Spätestens jetzt im Oktober müssen wir uns damit abfinden, dass die Wintersaison auch für unser Fahrzeug begonnen hat. Und das bedeutet: Winterfestmachung. Viele Handgriffe können dabei bereits in Eigenregie erledigt werden.
Solarenergie: Hagelschlagtest für Solarkollektoren und Photovoltaik
Der weltweit führende Prüfdienstleister der Solarbranche TÜV Rheinland bietet im Kölner Testzentrum einen verschärften Hagelschlagtest für Solarkollektoren und Photovoltaik-Module. Der neue Teststand ist bereits von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) unabhängig anerkannt. So können Photovoltaik-Module ab sofort auch bei einer Geschwindigkeit von 27,2 Metern pro Sekunde mit 35 Millimeter großen Hagelkörnern gemäß IEC 61215 beschossen werden. Wie bisher bieten die Experten den Test mit Hagelkörnern bei 25 Millimeter (23 m/s Geschwindigkeit) an. Im Vergleich zu dieser Prüfung haben die 35 Millimeter großen Körner rund die dreifache Masse und entwickeln nahezu die vierfache Bewegungsenergie.
Durch Hagelstürme verursachte Schäden an Solaranlagen in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen
Jörg Althaus, Geschäftsfeldleiter Solarenergie bei TÜV Rheinland, begründet die Erweiterung des Testspektrums: „Versicherer und Projektierer bestehen zu Recht zunehmend auf den schärferen Tests, denn die durch Hagelstürme verursachten Schäden an Solaranlagen sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen.“ In Deutschland gehört Hagel zu den teuersten Schadensursachen bei Solaranlagen. Einmal mehr waren bei schweren Unwettern in diesem Jahr hierbei neben Photovoltaik-Anlagen insbesondere Vakuumröhrenkollektoren betroffen. Auch in der Schweiz haben sich nach Angaben der Versicherer die großen Hagelschäden in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich gehäuft.
Um die steigenden Kosten für die Schadenregulierung aufzufangen, fordern die schweizerischen Versicherungen deshalb beispielsweise für Photovoltaik-Module und Solarkollektoren eine härtere Hagelprüfung der so genannten Hagelwiderstandsklasse 3: Nach den Testverfahren von TÜV Rheinland erfüllen die erfolgreich geprüften Solarkollektoren und Photovoltaik-Module die Hagelwiderstandsklasse 2 (Test mit 25 Millimeter) oder 3 (35 Millimeter). Denn für Photovoltaik-Module sehen die anerkannten Vorschriften der schweizerischen Kantonalen Feuerversicherungen in der Klasse 3 einen Hagelbeschuss mit mindestens 30 Millimeter Durchmesser vor bei einer Aufprallenergie von 3,5 Joule. TÜV Rheinland erreicht mit der 35-Millimeter-Kugel mehr als die doppelte Energie.
Analog gelten die Hagelwiderstandsklassen auch für Solarkollektoren. Da die normativen Prüfgrundlagen für solarthermische Kollektoren in ihrer derzeit gültigen Fassung jedoch hauptsächlich Flachkollektoren berücksichtigen und Vakuumröhrenkollektoren dort nicht beschrieben sind, hat die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen in der Schweiz ferner die spezielle Prüfbestimmung Nr. 19 erarbeitet. In dieser sind Beschussort und Beschusswinkel präzise beschrieben sowie darüber hinaus, wie die Kollektoren einzugruppieren sind und wie beispielsweise bei Kunststoffmaterialien eine Voralterung zu erfolgen hat. Vakuumröhrenkollektoren müssen beispielsweise neben dem Bereich der Glasröhre nahe dem Sammlergehäuse auch im gegenüberliegenden Bereich beschossen werden. Darüber hinaus müssen offensichtliche Schwachstellen zusätzlich jeweils mit fünf weiteren Eiskugeln beschossen werden. Auch dieses Testverfahren bietet TÜV Rheinland an.
TÜV Rheinland erweitert Angebot an speziellen Belastungstests für Solarsysteme
Die ersten Röhrenkollektoren haben bereits die Prüfung nach Hagelklasse 3 bei TÜV Rheinland durchlaufen. „Gewiss ist die Schweiz mit den erhöhten Anforderungen ein Vorreiter. Es gibt jedoch Anzeichen, dass die Marktentwicklung in auch in anderen Ländern weiter in diese Richtung verschärfter Hagelschlagtests geht“, so Althaus.
Mit der neuen Prüfung erweitert TÜV Rheinland sein Angebot an speziellen Belastungstests für Solarsysteme weiter. Zuletzt hatte der unabhängige Prüfdienstleister einen neuen Teststand zur Bestimmung der Widerstandsfähigkeit von dachintegrierten Photovoltaik-Systemen (BIPV) gegen Schlagregen in Betrieb genommen. Seit 2013 bietet TÜV Rheinland zudem ein weltweit einzigartiges Testprogramm, bei dem die Belastung von Photovoltaik-Systemen auf Schrägdächern durch Schnee realitätsnah simuliert werden kann. Relevant ist dies insbesondere in schneereichen Regionen. Die auf schrägen Flächen entstehenden, inhomogenen Schneelasten können für Module – insbesondere Glas und Rahmen – sowie Befestigungssysteme getestet werden. Eine wichtige Ergänzung der herkömmlichen horizontalen Belastungstests, wie sie die IEC 61215 vorgibt.
TÜV Rheinland ist international führender Prüfdienstleister für die Solarbranche. Bereits 1985 hat das Unternehmen im Labormaßstab mit der technischen Prüfung von Solarkomponenten begonnen. Das Expertennetzwerk von TÜV Rheinland für die Solarbranche umfasst heute über 200 Fachleute in acht Laboratorien weltweit. Als Weltmarktführer in der Prüfung und Zertifizierung von Solarsystemen betreibt TÜV Rheinland Testlabore in Bangalore (Indien), Gyeongsan (Korea), Köln (Deutschland), Osaka und Yokohama (Japan), Shanghai (China), Taichung (Taiwan) sowie bei TÜV Rheinland PTL in Tempe (USA). Weltweit gehören weit über 500 Hersteller von Photovoltaik-Produkten zu den Kunden des unabhängigen Prüfdienstleisters TÜV Rheinland. Die Fachleute prüfen nicht nur Module und Komponenten, sondern entwickeln auch neue Testmethoden, arbeiten an Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Nutzung von Sonnenenergie mit und begleiten international den Aufbau von Solarkraftwerken.
Weitere Informationen unter www.tuv.com/pv und www.tuv.com/media-solar im Internet.
Schlag gegen Piraterie – Somalischer Seeräuber filmreif ausgetrickst
Der belgischen Staatsanwaltschaft ist ein Schlag gegen die Schiffspiraterie am Horn von Afrika gelungen: Einer der wichtigsten somalischen Seeräuber sitzt jetzt in Belgien hinter Gittern.
Regionaler Tourismus entwickelt sich positiv
Beim „Tourismustag Münsterland“ trafen sich am 14. Oktober 2013 Experten der Reise- und Tourismusbranche, um über die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region zu beraten. In den Räumlichkeiten des FMO Flughafen Münster/Osnabrück gaben neben Projektmanagern des Münsterland e. V. externe Fachreferenten umfangreiche Einblicke in aktuelle und kurz vor dem Abschluss stehende Förderprojekte sowie Trends für die Tourismusdestination Münsterland. Unter dem Motto „Gemeinsam(e) Ziele verfolgen“ stellten die Fachleute die Sachstände zu den touristischen Projekten zur Förderung der Region vor.
Zum Einstieg erläuterte Sabrina Seeler vom Institut für Management und Tourismus die Ergebnisse des Erlebnis.NRW-Projektes „Marktforschung“ für das Münsterland. „Das Reisegebiet Münsterland verzeichnete seit dem Jahr 2004 einen Übernachtungszuwachs von rund 37 Prozent. Deutschland und NRW können für diesen Zeitraum nur eine Verbesserung von 20 Prozent vorweisen“, gab Seeler an. Im Vergleich 2009 zu 2012 haben sich Bekanntheit, Sympathie und Besuchsbereitschaft teils deutlich verbessert.
Der Münsterland e. V. beteiligt sich aktiv an mehreren Ziel2.-Förderprojekten des Landes NRW zur Stärkung der Region, insbesondere der Kernkompetenzen Radfahren und Reiten. Nicht nur die 100 Schlösser Route lockt jährlich Tausende Radfahrer in die abwechslungsreiche Umgebung, auch die 1.000 Kilometer lange Münsterland – Reitroute wächst und erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Die pferdefreundliche Route ist Teil des Projekts „Schritt für Schritt Parklandschaft erleben“. „Rund 800 Kilometer sind bis jetzt bereitbar, im Frühjahr 2014 ist es dann soweit und der letzte Teilabschnitt wird eröffnet“, versprach Marion Pleie, Projektmanagerin „Pferderegion“ des Münsterland e. V. Mit der Münsterland – Reitroute soll ein attraktives Angebot für Reiter aus nah und fern geschaffen und die Betriebe miteinander vernetzt werden. Auch will der Münsterland e.V. mit seinen Projektpartnern mehr Qualität und Service für Reiter und ihre vierbeinigen Begleiter bieten.
Auch für die „Radregion Münsterland“ sind die Aussichten positiv. Kerstin Clev, Projektmanagerin „Marketing und Radregion“ des Münsterland e. V. und Dr. Ralf Kaulen vom Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen aus Aachen gaben die Ergebnisse einer Studie zum Infrastrukturkonzept preis. „Das Münsterland ist eine Region mit Fahrradtradition, aber die Konkurrenz steht schon in den Startlöchern“, warnte Kaulen. „Es gilt, Handlungsbedarfe aufzuzeigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Merkmale wie ein hoher Wiedererkennungswert bei beispielsweise Infotafeln und Schutzhütten seien eine Qualitätsanforderung an die Region.“ Hiermit lasse sich der „gute Gastgeber Münsterland“ kommunizieren und „das viele Gute unter eine Dachmarke stellen“.
Auch Hans-Joachim Gerdemann, Projektreferent Radregion betonte den Stellenwert der Wiedererkennung. „Durch diese können sich die Touristen besser orientieren“, sagte er bei der Vorstellung der Gestaltungsrichtlinien für Informationstafeln. Ein einheitliches Corporate Design sei ein wichtiges Kriterium für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusdestination Münsterland.
Um für Radfahrer und Reiter den Aufenthalt im Münsterland noch komfortabler und besser planbar zu machen, initiierte der Münsterland e. V. mit ausgewählten Kooperationspartnern außerdem das Projekt „Das Kundeninformationssystem (KISS) – Urlaubsplanung leicht gemacht für Radfahrer und Reiter“. Die Vorstellung des Projektsachstandes übernahmen Dr. Andreas Müterthies und Oliver Buck von der EFTAS GmbH. Mit dem Online-Portal für Rad- und Reittouristen können sich diese eine individuelle Tages- und Urlaubsplanung zusammenstellen lassen. „Das flexible System ermöglicht die Verwaltung von Daten in hoher Aktualität und Qualität und lässt sich optimal und einfach in die eigene Webseite einbinden“, erläuterten sie den Gästen des Tourismustags Münsterland.
Michael Kösters, Vorstand des Münsterland e. V. gab abschließend einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. „Wir befinden uns zwar mit unseren Förderprojekten auf der Zielgeraden. Dennoch müssen wir das Geschaffene weiter pflegen und ausbauen, wie etwa die Münsterland-Reitroute oder unser KISS. Die erstellten Konzepte, insbesondere zum Thema Infrastruktur, gilt es nun sukzessive umzusetzen. Dazu bedarf es unbedingt der Bereitstellung der nötigen personellen und finanziellen Ressourcen auf Orts-, Kreis- und Regionsebene.“