Naturschutzgebiet „Bollenberg“ wird angepasst

Wachholderheide Bollenberg, Foto: M. Bußmann
Wachholderheide Bollenberg, Foto: M. Bußmann

Noch bis zum 4. Oktober 2013 können sich alle betroffenen Bürger am Verfahren zur Änderung des Landschaftsplanes Nr. 2 „Balve – Mittleres Hönnetal“ beteiligen. Auf der Homepage des Märkischen Kreises (www.maerkischer-kreis.de) ist es möglich, alle Plan- und Textunterlagen online anzusehen, auszudrucken oder herunterzuladen. Für Erläuterungen und mündliche Eingaben steht während der Dienstzeiten insbesondere Dieter Dirks, Mitarbeiter der Unteren Landschaftsbehörde unter der Rufnummer 02351/966-6365 zur Verfügung. Schriftliche Eingaben richten sich an den Fachdienst Naturschutz und Landschaftspflege – Untere Landschaftsbehörde – des Märkischen Kreises in 58509 Lüdenscheid, Heedfelder Straße 45, oder per e-mail: landschaft@maerkischer-kreis.de.

Hintergrund: „Wachholderheide Bollenberg“

Der Landschaftsplan 2 wurde 1989 als einer der ersten Landschaftspläne im Märkischen Kreis 1989 rechtsverbindlich. Die wesentlichen Änderungen erfolgen – wie zum Teil bereits vorgestellt – in den Gebieten „Hönnetal“, „Balver Wald“ und „Wacholderheide Bollenberg“. Das Naturschutzgebiet Bollenberg besteht aus zwei Teilflächen und steht bereits seit 1955 unter Naturschutz. 1989 ist das Gebiet im Landschaftsplan Balve ebenfalls als Naturschutzgebiet mit zwei Flächen festgesetzt worden. Seit mehr als zehn Jahren ist der mit Wacholderheide bestockte Teil des Naturschutzgebietes auch als europäisches Natura2000-Schutzgebiet also als FFH-Gebiet gemeldet. Hier gibt es den gut ausgebildeten Lebensraumtyp der Wacholder-Bergheide. Mit der zurzeit laufenden Änderung des Landschaftsplanes Balve soll das Naturschutzgebiet „Bollenberg“ um die FFH-Erhaltungsziele erweitert werden; eine flächenmäßige Erweiterung erfolgt nicht.

Die Wacholderheide Bollenberg, in der u. a. Waldeidechse und Schlingnatter leben, liegt in Balve östlich von Langenholthausen bzw. südlich von Mellen und ist Teil des Naturparks „Homert“. Über dem Wasser stauenden Lehm bilden sich stellenweise nasse Senken, die von ausgedehnten Torfmoospolstern bewachsen sind. Viele säulenförmige Wacholder prägen das Bild der Heide. In der Krautschicht wechseln Bestände von Besenheide, Waldbeere, Drahtschmiele und Pfeifengras miteinander ab. Es kommen dort zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten, die nur durch ständig durchgeführte geeignete Pflegemaßnahmen erhalten werden können. Deshalb werden regelmäßig aufkommende Gehölze entfernt und seit 1999 wird die Heide alljährlich mit einer Wanderschafherde beweidet. Zeuge der historischen Weide-Nutzung ist noch heute eine tief und weit ausladend beastete Hudebuche im bachdurchflossenen Buchenbestand am Westrand des Gebietes.

Brückenbauer Berthold Beitz

Das Gemälde von Alexander Dettmar zeigt das Geburtshaus Berthold Beitz in Zemmin.
Das Gemälde von Alexander Dettmar zeigt das Geburtshaus Berthold Beitz in Zemmin.

Am 26. September 2013 wäre Berthold Beitz 100 Jahre alt geworden. Er starb am 30. Juli 2013, nur wenige Wochen vor seinem Geburtstag.

Nach Kriegsausbruch sandten ihn seine Arbeitgeber, die Deutsche Shell, in die polnischen Erdölfelder. Als Rüstungsdirektor sollte er die für die deutsche Kriegswirtschaft so wichtigen Rohölreserven ausbeuten. Nach zwei Stationen kam das Ehepaar Beitz im Juli 1941 in Boryslaw, einem Ort in der heutigen Ukraine, an. Dort wurden sie Zeugen brutaler Pogrome. Von Anfang an entschied sich Beitz für einen menschlichen und würdigen Umgang mit den jüdischen Zwangsarbeitern. Als die Deportationen begannen, versuchte er möglichst viele seiner Arbeiterinnen und Arbeiter als unabkömmlich einzustufen und sie so vor der Verschleppung zu schützen bzw. stellte immer wieder neues Personal ein. So gelang ihm die Rettung einiger Hundert Menschen. Für diese Rettungsaktionen, bei denen das Ehepaar Beitz, auch seine Frau half mit, ihre Freiheit und sogar ihr Leben riskierten, ernannte sie die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu „Gerechten unter den Völkern“.

Das Bild zeigt die Lange Brücke von Stettin, gemalt von Alexander Dettmar. Stettin war eine der frühen beruflichen Stationen von Berthold Beit.
Das Bild zeigt die Lange Brücke von Stettin, gemalt von Alexander Dettmar. Stettin war eine der frühen beruflichen Stationen von Berthold Beit.

Nach Kriegsende lernte Berthold Beitz Alfried Krupp von Bohlen und Halbach kennen und wurde in den 1950er Jahren sein Generalbevollmächtigter. Gemeinsam mit ihm baute er den Krupp-Konzern wieder auf und wandelte nach dem Tod Alfried Krupps das Kruppsche Familienvermögen in eine Stiftung um. Bis zuletzt blieb Beitz ein einflussreicher Industrieller in der Montanindustrie des Ruhrgebiets. Als Testamentsvollstrecker des Krupp-Erbes und Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung hat er während des Niedergangs der Montanindustrie in nunmehr fünf Jahrzehnten den Strukturwandel im Ruhrgebiet wesentlich mitbestimmt und den Umbau zu einer Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion mitbetrieben.

Die Dorfkirche von Zemmin, dem Geburtsort von Berthold Beitz, gemalt von Alexander Dettmar im August 2013
Die Dorfkirche von Zemmin, dem Geburtsort von Berthold Beitz, gemalt von Alexander Dettmar im August 2013

Alexander Dettmar hat in den vergangenen Jahren immer wieder in der pommerschen Heimat von Beitz gemalt. Berthold Beitz fühlte sich dieser Region, insbesondere Greifswald und der dortigen Universität bis zuletzt sehr verbunden. Die Ausstellung legt bei der Auswahl der Bilder daher ihren Fokus auf Pommern. Gezeigt werden unter anderem Ansichten aus Stralsund, Greifswald und Szczecin, dem heute zu Polen gehörenden früheren Stettin, und aus Zemmin, dem Geburtsort von Berthold Beitz. Der Ernst-Berlach-Preisträger Dettmar war vor einem Jahr mit der Idee zu dieser Hommage an das Jüdische Museum Westfalen herangetreten.

Dort stieß die Idee sofort auf Zustimmung, hatte doch das Museum von der Krupp-Stiftung und damit von Berthold Beitz mehrfach Unterstützung erfahren. Zudem ist es für das Museum eine ehrenvolle Aufgabe einen „Gerechten unter den Völkern“ mit dieser Hommage zu würdigen. Nach bisherigen Recherchen scheint es sich bei dieser Hommage auch um die einzige Ausstellung zu Ehren von Berthold Beitz zu seinen 100. Geburtstag zu handeln.

Ergänzt wird die Ausstellung um einige Texttafeln, die das Leben und die Leistungen, vor allem die mutigen Rettungsaktionen, von Berthold Beitz beschreiben. Den Einführungsvortrag hält Dr. Joachim Käppner, der 2010 eine umfangreiche Biografie über Beitz veröffentlicht hat. Käppner ist Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung in München.

Die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Frau Hannelore Kraft würdigt ihrerseits in einem Grußwort zur Ausstellung die Lebensleistung von Berthold Beitz.

Die Ausstellung ist bis zum 19. Januar 2014 zu sehen.

Link: www.jmw-dorsten.de

Pferdekennzeichnung: Mikrochips gut lesbar

Pferde werden traditionell mit Brandzeichen markiert. Eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat gezeigt, dass implantierte Mikrochips als Alternative zum Heißbrand sehr gut zur Identifizierung von Pferden geeignet sind und die Lesbarkeit der Informationen bei Verwendung hochwertiger Scanner gewährleistet ist.

Die Wissenschaftler hatten bei 428 Pferden im Alter von bis zu 16 Jahren die Lesbarkeit von Mikrochips mit verschiedenen Scannern untersucht. Drei verschiedene Lesegeräte wurden getestet. Das hochwertigste Gerät mit einem Filter gegen Störsignale erkannte den Chip an der Halsseite mit dem Implantat zu 100 Prozent und an der gegenüberliegenden Seite immerhin noch zu 90 Prozent. Die beiden anderen Scanner konnten 90 bis 94 Prozent der Chips auf der „richtigen“ Seite und 22 bis 27 Prozent auf der „falschen“ Seite korrekt auslesen.

Ob implantierte Mikrochips gesundheitliche Folgen für die Pferde haben, wurde gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule in Hannover untersucht. Gewebeproben von 16 verstorbenen Tieren verschiedener Rassen und unterschiedlichen Alters wurden analysiert. Das Resultat: Die Chips waren sehr gut verträglich und hatten in der Regel keine schädlichen Auswirkungen auf das Gewebe. Demnach wären Mikrochips eine für die Tiere gut verträgliche und verlässliche Kennzeichnungsmethode, wenn hochwertige Scanner verwendet werden, so die Wiener Veterinäre. In vielen Ländern werden Mikrochips bereits eingesetzt.

In Deutschland ist mit dem dritten Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes laut Beschluss des Bundesrates vom 11. Januar 2013 der Heißbrand zur Kennzeichnung von Pferden weiterhin zulässig.

Um die Belastung der Tiere möglichst gering zu halten, werden vom Referat Ethologie und Tierschutz am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg jedoch Verbesserungen beim Schenkelbrand für erforderlich gehalten. Die Tierärztliche Umschau stellte dazu Ergebnisse eines Feldversuchs aus dem Jahr 1997 vor, die bisher nur als Merkblatt für Brennbeauftragte vorlagen. Das CVUA hatte an insgesamt 50 Warmblutfohlen untersucht, wie der Schenkelbrand praktiziert wird und welche Faktoren das Brennergebnis maßgeblich beeinflussen. Faktoren wie Temperatur (im Mittel 657 Grad Celsius), Andruckstärke (8,6 kg Druck) und Andruckzeit des Brenneisens (0,63 Sekunden) sowie Alter, Hautfaltendicke, Herzfrequenz und Verhalten der Tiere wurden berücksichtigt.

Das Alter und die Hautfaltendicke spielen eine große Rolle für die Belastung des Tieres und das Brennergebnis. Wenn die Fohlen jung sind beziehungsweise die Haut zu dünn ist, reagieren sie stärker und länger auf den Schenkelbrand und zeigen eine höhere Herzfrequenz als ältere Tiere. Daher sollten Fohlen erst ab einem Alter von drei Monaten gebrannt werden.

Andruckstärke und Andruckzeit standen mit der Lesbarkeit der aufgebrannten Symbole in Zusammenhang. Nach einem Jahr waren nur 52 Prozent der Nummernbrandzeichen noch vollständig zu erkennen.

Die Andruckzeit wird nicht nur vom Brennmeister, sondern auch vom Fohlen bestimmt, das dem Schmerz ausweicht. Ab dem Jahr 2019 sollen die Tiere beim Brennen betäubt werden. Das ist laut CVUA allerdings äußerst kritisch zu sehen, denn es sei damit zu rechnen, dass zahlreiche zu starke Verbrennungen auftreten. Ob selbst bei optimalen Bedingungen die Lesbarkeit der Brandzeichen auf über mehr als 52 Prozent wesentlich erhöht werden könne, bleibe fraglich. (Heike Kreutz, www.aid.de)

Weitere Informationen:

Veterinärmedizinische Universität Wien, www.vetmeduni.ac.at/de/infoservice/news

Flensburg braucht dein „LIKE“!

4. Platz: Foto "Hafen im Nebel " von Volker Klau
4. Platz: Foto „Hafen im Nebel “ von Volker Klau

Die Stadt Flensburg ruft alle Flensburgerinnen und Flensburger dazu auf, sich für ihre Stadt einzusetzen, indem sie den 4 Sieger-Fotos des Flensburger Fotowettbewerbs in der Zeit vom 01.10.-31.10. beim bundesweiten Wettbewerb für Städte auf der Facebook-Seite von „Active-City“ ein „Gefällt mir“ geben. Denn nur wenn alle mitmachen, kann es gelingen, Flensburg zu überregionalem Hochglanz u.a. auf einem Monatsblatt im Städtekalender zu verhelfen.

1. Platz: Foto "Gewitter" von Isabel Petzold - Gewitter
1. Platz: Foto „Gewitter“ von Isabel Petzold – Gewitter

Zahlreiche Hobby- und Profifotografen haben ihre Flensburg-Bilder zum Foto-Wettbewerb „Ist Flensburg die Schönste im ganzen Land?“ eingereicht. Bei diesem Flensburger Wettbewerb, der gleichzeitig Vorentscheid für den bundesweiten Wettbewerb für Städte ist, hat die Jury aus Flensburger Internetnutzern in der nun beendeten Voting-Phase ihre vier Sieger-Fotos gewählt, die sich damit für die finale Runde 3 qualifiziert haben:

1. Platz: Foto „Gewitter“ von Isabel Petzold – Gewitter
2. Platz: Foto „Hof Johannsen Rum“ von Platz Dirk Rolle
3. Platz: Foto „Hafen-Westseite von“ Martha Gloyer
4. Platz: Foto „Hafen im Nebel “ von Volker Klau

4. Platz: Foto "Hafen im Nebel " von Volker Klau
4. Platz: Foto „Hafen im Nebel “ von Volker Klau

Die Fotos werden im Monat Oktober neben anderen Städtefotos auf der Facebook-Seite von Active-City zu sehen sein. Alle, die sich an dieser finalen Voting-Runde beteiligen, können dabei Folgendes gewinnen:

1. Preis: Digitalkamera Rollei, Compactline 412, 12 Megapixel
2. Preis: Harry Potter, Die Jahre 1-6, 6-Disc DVD Set
3. Preis: Herr der Ringe, Die Spielfilm Triologie
4. Preis: Loriot, Die vollständige Fernseh-Edition.

3. Platz: Foto "Hafen-Westseite von" Martha Gloyer
3. Platz: Foto „Hafen-Westseite von“ Martha Gloyer
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

… wissen, was grade angesagt ist

Translate »