nicht mehr nur Tochter zu sein. Ich fühle eine Last von meinen Schultern fallen und spüre: Ich habe eine Zukunft. Ich will wieder normal leben. Ich will nicht ewig Opfer sein.“

Eindrucksvoll berichten die Angehörigen, wie die Taten und die Nicht-Aufklärung durch die Sicherheitsbehörden ihr Bild von Deutschland verändert haben und wie sie aus der Extremsituation wieder in die Normalität zurückfinden wollen. „Es ist wahrlich nicht leicht, über derartige Erlebnisse und die tiefe Verunsicherung zu sprechen, die der Verlust eines nahen Menschen durch grausame Gewalt hinterlässt. Ich erinnere mich sehr gut an die Begegnung mit NSU-Opfern und Angehörigen im Bundeskanzleramt. Die Gespräche mit ihnen haben mich tief bewegt. Umso dankbarer bin ich, dass dieses Buch ihre Erfahrungen nun einer breiten Leserschaft zugänglich macht“, schreibt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Vorwort.

Dieses Buch eröffnet einen authentischen Einblick in die Geschichte der Opfer. Es ist ein wesentlicher Beitrag zur Bearbeitung eines deutschen Traumas.

06727-3_John_Das Leben danach_Final_neu.indd

John, Barbara (Hrsg.)
Unsere Wunden kann die Zeit nicht heilen

Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2014
Verlag Herder
Format: 12,0 x 19,0 cm, ca. 160 Seiten, Kartoniert
€[D] 12,99/ sFr 19.50

ISBN 978-3-451-06727-3

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