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Stahl und Moral

Hattingen (lwl). Seit dem 9. Mai zeigt das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen die Sonderausstellung „Stahl und Moral – Die Henrichshütte im Krieg 1914-1945“. Am Mittwoch, 18. Juni, startet im Beiprogramm eine Filmreihe, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten dem Thema Krieg und Gewalt widmet. Der erste Abend steht unter dem Motto „Das Geschehen“ und erinnert an den Ausbruch des Erst

Cover des Films "An der Heimatfront". Foto: LWL
Cover des Films „An der Heimatfront“.
Foto: LWLen Weltkrieges vor 100 Jahren. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt dazu um 18 Uhr in sein Hattinger Industriemuseum ein. Der Eintritt ist frei.

Die Dokumentation „14-18. Europa in Schutt und Asche“ des französischen Journalisten und Dokumentarfilmers Jean-François Delassus vermittelt einen bewegenden Eindruck vom Leben und Sterben in den Schützengräben des „Großen Krieges“. Die zweite Dokumentation „An der Heimatfront. Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg“ von Markus Schröder ist eine Quellenkollage des LWL-Medienzentrums für Westfalen, die über Tagebücher, Archivalien und Fotos den Kriegsalltag der Region nachzeichnet. Beide Filme zeichnen aus unterschiedlichen Perspektiven ein Bild des Krieges, der heute weitgehend aus dem kollektiven Gedächtnis der Deutschen verschwunden ist.

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Werksstr. 31-33
45527 Hattingen
Karte und Routenplaner

Auch Kühe leiden unter sommerlichen Temperaturen

Hohen Temperaturen im Sommer machen nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren zu schaffen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit leiden Milchkühe bereits bei Temperaturen über 24 Grad Celsius an Hitzestress, informiert die Landwirtschaftskammer Tirol. Die Atemfrequenz steigt, sie schwitzen stark, fressen weniger und haben mehr Durst. Der geringe Appetit führt dazu, dass die Milchleistung und unter Umständen auch die Qualität der Milch sinken, da sie weniger Milcheiweiß enthält.

Mit einfachen Maßnahmen können Landwirte die Belastung der Tiere durch die sommerlichen Temperaturen verringern. Bei Weidehaltung muss für alle Tiere die Möglichkeit bestehen, schattige Bereiche wie Bäume oder Gebäude aufzusuchen. Im Stall sind weit geöffnete Seitenwände Grundvoraussetzung für einen guten Luftaustausch. Auch Ventilatoren können für Abkühlung sorgen. Das Befeuchten der Luft kann die Stalltemperatur um bis zu 5 Grad Celsius senken. Liegeflächen und Euter der Kühe müssen aber trocken bleiben, und die Luftfeuchtigkeit sollte unter 70 Prozent bleiben.

Besonders wichtig ist, auf der Weide und im Stall die Wasserversorgung sicherzustellen. Das Tränkewasser sollte frisch, sauber und ständig verfügbar sein. Der tägliche Wasserbedarf einer Kuh, die 20 l Milch pro Tag gibt, beträgt etwa 60 Liter. Ihr Schluck ist enorm: In einer halben Minute nimmt sie durchschnittlich 10 Liter auf, meldet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV).

Heike Kreutz, www.aid.de

 

Nackt, aber nicht schutzlos: Barrieren gegen Nacktschnecken

Sommerzeit ist Schneckenzeit. Temperaturen um 20 °C, gerne auch ein bisschen Regen und hohe Luftfeuchtigkeit machen das Schneckenparadies perfekt. Insbesondere Nacktschnecken lieben diese Witterung, denn sie haben kein Gehäuse, in das sie sich bei Trockenheit zurückziehen können.

Die bei uns am häufigsten im Garten anzutreffenden schädigenden Arten – die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus), die Gartenwegschnecke (Arion distinctus/Arion hortensis) und die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum) – sind allesamt Nacktschnecken. Die Tatsache, dass sie kein Gehäuse besitzen, macht sie jedoch keinesfalls zu schutzlosen Geschöpfen. So suchen sie bei Trockenheit feuchte Verstecke auf oder ziehen sich in kleinste Bodenspalten zurück.

Das ist überlebenswichtig, denn Nacktschnecken verlieren kontinuierlich Wasser, sobald die relative Luftfeuchtigkeit bei 20 °C unter 99,5 Prozent fällt. Um dem entgegen zu wirken, scheiden sie kontinuierlich einen Schleimfilm mit hohem Wassergehalt ab. Dieser wird über Furchen auf der gesamten Oberfläche des Körpers – der immerhin zu 80 bis 90 Prozent aus Wasser besteht – verteilt.

Die Ausscheidung von Schleim ist auch für die Fortbewegung der Schnecke wichtig. Um vorwärts zu kommen, produziert sie ein Schleimband unter der Kriechsohle, auf dem sie wie auf einer selbst gebauten Straße dahingleitet. Durch die Schleimproduktion bei der Fortbewegung verliert die Schnecke viel mehr Wasser als etwa durch Verdunstung. Das muss sie ausgleichen, da sie bereits bei einem Wasserverlust von mehr als 40 Prozent ihres Körpergewichts sterben kann. Neben dem Trinken können Landschnecken sogar Wasser durch die Fußsohle aufnehmen. Dazu kriechen sie zu einer feuchten Stelle, breiten ihren Fuß aus und bleiben über mehrere Stunden dort – so lange, bis genug Wasser entlang der Zellzwischenräume ins Körperinnere transportiert wurde.

Bei der Bekämpfung macht man sich die Abhängigkeit der Schnecken von Wasser und glatten Flächen zu Nutze. So dienen beispielsweise Schutzstreifen aus unterschiedlichen rauen oder saugenden Materialien wie Sägespäne, Asche, Splitt oder Rindenschrot als Abwehrmaßnahme. Sie können flächig zwischen die Pflanzen oder als Dämme um Beete oder Gartenbereiche ausgebracht werden. Diese Barrieren wirken bei Trockenheit relativ gut, bei Regen und Feuchtigkeit können die Schnecken sie jedoch meist leicht überwinden. Nach längeren Regenperioden sollten sie daher erneut ausgebracht werden.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte Schneckenzäune aus Metall verwenden. Der nach außen gebogene obere Rand verhindert, dass die Schnecken diesen übersteigen können. Gärtner sollten aber darauf achten, dass die Pflanzen außerhalb des Zauns so kurz sind, dass die Schnecken sie nicht als Brücken benutzen können.

Heike Stommel, www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „Schadschnecken – Biologie, Arten und Bekämpfung“, Bestell-Nr. 61-1509,  www.aid-medienshop.de

Kleines Smalltalk 1×1

Ohne Smalltalk geht es nicht. Kein Bewerbungsgespräch, kein Clubabend und kein privates Gespräch kommen ohne die kleine zwangslose Plauderei aus. Wie man am besten ins Gespräch kommt – und im Gespräch bleibt – verrät die Erfolgsautorin, Vortragsrednerin und Ex-Spitzenpolitikerin Magda Bleckmann in ihrem neuen Buch. „Das kleine Smalltalk 1×1“ ist voll mit Praxistipps rund um die Themen Kommunikation, Netzwerke und den Karriereförderer Smalltalk. Das Werk, erschienen im Leykam Verlag, stellt Magda Bleckmann persönlich in Graz und in Kitzbühel vor.

„Gespräche können und sollen Spaß und gute Laune machen. Wer im Gespräch ist, kann etwas über andere lernen, erfahren und von ihren Kompetenzen profitieren – gegenseitig, privat oder im Business“, fasst Bleckmann zusammen. Mit ihrem Buch möchte sie verdeutlichen, wie erfolgreiche Menschen Gespräche beginnen und die gewonnenen Informationen nachhaltig und zum Vorteil für beide Seiten nutzen. Sie zeigt, wie Smalltalk gelingt und was es persönlich braucht, um spritzig und humorvoll zu wirken. Selbstsicherheit, persönliches Wohlbefinden, individueller Stil, die richtige Einstimmung, Lockerheit und vieles weitere mehr thematisiert sie schwungvoll und bewegend in ihrem Smalltalk-Werk. „Ein Muss für jeden, der Kommunikation als Wert erkennt und gerne mit Worten erfolgreich sein möchte.“

Auf 120 Seiten bekommt der Leser Impulse für einen leichteren, launigen Umgang mit Sprache und erfährt, dass Smalltalk eben nicht nur belanglos sein muss. Das Buch enthält Strategien und gibt wertvolle Tipps, Gesprächseinstiege können genauso geübt werden wie Eisbrecherfragen und gekonnte Gesprächsausstiege. Die Expertin für Karriere-Netzwerke verhilft den Lesern zu einer neuen Qualität der Plauderei, die so schnell zum nachhaltigen Beziehungsdialog werden kann.

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