Mehr Eiweiß mit Linsen: Mischanbau im ökologischen Landbau

Werden Sommergerste oder Sommerweizen zusammen mit Linsen angebaut, nimmt der Eiweißgehalt im Getreide zu. Fünf Mischungsverhältnisse hat die Versuchsstation für Ökologischen Landbau Kleinhohenheim in den Versuchsjahren 2009 und 2010 untersucht (100:0, 75:25, 50:50, 25:75 und 0:100). Je höher der Linsenanteil in der Mischung war, desto mehr nahm der Rohproteingehalt im Getreidekorn zu.

Während in Reinsaat beim Weizen der Rohproteingehalt bei 10,3 Prozent lag, stieg er in Mischsaat mit 75 Prozent Linsenanteil auf bis zu 15,1 Prozent. Bei Gerste wurden ohne Linsen 13,7 Prozent und mit Linsenanteil 15,8 Prozent Rohproteingehalt erreicht. Der Rohproteingehalt der Linsen blieb bei allen Mischungspartnern und in allen Mischungsverhältnissen gleich hoch. Der Mischanbau kann für ökologisch wirtschaftende Betriebe eine geeignete Möglichkeit sein, den Proteingehalt von Weizen und Gerste zu erhöhen und gute Back- bzw. Futterqualitäten zu erzeugen. Über die Versuchsergebnisse berichtete ausführlich das Journal für Kulturpflanzen.

Renate Kessen, www.aid.de

Geeichte Warmwasser- und Heizwärmezähler künftig Pflicht

Für eine korrekte Abrechnung der Betriebskosten müssen Vermieter bis spätestens 1. Januar 2014 geeichte Warmwasserzähler und Heizwärmemessgeräte verwenden. So schreibt es die Heizkostenverordnung vor. Alte Warmwasserzähler, die bereits seit dem 1. Januar 1987 laufen, müssen bis zum 31. Dezember 2013 ausgetauscht sein. Verdunstungsröhrchen an Heizkörpern, die vor dem 1. Juli 1981 in Betrieb waren, um den Verbrauch an Heizwärme zu erfassen, muss der Vermieter ebenfalls bis zum Jahreswechsel durch geeichte Heizwärmezähler ersetzt haben.

Denn die Messdaten alter Geräte dürfen ab 1. Januar 2014 nicht mehr für die Jahresabrechnung verwendet werden. Wurde der Austausch gegen die geeichten Warmwasserzähler oder Heizwärme-Verbrauchsmesser verpasst, darf der Mieter die auf ihn anfallenden Kosten für Warmwasser und Heizung pauschal um 15 Prozent kürzen – aber nur für den Anteil, der nicht gemäß der Verordnung erfasst wurde.

Vor der Kürzung der Verbrauchskosten sollten sich Mieter aber zum Beispiel bei Energieberatern erkundigen, ob die Messgeräte tatsächlich nicht den aktuellen Anforderungen der Verordnung entsprechen.

Quelle: Verbraucherzentrale NRW

Bei HIV-Infektion eine Stammapotheke nutzen

Menschen mit einer HIV-Infektion sollten das intensive Beratungsangebot einer Stammapotheke nutzen. „Die medikamentöse Behandlung von HIV ist anspruchsvoll. Das gilt wegen vieler möglicher Wechselwirkungen auch für Erkrankungen, die unabhängig von der Infektion bei HIV-Patienten medikamentös behandelt werden. Apotheker können ihre Patienten nur dann umfassend beraten, wenn sie alle individuell eingenommen Medikamente kennen – egal ob vom Arzt verschrieben oder aus der Selbstmedikation“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. In Deutschland leben rund 78.000 HIV-Infizierte, davon werden 50.000 medikamentös behandelt.

Gegen HIV-Infektionen werden immer mehrere Medikamente eingesetzt, da die Kombination die Vermehrung der Viren an verschiedenen Stellen hemmt. Eine Heilung ist nicht möglich. HIV-Patienten müssen also für den Rest ihres Lebens mehrere Tabletten täglich schlucken. Werden die Medikamente nicht immer zuverlässig eingenommen, können Resistenzen entstehen. Diese machen die HIV-Medikation dauerhaft unwirksam. „Studien zeigen: Apotheker können im Alltag entscheidend dazu beitragen, dass ein Patient die vom Arzt gewählte Therapie versteht und konsequent befolgt“, sagt Schmidt.

Bei den gegen HIV-Infektionen eingesetzten Wirkstoffen sind viele Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich. In der Kombination mit rezeptpflichtigen Potenzmitteln können einige HIV-Medikamente zu einem lebensbedrohlichem Blutdruckabfall führen. Auch Wechselwirkungen mit rezeptfreien Medikamenten können den Erfolg der antiviralen Therapie gefährden. Rezeptfreie Antidepressiva mit Johanniskraut dürfen nicht zusammen mit verschiedenen HIV-Medikamenten eingenommen werden, da sonst deren Wirkung gemindert ist. Schmidt: „Rezeptfrei heißt nicht harmlos. Wer HIV-positiv ist, sollte sich vor der Einnahme von rezeptfreien Medikamenten deshalb vom Apotheker beraten lassen.“

Die Krankheit HIV ist nach wie vor tabuisiert. Schmidt: „Patienten können sich darauf verlassen, dass sie in ihrer Stammapotheke diskret beraten werden. Diese chronisch kranken Patienten werden vom Apotheker intensiv begleitet. Das Motto des diesjährigen Welt-AIDS-Tags ‚Positiv zusammen leben‘ ist für uns Apotheker gelebte Realität.“ Für heikle Fragen oder bei der Erstverordnung nutzen viele Apotheken separate Beratungsräume.

www.abda.de

Tipps zum Advent: Advent – ein Lichtlein brennt

Im Advent genießen die meisten Menschen ihre Zeit zuhause. Festliche Beleuchtung, behaglich geheizte Wohnzimmer und selbstgebackene Plätzchen dürfen dabei nicht fehlen. Sie sorgen aber nicht nur für vorweihnachtliche Stimmung, sondern auch für einen steigenden Energieverbrauch. Gemäß Berechnungen der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) gehen rund zwei Prozent des gesamten Stromverbrauchs im Dezember auf das Konto der privaten und öffentlichen Weihnachtsbeleuchtungen. Zum Vergleich: So viel Strom verbrauchen 25.000 Vierpersonenhaushalte pro Jahr.

„Im Advent haben nicht nur Spielwarengeschäfte und Versandhäuser Hochkonjunktur, auch die Strom- und Gaszähler drehen noch ein paar Extrarunden“, erläutert Dr. Elisabeth Benecke, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Hessen. Damit die vorweihnachtliche Freude nicht später durch hohe Energierechnungen getrübt wird, hat die Expertin Tipps zusammengestellt, mit denen sich auch in der Vorweihnachtszeit der Energieverbrauch wirksam begrenzen lässt:

Weihnachtsbeleuchtung: Für Lichterschmuck, der die ganze Adventszeit hindurch brennt, lohnen sich LED-Lampen. Sie sparen nicht nur bis zu 90 Prozent Strom gegenüber herkömmlichen Glühlampen, sondern haben auch noch eine besonders lange Lebenszeit von bis zu 25.000 Stunden.

Kochen und Backen: Egal ob Plätzchen oder Weihnachtsgans – das Vorheizen des Backofens ist für die meisten Gerichte überflüssig. Bevor die warmen Speisen nach dem Essen in den Kühlschrank gegeben werden, sollten sie erst vollständig abkühlen. Die Reste vom Weihnachtsbraten lassen sich dann am nächsten Tag in der Mikrowelle schnell und besonders energiesparend erwärmen. Das Wasser für Tee oder Kaffee wird am besten im Wasserkocher erhitzt.

Geschenke: Unterhaltungselektronik steht Jahr für Jahr ganz weit vorne auf den Wunschzetteln. Wer dem Beschenkten und dessen Stromrechnung langfristig etwas Gutes tun will, achtet beim Einkauf auch auf den Energieverbrauch. Informationen dazu liefert das Energielabel.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (Stand: 27.11.2013)

Link:
Advent – Bücher und andere Produkte

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