Zum Jahreswechsel spricht traditionell die Kanzlerin zu den Deutschen. Angela Merkel betont diesmal die Energiewende.
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Grauer Star: Welche Linse ist die richtige?
Unbehandelt kann die Augenkrankheit zum Erblinden führen. Dagegen hilft nur das Einsetzen einer Kunstlinse. Bei der Wahl der Linsenart entscheiden persönliche Vorlieben – und der Geldbeutel.
Wie ein Schleier trübt der Graue Star allmählich die Augenlinse und die Betroffenen sehen immer verschwommener. Lesen, die Arbeit am Computer und Autofahren werden mühsam. „Eine Operation ist dann die einzige Möglichkeit“, sagt Selma Lindner von der Rostocker Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).
Mit rund 800.000 Eingriffen im Jahr gehört die Behandlung des Grauen Stars zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Dabei wird die natürliche durch eine künstliche Linse ersetzt. In den meisten Fällen verläuft der 20- bis 30-minütige ambulante Eingriff ohne Komplikationen. Neun von zehn Operierten sehen danach wieder schärfer und kontrastreicher. Komplikationen sind selten und haben meist keine dauerhaften Folgen. Das zeigen Studien, die das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ausgewertet hat.
Wie scharf und kontrastreich die Sicht wieder wird, hängt vor allem vom gewählten Linsentyp ab. Bei einer so genannten Monofokallinse muss man sich entscheiden, ob man hinterher entweder in der Ferne, im Mittelbereich oder in der Nähe scharf sehen möchte. „Für die anderen Entfernungen ist dann eine Brille nötig „, erklärt Patientenberaterin Lindner. Die Kosten für die Monofokallinse übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen vollständig.
Für Menschen, die ohne Brille auskommen möchten, können Multifokallinsen eine Alternative sein. Sie sollen scharfes Sehen sowohl im Nahen als auch in der Ferne ermöglichen. Trotzdem können einige Sehbereiche verschwommen bleiben. Die Kontraste sind etwas schwächer und die Blendempfindlichkeit höher als bei der Monofokallinse. Zudem sind Multifokallinsen teurer. Den Aufpreis muss man selbst zahlen.
Der 66-jährigen Rita Z. hat der Augenarzt zu einer Operation ihres Grauen Stars und zu Multifokallinsen geraten. Aber sie ist sich unsicher, auch wegen der höheren Kosten. „Der Ablauf und die Risiken der Operation sind bei beiden Linsentypen gleich „, sagt Lindner und rät Frau Z., die Vor- und Nachteile der beiden Linsentypen für ihre persönliche Lebenssituation abzuwägen. Monofokallinsen etwa könnten besser für Menschen sein, die nachts mit dem Auto unterwegs sind – wegen der geringeren Blendeffekte. Am wichtigsten sei am Ende aber immer, dass die Linse die richtige Stärke hat und man dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder besser sehen kann.
UPD-Tipp: Weitere Informationen zum Thema Grauer Star bieten die Internetseite www.gesundheitsinformation.de vom IQWiG und die UPD über ihr bundesweites Beratungstelefon (Deutsch: 0800 0 11 77 – 22, Türkisch – 23, Russisch – 24) und in 21 regionalen Beratungsstellen. (Stand: 12.12.2013)
Wie effizient arbeitet Ihr Brennwertkessel?
Brennwertkessel sind heute Stand der Technik. Sie nutzen die Wärme im Wasserdampf der Abgase und erzielen damit höhere Wirkungsgrade als beispielsweise Niedertemperaturkessel. Gut also, wenn man einen solchen Kessel im Keller hat.
Wie eine Studie der Energieberatung der Verbraucherzentralen jedoch herausgefunden hat, arbeiten die meisten Brennwertgeräte nicht optimal und verschwenden so Energie und Geld. Nur ein Drittel der Besitzer konnte mit seiner Anlage zufrieden sein. Anderen wurde eine Optimierung empfohlen, während ein letztes Drittel dringend aktiv werden sollte, um angesichts weiter steigender Energiepreise die Stärke dieser Technik effektiv zu nutzen.
Ob Ihr eigener Brennwertkessel effizient läuft, können Sie mit dem Brennwert-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern herausfinden.
Für den Brennwert-Check kommt der Energieberater zu zwei Terminen zu Ihnen nach Hause, misst u.a. die Kondensatmenge, die im Brennwertkessel anfällt, und überprüft die Einstellungen des Heizsystems. Mit einem Messgerät werden die Temperaturen des Heizungsvor- und Heizungsrücklaufes 24 Stunden lang aufgezeichnet. Zum Abschluss erhalten Sie einen Kurzbericht mit Empfehlungen zur Optimierung Ihrer Anlage.
Dank der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium fällt für Sie lediglich ein Kostenbeitrag von 30 Euro an.
Wer Interesse daran hat, dass ein Energieberater seine Brennwertheizung überprüft, kann sich telefonisch unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder unter 0381 – 2087050 oder in jeder Verbraucherberatungsstelle des Landes für einen solchen Check registrieren lassen. Der nächstliegende Energieberater stimmt dann mit Ihnen einen Termin ab.
Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist das Beratungsangebot kostenfrei.
Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Stand: 18.11.2013
Bandscheibenvorfall: Wann hilft eine Operation?
Bei einem akuten Bandscheibenvorfall ist eine Operation nur in wenigen, klar erkennbaren Fällen nötig. Bei chronischen Beschwerden kann ein Eingriff meistens nicht helfen.
Fliesenleger-Meister Friedrich G. hat seit Jahren immer wieder Rückenschmerzen. Beim letzten „Hexenschuss“ konnte er sich eine Woche lang kaum rühren. Jetzt kann der 56-Jährige zwar wieder arbeiten, hat aber weiterhin Probleme und Angst vor einer erneuten Attacke. Sein Orthopäde hatte einen Bandscheibenvorfall festgestellt und ihm zur Operation geraten. Davor schreckt Herr G. bisher zurück – womöglich aus gutem Grund.
„Auch wenn der Arzt Veränderungen an den Bandscheiben feststellt, muss das noch lange nicht der Grund für anhaltende Rückenschmerzen sein“, sagt Selma Lindner von der Rostocker Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). „Denn ein Bandscheibenvorfall verursacht nicht zwangsläufig Probleme.“ Das hätten Untersuchungen mit Erwachsenen gezeigt, die keine Kreuzschmerzen haben: Mehr als die Hälfte von ihnen hatte ebenfalls Bandscheibenschäden, zum Teil sogar starke. Zudem würden Bandscheibenvorfälle meistens von selbst ausheilen und die Beschwerden bei 90 von 100 Menschen innerhalb von sechs Wochen wieder abklingen.
„Halten die Schmerzen länger an, muss daher vor einer Operation eindeutig geklärt werden, dass tatsächlich der Bandscheibenvorfall die Probleme verursacht“, erklärt die UPD-Beraterin. In diesem Fall könne ein Eingriff zwar oft helfen, aber keine Beschwerdefreiheit garantieren. Auch das hätten Studien gezeigt. Grundsätzlich sollte man also das Für und Wider einer Bandscheibenoperation bei chronischen Rückenschmerzen sorgfältig abwägen – und bei Zweifeln die Meinung eines zweiten Arztes einholen, so Lindner. „Sofort operieren muss man nur in seltenen Notfällen, wenn Nerven stark beeinträchtigt sind.“ Das sei leicht zu erkennen, etwa an zunehmenden Taubheitsgefühlen und Lähmungen oder wenn Blase und Darm nicht mehr richtig funktionieren.
„Für akut Betroffene lohnt sich meist etwas Geduld“, sagt die Patientenberaterin. Die Genesung ließe sich zwar kaum beschleunigen. Schmerzmittel, Wärmepackungen oder Massagen könnten aber Erleichterung verschaffen. Gut sei vor allem, trotz der Schmerzen möglichst aktiv zu bleiben – auch damit sie gar nicht erst zum Dauerproblem werden. Lindner: „Die positive Wirkung körperlicher Aktivität ist wissenschaftlich nachgewiesen und vielleicht das Beste, was man für sich tun kann.“
Stand: 30.10.2013