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Aquakultur: Neues Wissensportal

Das Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat eine Informationsplattform zur Aquakultur entwickelt. Auf www.aquakulturinfo.de können sich interessierte Verbraucher, aber auch Züchter, Unternehmer aus Fischwirtschaft und Handel, Politiker und Umweltverbände über die Fischzucht informieren. Das neue Internetportal wurde im Rahmen der EU-Veranstaltung „Nachhaltiger Fischkonsum“ in Hamburg offiziell eröffnet.

Die in Aquakultur gezüchteten Fische, Krebse, Muscheln und Algen werden dargestellt. Zudem bietet das Portal Informationen zu Produktions- und Zuchtmethoden, Tiergesundheit, Futtermitteln und Qualitätssicherung. Auch Prozesstechnik wie zum Beispiel Filtersysteme und kontroverse Themen wie Medikamente in der Aquakultur und artgerechte Tierhaltung werden behandelt. Ein Glossar erläutert Fachbegriffe in diesem Themenbereich. Das Wissensportal wird von einem internationalen Forscherteam unter Leitung des IGB betreut. Die Inhalte basieren auf den Ergebnissen der Aquakulturforschung, werden noch erweitert und laufend aktualisiert.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.aquakulturinfo.de

Hessen: Zustimmung bei Kommunalem Schutzschirm

Hessens Kommunen sind mit dem vor einem Jahr aufgespannten Schutzschirm überwiegend zufrieden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von hr-online. Demnach gaben ein Jahr nach dem Abschluss aller Schutzschirm-Vereinbarungen 51 Prozent der befragten Städte und Gemeinden an, dass sie „sehr zufrieden“ bzw. „eher zufrieden“ mit dem bisherigen Verlauf des Ende 2012 von der Landesregierung gestarteten Programms zur Entlastung finanziell angeschlagener Kommunen sind. Nur 19 Prozent sind unzufrieden.

82 Prozent der Städte und Gemeinden gaben an, sie würden aus heutiger Sicht gesehen wieder unter den Schutzschirm schlüpfen. Trotzdem ist der Wunsch nach Korrekturen groß. So fordert mehr als die Hälfte der Städte und Gemeinden (57 Prozent) Änderungen am Schutzschirmgesetz. 71 Prozent der Städte und Gemeinden gaben zudem an, trotz Schutzschirm auch im laufenden Jahr nicht ohne neue Schulden auszukommen.

Bei den Einsparmaßnahmen haben die Städte und Gemeinden vor allem in der eigenen Verwaltung angefangen. 71 Prozent der Kommunen gaben an, bei Mitarbeitern und Personal gespart zu haben. Die Kommunen setzen zudem stark auf steigende Einnahmen: 99 Prozent der Städte und Gemeinden erhöhten Steuern, Beiträge und Abgaben.

Der Kommunale Schutzschirm ist ein Programm der Landesregierung, um überschuldete Städte, Gemeinden und Landkreise zu entlasten. Bis zum Ende der Frist am 15. Februar 2013 hatten genau 100 Kommunen eine Vereinbarung mit dem Land abgeschlossen. Der Hessische Rundfunk berichtet am Freitag in TV, Radio und Internet über den Kommunalen Schutzschirm. Für die Umfrage hatte hr-online in den vergangenen Wochen alle beteiligten Kommunen angeschrieben. Alle Ergebnisse der Befragung sind auf hr-online.de abrufbar.

Frühzeitig an neues Rezept denken

Aufgrund von immer häufiger vorkommenden Lieferproblemen bei Arzneimitteln empfiehlt der Hessische Apothekerverband (HAV), sich frühzeitig beim Arzt um ein Rezept zu kümmern und dieses in der Apotheke einzulösen. Aktuell gebe es u.a. Probleme bei Schilddrüsen-Medikamenten, Hormonpflastern und Antibiotika, teilt der Verband mit.

„Gerade chronisch Kranke sollten nicht ‚bis auf den letzten Drücker‘ warten, um sich ein Folgerezept beim Arzt zu besorgen und dieses in der Apotheke einzulösen. So kann unnötiger Stress, ob das gewohnte Arzneimittel rechtzeitig geliefert werden kann, vermieden werden“, empfiehlt der stv. Vorsitzende des HAV, Hans Rudolf Diefenbach. In der Vergangenheit mussten Patienten teilweise mehrere Apotheken ansteuern, um das gewünschte Medikament zu erhalten, oder auf ein anderes Produkt umgestellt werden.

Vitamine und Mineralstoffe: Manchmal zu viel des Guten

Vitamine und Mineralstoffe sind für die Gesundheit unentbehrlich. Große Fachgesellschaften melden jedoch seit Jahren, dass die Versorgung in der deutschen Durchschnittsbevölkerung teilweise mangelhaft ist. Der Grund hierfür soll unsere ungesunde Ernährungsweise sein. Mittlerweile misstrauen viele Deutsche – nicht zuletzt dank solcher Berichte – dem Gesundheitswert ihres Essens und ergänzen die Zufuhr vorsorgehalber mit Mikronährstoffen in Tablettenform. Laut einer aktuellen Erhebung des Helmholtz-Zentrums in München greifen in der Bevölkerungsgruppe 65 Plus immerhin die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Besonders beliebt sind Vitamin D, Vitamin E und Magnesiumpräparate. Wie sich zeigte, scheint bei vielen Konsumenten der Leitspruch „Viel hilft viel“ die Einnahme zu bestimmen. Immerhin 20 Prozent der Frauen und 33 Prozent der Männer, die Magnesiumtabletten nahmen, überschritten die tolerierbare Tageshöchstdosis für den Mineralstoff. Auch bei Vitamin E wurden des Öfteren Überdosierungen verzeichnet. Noch im tolerierbaren Rahmen aber dennoch hochdosiert waren häufig die Einnahmen von Biotin, Vitamin B1 und B6. Die Ergänzung der Ernährung mit isolierten Mikronährstoffen ohne konkrete Hinweise auf eine Unterversorgung ist nach wie vor fragwürdig.

Frühere Erhebungen ergaben, dass vor allem Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, die ohnehin bereits auf nährstoffreiche Speisen achten und eine Ergänzung daher oft unnötig war. Hinzu kommt, dass viele Supermarktprodukte, seien es ACE-Säfte, Cornflakes oder Fruchtquarks, bereits mit Mikronährstoffen angereichert sind. Gerade bei fettlöslichen Vitaminen und einigen Mineralstoffen können Überdosierungen langfristig mit Nebenwirkungen verbunden sein, da sich diese im Fettgewebe anreichern. Von einer allzu leichtfertigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, besonders ohne erkennbare Notwendigkeit oder medizinische Begründung, ist daher abzuraten.

Quelle: Schwab, S. et al.: The Use of Dietary Supplements among Older Persons in Southern Germany – Results from the KORA-Age Study, The Journal of Nutrition, Health and Aging: 2013

Redaktion: Dipl.troph. Christine Langer,
www.fet-ev.eu

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