Experten und Fachleute aus den Bereichen Stadtplanung, Architektur und Denkmalpflege trafen sich am 17. Oktober auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Coesfeld zum „Stadtspaziergang Baukultur“. Dabei stellten Experten besondere Architekturbeispiele in der Innenstadt und in Coesfeld-Lette vor und diskutierten sie mit den Teilnehmern.

Foto: LWL/Djahanschah
„Die Stadt Coesfeld hat auf ihren geschichtlichen Wurzeln die Leitlinien für eine vorrauschauende Stadtplanung entwickelt. Die baukulturellen Qualitäten spiegeln sich im Stadtbild wider. Hier läßt sich Stadtbaukultur sehr gut vermitteln“, sagte LWL-Mitarbeiterin Christine Bonatz. Die Architektin vom LWL-Team-Baukultur hat das Konzept für die Führung gemeinsam mit der Stadt Coesfeld und den ortsansässigen Planern erarbeitet und organisiert.
„Der Stadtspaziergang Baukultur ist eine Erfolgsgeschichte. Wir haben gemerkt, dass sich die Qualitätsdiskussionen rund um die Denkmalpflege und die Baukultur am besten direkt vor Ort und durch konkrete Beispiele vermitteln lassen“, erklärte Dr. Markus Harzenetter, Leiter der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. Coesfelds Planungsdezernent Thomas Backes war stolz darauf, dass die Stadt Coesfeld als Gastgeber vom LWL anlässlich des zehnjährigen Jubiläums ihres Veranstaltungsformates ausgewählt wurde.

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Vorgestellt wurden denkmalgeschützte Gebäude, die vorbildlich saniert wurden, und Neubauten die im historischen Stadtkontext entwickelt wurden. Auch stadtbildprägende Elemente wie die Stadtpromenade waren Teil der Route und der Vor-Ort-Diskussionen. „Als Vorzeigebeispiel für Baukultur im gewerblichen Kontext gilt der ‚Campus’des Unternehmens ‚Ernstings Family‘. Die qualitätsfördernde Bedeutung von Wettbewerben findet hier ihre gelungene Umsetzung. Daher war es uns wichtig, auch diesen Ort vorzustellen“, erklärte Bonatz.
„Baukultur basiert auf innovativer Planungskultur“, war eine der Kernbotschaften des lokal ansässigen Planungsbüros Wolters und Partner, das über das Projekt „Perspektiven für die Promenade“ berichtete. Michael Führs, von der „Regionale 2013“, stellte zum Thema Planungskultur das Projekt „Gesamtperspektive Flusslandschaft „, das sich entlang der gesamten Berkel erstreckt, vor.

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Die Teilnehmer beschäftigten sich mit der Frage, wie die Baukultur gefördert werden kann. Thomas Backes gab ihnen seine Erfahrung weiter: Er erläuterte, dass Coesfeld als Instrumente der Qualitätssicherung, für eine gute gebaute Umwelt, eine Gestaltungsfibel und eine Gestaltungssatzung einsetzt. Flankierend dazu hat die Stadt Coesfeld einen hochkarätigen Gestaltungsbeirat besetzt.
Hintergrund:
Der LWL-Baukultur-Stadtspaziergang führt regelmäßig Fachleute aus den Bereichen Stadtplanung, Architektur und Denkmalpflege und die baukulturell interessierte Öffentlichkeit zusammen, um direkt vor Ort baukulturell interessante Projekte kennenzulernen und zu diskutieren. Das Fachamt der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen initiiert und organisiert die Stadtspaziergänge in wechselnden Städten und Gemeinden von Westfalen-Lippe mit unterschiedlichen baukulturellen Themenschwerpunkten.
LWL-Einrichtung:
LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Fürstenbergstr. 15
48147 Münster
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