So grillt man Geflügel

So grillt man Geflügel

Wir alle kennen das gegrillte Huhn vom Spieß. Ob als „Broiler“ oder „Brat-hendl“ – es ist immer ein Hit und sollte deshalb auf Ihrer Grillparty nicht fehlen. Ebenfalls beliebte Geflügelspezialitäten sind kross gebratene Hühnerflügel oder „chicken wings“, wie die Amerikaner sagen.

Dreierlei Fleisch vom Grill Foto: Wirths PR
Dreierlei Fleisch vom Grill
Foto: Wirths PR

Geflügelfleisch hat aber noch viel mehr zu bieten: Probieren Sie doch einmal Putenschnitzel oder Hühnerkeulen. Sie sind sehr schmackhaft und vor allem auch kalorienarm – und liefern somit eine echte Alternative zum Fleisch von Schwein und Rind.

Wenn’s schnell gehen soll, eignen sich Brust vom Huhn und Putenschnitzel zum Grillen. Einfach salzen, würzen, grillen – fertig! Unser Tipp: Dekorativ wird Putenschnitzel, wenn Sie es wellenförmig auf einen Spieß stecken und zusätzlich mit Salbeiblättern belegen.

Eine Delikatesse sind auch gegrillte Hühnerbeine. Sie erfordern allerdings etwas Vorbereitung, denn damit sie so richtig schmackhaft werden, sollte man sie vor dem Grillen einige Stunden marinieren. Verwenden Sie zum Marinieren ein gutes Öl, beispielsweise Sesamöl für asiatische Gerichte, Gewürzöl wenn es etwas schärfer sein soll oder Olivenöl. Die Marinaden würzt man am besten mit Curry, Sojasoße und Ingwer.

Wichtig bei der Zubereitung von Geflügel: wegen der Salmonellengefahr sollte man Geflügel sehr gründlich waschen und unbedingt durchbraten. Dann steht Ihrem Grillspaß mit Geflügel nichts mehr im Wege!

Den letzten Pfiff erhält Ihr Huhn natürlich durch den richtigen Dip. Unser Dip-Tipp: ein pikanter Dip mit Curry und Curcuma.

Wie Ernährung das Gehirn schützen kann

Die Ernährung formt die Figur. Aber das ist nicht alles: die Zusammensetzung der Ernährung hat auch Auswirkungen auf das Gehirn. Dieser Zusammenhang wird schon seit Jahrzehnten für die Therapie von Epilepsiepatienten genutzt. Zurzeit laufen Versuche, spezielle Diätformen für die Behandlung des Morbus Alzheimer und anderer neurodegenerativer Erkrankungen zu entwickeln.

Schützend für das Gehirn scheint eine sogenannte ketogene Diät zu sein, die reich an Fett und arm an Kohlenhydraten und Proteinen ist. Unter einer ketogenen Diät ähnelt der Stoffwechsel teilweise dem im Hungerzustand. In beiden Fällen verbrennt der Körper Fett, das entweder aus der Diät oder aus körpereigenen Depots stammt. Dabei werden aus Fett Ketonkörper. Wie aber Ketonkörper das Gehirn schützen, war bislang unklar. Forscher aus dem Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität zu Lübeck ist es jetzt gelungen, den Wirkmechanismus von Ketonkörpern zu entschlüsseln. Sie hoffen, mit Hilfe dieses Wissens wirksamere Therapeutika für neurologische Erkrankungen entwickeln zu können.

Prof. Dr. Markus Schwaninger/ Foto: Universität Lübeck
Prof. Dr. Markus Schwaninger/ Foto: Universität Lübeck

Bei neurologischen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer oder Schlaganfällen sterben Nervenzellen ab. Der Untergang der Nervenzellen ist zumindest teilweise auf eine Überreaktion von Entzündungszellen zurückzuführen, die in das Gehirn einwandern. Die Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Markus Schwaninger haben gefunden, dass eine ketogene Diät und die entstehenden Ketonkörper auf die Entzündungszellen, Monozyten und Makrophagen, im Gehirn einwirken. Dabei binden Ketonkörper an einen Rezeptor mit dem Namen HCA2, der sich auf Entzündungszellen befindet. „Ketonkörper instruieren durch HCA2 Entzündungszellen, das Gehirn zu schützen“, so Schwaninger.

Eine ketogene Diät ist so fettreich, dass sie schlecht schmeckt, und bei Patienten meist unbeliebt ist. Die Lübecker Forscher fanden aber, dass auch Nikotinsäure wie Ketonkörper durch HCA2 einen Untergang von Hirngewebe verhindern kann. Nikotinsäure wird bereits seit vielen Jahrzehnten zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt. Als ‚ketogene Diät in Tablettenform‘ könnte Nikotinsäure ein Comeback in einer neuen Indikation haben. Tatsächlich wurde Nikotinsäure schon in den 50er Jahren bei akutem Schlaganfall unter der Vorstellung verwendet, dass es zu einer Gefäßerweiterung im Gehirn führt.

Später hatte sich aber herausgestellt, dass die Gefäßerweiterung nur auf die Haut beschränkt ist. „Auch wenn Nikotinsäure nicht die Durchblutung des Gehirns steigert, hat es doch einen Effekt beim Schlaganfall und möglicherweise auch bei anderen neurologischen Erkrankungen“ sagt Schwaninger.

In weiteren Experimenten fanden die Wissenschaftler heraus, wie die Aktivierung des HCA2-Rezeptors das Gehirn schützt. „Wir vermuten, dass entzündungshemmende Faktoren gebildet werden, aber die genaue Identifizierung dieser Faktoren steht noch aus“ räumt Schwaninger ein. Neben der genauen Wirkweise steht die Testung weiterer Substanzen, die an den HCA2-Rezeptor binden, auf der Arbeitsliste der Lübecker Forscher. Sie hoffen, einen Stoff zu finden mit gleicher oder besserer Wirksamkeit aber weniger Nebenwirkungen. Die zunehmende Zahl von Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen wie M. Alzheimer oder Schlaganfall wartet dringend auf neue therapeutische Ansätze.

Originalpublikation:
Rahman M, Muhammad S, Khan MA, Chen H, Ridder DA, Müller-Fielitz H, Pokorna B, Vollbrandt T, Stölting I, Nadrowitz R, Okun JG, Offermanns S, Schwaninger M. The β-hydroxybutyrate receptor HCA2 activates a neuroprotective subset of macrophages. Nature Communications. Doi:10.1038/ncomms4944

Text: www.uni-luebeck.de

Keine Chance für Fruchtfliegen

Jetzt sind sie wieder da: die kleinen Fruchtfliegen, die im Sommer zuhauf in Küche und Garten umherschwirren. Die nur zwei Millimeter großen Fliegen der Gattung Drosophila tauchen überall dort auf, wo Obst, Fruchtsäfte und Küchenabfälle offen lagern. Diese riechen sie schon aus vielen Metern Entfernung. Dabei lieben die kleinen Insekten besonders alle faulenden und gärenden Stellen, denn genau dort legen die Weibchen innerhalb weniger Tage jeweils rund 400 Eier ab. Im matschigen Fruchtfleisch finden die ausgeschlüpften Larven ideale Lebensbedingungen, sodass schon nach wenigen Tagen ganze Schwärme weiterer junger Fliegen um das reife Obst zu finden sind.

Ihr Anblick verdirbt uns nicht nur den Appetit. Fruchtfliegen können auch Fäulnis- und Hefebakterien übertragen und sollten deshalb aus Küche und Speisekammer möglichst verbannt werden. Doch wie wird man die Plagegeister wieder los?

Die vielfach zu hörende Empfehlung, ein mit Essig, Obstsaft und Spülmittel gefülltes Glas offen stehen zu lassen, um die Fruchtfliegen darin zu ertränken, ist keine gute Idee. Denn genau damit werden die kleinen Insekten erst in die Küche gelockt. Die einzige wirkungsvolle Maßnahme ist, den unbeliebten Insekten die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Lassen Sie deshalb in den warmen Sommermonaten keine Früchte und Säfte offen herumliegen bzw. -stehen, sondern lagern Sie diese gut verschlossen und verpackt. Leergetrunkene Saftgläser sollten möglichst gleich gespült werden. Entfernen Sie Abfälle sofort, reinigen Sie die Behälter gründlich und sorgen Sie auch für saubere Arbeitsflächen.

Nicht nur Fruchtfliegen, auch andere Vorratsschädlinge sind im Sommer häufig anzutreffen. So kann sich zum Beispiel die Dörrobstmotte bei warmen Temperaturen besonders schnell vermehren. Der dämmerungsaktive Kleinschmetterling hat es, wie der Name vermuten lässt, auf Trockenobst, Nüsse, Schokolade und Getreide aller Art abgesehen und legt gerne in Ecken und Spalten in der Nähe von Lebensmitteln seine Eier ab. Die geschlüpften Larven können im schlimmsten Fall ganze Vorratsschränke befallen. Wer umherfliegende Falter in seiner Küche entdeckt, sollte Ausschau nach verpuppten Larven halten und auch diese so rasch wie möglich entfernen. / Beate Ebbers, www.aid.de

Entnommen aus dem neuen Standardwerk:

„Lebensmittelhygiene – Praxishandbuch zur Lebensmittellagerung im Haushalt“
aid-Broschüre, 108 Seiten, Bestell-Nr. 61-3922, ISBN/EAN: 978-3-8308-1079-7,  www.aid-medienshop.de

 

Förderung zur Erforschung von allergischem Asthma

520.000 Euro für Untersuchungen zu zellulären und molekularen Mechanismen des Allergens der Hausstaubmilbe am Institut für Systemische Entzündungsforschung der Universität zu Lübeck

Das allergische Asthma hat in Industrienationen mittlerweile epidemische Ausmaße angenommen und betrifft weltweit geschätzt 300 Millionen Menschen, von denen 250.000 im Jahr versterben. Eine Zunahme um weitere 100 Millionen wird bis 2025 erwartet.

Hausstaubmilben bzw. ihre Exkremente sind ein häufiges Allergen. Die Inhalation führt bei Menschen mit einer genetischen Disposition zu einem asthmatischen Phänotyp mit bronchialer Hyperreaktivität, starker Atemwegsentzündung und vermehrter Schleimproduktion. Es ist mittlerweile durch vielfältige Studien belegt, dass das allergische Asthma durch eine übersteigerte Reaktion des erworbenen Immunsystems ausgelöst wird, bei der sogenannten T-Helferzellen eine entscheidende Bedeutung zukommt.

Prof. Dr. Jörg Köhl / Foto: Universität Lübeck
Prof. Dr. Jörg Köhl / Foto: Universität Lübeck

Diese Zellen akkumulieren in großer Zahl in der Lunge und schütten in großen Mengen Botenstoffe aus, die zum einen Entzündungszellen des angeborenen Immunsystems anlocken und zum anderen die Produktion von Allergen-spezifischen Antikörpern induzieren über die weitere Zellpopulationen aktiviert werden, so dass am Ende eine massive Entzündungsreaktion im Lungengewebe stattfindet. Unklar ist zurzeit zum einen, warum Exkremente der Hausstaubmilbe, Gräserpollen o.ä. in bestimmten Individuen das Immunsystem derart aktivieren, dass eine chronische Entzündungsreaktion entsteht.

In einem experimentellen Hausstaubmilben-Modell untersucht die Arbeitsgruppe um Prof. Jörg Köhl im Institut für Systemische Entzündungsforschung (ISEF), wie und in welchem Umfang die Lunge auf den Kontakt mit Allergenen mit einer bronchialen Hpyerreaktivität reagiert. „Zum einen untersuchen wir am lebenden und beatmeten Tier direkt, wie sich die Allergie auf die Lunge auswirkt. Zum anderen können wir ein phänotypisches und funktionelles Bild der verschiedenen Lungenzellpopulationen von diesen Tieren erstellen und dieses zur zuvor gemessenen Lungenfunktion in Beziehung setzen“ erklärt Köhl.

Für diese weitergehenden Untersuchungen werden zunächst die unterschiedlichen Zellpopulationen, wie z.B. Alveolar-Epithelzellen, Makrophagen oder Dendritische Zellen (DZ) aus der Lunge mit Hilfe eines Hochleistungs-Zellsorters  isoliert und dann verschiedenen Funktionstests unterzogen. Darüber hinaus werden z.B. so isolierte DZ ex vivo mit Allergenen beladen und adoptiv in die Lunge anderer Tiere transferiert, um zu prüfen, ob und in welchem Umfang verschiedene DZ Populationen Asthma induzieren.

Im Fokus der Untersuchung stehen insbesondere Fragen zur Bedeutung des Komplementsystems für die Entwicklung des allergischen Asthmas. Dieses System ist eine wichtige Komponente des angeborenen Immunsystems und spielt primär eine wichtige Rolle als erste Verteidigungslinie des körpereigenen Abwehrsystems. Die aktuellen Befunde zeigen, dass bestimmte Moleküle des Komplementsystems bei der Allergen-Sensibilisierung eine entscheidende Rolle spielen. Hierbei kommt der Aktivierung von Komplement-Rezeptoren auf DZ der Lunge möglicherweise eine ausschlaggebende Bedeutung zu.

Ziel der Arbeiten ist es, die zellulären und molekularen Mechanismen aufzuklären, über die das Komplementsystem zur fehlgeleiteten Immunantwort auf Allergene führt, und daraus neue Ansätze zur Asthma-Therapie zu entwickeln. Die Arbeiten wurden von 2009-2014 im Rahmen des SFB/Transregios 22 gefördert und werden nun von der DFG für weitere drei Jahre bis 2017 mit 520.000 Euro unterstützt (KO 1245 / 4-1).

Text: www.uni-luebeck.de

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