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Die Voting-Ergebnisse von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“

Mit 60,14 Prozent der Zuschauerstimmen wurde Melanie Müller gestern Abend zur neuen Dschungelkönigin gewählt. Doch wie haben die Zuschauer im Staffelverlauf abgestimmt? Ein Blick auf die Voting-Ergebnisse zeigt: Melanie gelang es erst kurz vor dem Finale, ihre schärfste Konkurrentin Larissa Marolt zu überholen. Und nicht nur das:

Tatsächlich erhielt Larissa vom ersten Tag an durchgehend die meisten Stimmen: In der ersten Woche (17.1. – 23.1.) beantworteten die meisten Zuschauer die Frage „Wer soll zur nächsten Dschungelprüfung?“ durchgehend mit Stimmabgaben für Larissa. In der zweiten Woche (24.1. – 1.2.) gelang es Larissa dann zunächst, die Gunst der Zuschauer für sich zu gewinnen. Auf die Frage „Wer soll im Camp bleiben?“ erhielt Larissa bis einschließlich Donnerstag, 30.1., die meisten Zuschauerstimmen. Zum Halbfinale am 31.1. wendete sich dann das Blatt: Die künftige Dschungelkönigin Melanie Müller erhielt an diesem Tag 48,59 Prozent der Zuschauerstimmen (Larissa: 36,73 %) und behielt schließlich auch im Finale die Nase vorn.

Und schon heute Abend gibt es ein Wiedersehen mit allen Stars: Ab 20:15 Uhr zeigt RTL „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Das große Wiedersehen“. Im Baumhaus treffen sich Dschungelkönigin Melanie und alle Camp-Bewohner wieder und lassen gemeinsam mit Sonja Zietlow und Daniel Hartwich ihre gemeinsame Zeit Revue passieren. Außerdem gibt es natürlich noch einmal die Szenen aus der Dschungelshow zu sehen, die in den vergangenen zwei Wochen für Gesprächsstoff gesorgt haben.

Agrarhandel zum Nutzen der Armen: Kaufentscheidungen überdenken

Fairer Handel ist nach Aussage von Dr. Wolfgang Jamann, dem Generalsekretär der Welthungerhilfe, eine gute Perspektive für Entwicklungsländer. Auch wenn zu einer wirkungsvollen Armutsbekämpfung mehr gehört. Zum Beispiel die Förderung der ländlichen Räume oder eine funktionierende Katastrophenhilfe, Maßnahmen der Ernährungssicherung und des Konfliktmanagements. Auch der Agrarhandel kann dazu beitragen, die Armut vieler Menschen zu reduzieren.

Anlässlich der DLG-Wintertagung 2014 nannte Jamann sieben Bedingungen:
gerechte, weltweite Handelsbedingungen durch die WTO,
Überprüfung der Importrestriktionen für Produkte aus Entwicklungsländern,
Abbau der Agrarsubventionen zulasten kleinbäuerlicher Betriebe,
Schutz der lokalen Produktion zur Armutsbekämpfung,
Förderung des Aufbaus nationaler und regionaler Agrarstrategien in den Entwicklungsländern,
Unterstützung bei der Vermarktung und Zertifizierung – auch in Form des Aufbaus von Genossenschaften –
und schließlich eine „Politik des Einkaufskorbes“.

Das bedeutet, dass Verbraucher und Unternehmen in den Industrieländern, also auch hier in Deutschland, durch ihre Kaufentscheidungen dazu beitragen sollten, Einkommen in den wirtschaftlich schwächeren Ländern der Welt zu schaffen.

Dr. Martin Heil, www.aid.de

Schokolade mit Zukunft

Hmmh, ein Stück Schokolade. Schmeckt oft gut, ist für Manche gut fürs Gemüt und hoffentlich mehr Genuss als Hunger stillen. Und dazu sind Schokoladenprodukte in Deutschland noch extrem preiswert. Eine Tafel Schokolade für 89 Cent. Verbraucherherz, was willst Du mehr? Dass von diesen 89 Cent gerade einmal etwa 4 Cent bei den Kakaobauern ankommen, kann man ja per se nicht wissen. Und dass Kakao, bzw. Schokolade in absehbarer Zeit teurer wird, dafür braucht es keine prophetischen Kenntnisse. Man muss sich nur genauer mit der Herkunft der veredelten Bohne beschäftigen.

Kakao wird zu 90 Prozent von Kleinbauern angebaut. Die Lebens- und Arbeitsverhältnisse in den Anbauregionen kann man durchaus als schwierig bezeichnen. Stichwort „Kinderarbeit“. „Ein Problem ist, dass Kinder als dauerhafte Arbeitskräfte eingesetzt werden müssen, weil die Einkommenssituation der Bauern sehr schlecht ist“, sagte Dr. Jürgen Zattler vom Bundesentwicklungsministerium auf einer Veranstaltung am Rande der Internationalen Süßwarenmesse in Köln. Und damit nicht genug. Beate Weißkopf vom „Forum Nachhaltiger Kakao“ hat weitere Probleme identifiziert, wie zum Beispiel überalterte Baumbestände, abnehmende Bodenfruchtbarkeit, Erosionen etc. Erkannt haben das inzwischen nicht nur – wie bereits vor Jahrzehnten – Nichtregierungsorganisationen (NGOs), sondern auch die Verarbeiter und der Handel.

Seit Juni 2012 existiert das „Forum Nachhaltiger Kakao“, in dem zwei Bundesministerien, NGOs, Forschungseinrichtungen und eben Wirtschafts- und Handelsakteure vertreten sind. Das könnte eine klassische win-win-Situation sein, denn alle haben zwar unterschiedliche Interessen (die Wirtschaft braucht Qualität, der Handel möchte billig, die NGOs Kinder in der Schule statt auf dem Feld), aber dennoch gibt es einen gemeinsamen Nenner: „Qualität und Quantität des Kakaos steht und fällt mit den Lebensbedingungen der Bauern“, so Zattler. Freut sich also der Bauer, freuen sich auch alle Akteure. Klingt einfach, doch wie geht man da genau vor?

Ein umfassender Ansatz über die gesamte Produktionskette ist nötig. Das Hauptziel des Forums ist daher, eine effektive Verbreitung von Best-Practice-Beispielen, sprich Schulungsmaterial, übergreifend zu erstellen. Dazu muss dieses auf das jeweilige Anbauland und dessen Strukturen zugeschnitten sein UND bereits bestehende Maßnahmen einbeziehen. Dafür sorgen die drei Hauptakteure der Standards im Kakaoanbau: UTZ Certified, Rainforest Alliance und Transfair. Diese Siegel sind bereits mehrfach auf Schokoladenprodukten im Supermarkt zu sehen. Was genau dahinter steckt, ist in diesem Zusammenhang nicht ganz so wichtig. Was wichtig ist, betonte Ivy Osei-Sampah von der African Cocoa Coalition, nämlich dass Bauern nach wie vor Unterstützung benötigen, um ihre Einkommen zu steigern und ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Die Kakaobohnen-Preise unterliegen enormen Schwankungen. Die Tendenz in den vergangenen Jahren geht nach oben aber verlässlich ist das nicht. Vor allem zwischen 1988 und 2003 war der Preis so niedrig wie nie: Unter 1.000 US-Dollar pro Tonne. Davon kam definitiv nicht genug bei dem Kleinbauern an, um seine Familie ausreichend zu versorgen. Entsprechend erfolgte auch keine Investition oder Pflege der Baumbestände. Starke Schwankungen der Erntemengen sind die Folge. Ende Januar 2014 stand der Kakaopreis bei 3.000 US-Dollar pro Tonne.
Harald Seitz, www.aid.de

Weitere Informationen:

aid-Heft „Kaffee, Tee und Kakao“, 3,50 Euro, www.aid-medienshop.de
www.kakaoforum.de

Zu viel Alkohol: Gedächtnisverlust im Alter beschleunigt

Ein hoher Alkoholkonsum kann bei Männern den Gedächtnisverlust im Alter um mehrere Jahre beschleunigen. Das lässt eine britische Studie vermuten, an der über 7.000 Menschen teilnahmen. Die Männer und Frauen machten in einem Zeitraum von zehn Jahren regelmäßig Angaben zu ihren Trinkgewohnheiten. Im Anschluss nahmen die Probanden im Alter von 44 bis 69 Jahren an kognitiven Tests teil, die im folgenden Jahrzehnt wiederholt wurden. Die Wissenschaftler prüften nicht nur die Gedächtnisleistung, sondern auch „exekutive Funktionen“. Das sind geistige Fähigkeiten, die das menschliche Denken und Handeln steuern wie Ziele setzen, planen und die Aufmerksamkeit kontrollieren.

Je nach Geschlecht war das Trinkverhalten sehr unterschiedlich. So konsumierten Männer deutlich mehr Alkohol als Frauen. Bei Männern war ein hoher Alkoholkonsum von im Durchschnitt mehr als 36g täglich mit schlechteren Gedächtnisleistungen verbunden. Die Resultate entsprachen einer um bis zu knapp sechs Jahre beschleunigten Alterung. Auch die sogenannten exekutiven Funktionen waren vermindert. Die Grenze von 36g wird bereits bei drei Bier am Tag überschritten. Wer weniger als 20g Alkohol am Tag konsumierte, zeigte die gleichen kognitiven Fähigkeiten wie abstinent lebende Männer. Frauen tranken deutlich weniger Alkohol und hatten auch geringere Beeinträchtigungen bei einem Höchstkonsum von durchschnittlich mehr als 19g. Bei beiden Geschlechtern wirkte sich der Konsum von Spirituosen besonders schädlich auf das Gehirn aus.

Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu untermauern. Die genauen Mechanismen im Gehirn sind bislang nicht bekannt. Die Wissenschaftler vermuten, dass die abnehmende Gedächtnisleistung auf neurotoxische Schäden durch Trinkexzesse zurückzuführen ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hält eine tägliche Alkoholmenge von 10g für gesunde Frauen und 20g für gesunde Männer als akzeptabel. 10g Alkohol stecken in einem „Drink“, also einem Glas Bier, Wein oder Schnaps.

Heike Kreutz, www.aid.de

Quelle:
American Academy of Neurology, 15. Januar 2014

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