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Alfred Kornemann liest aus Erzählungen von Doris Dörrie

Lippstadt. Die in Hannover geborene Arzttochter Doris Dörrie, die ein Schauspiel- und Filmstudium teilweise in Amerika absolvierte, drehte zunächst Dokumentarfilme. Mit „Mitten ins Herz“ lieferte sie den deutschen Beitrag zum Filmfestival in Venedig. Ihren Publikumserfolg hatte sie mit dem Film „Männer“.

Alfred Kornemann liest aus Erzählungen von Doris Dörrie. Foto: Stadt Lippstadt
Alfred Kornemann liest aus Erzählungen von Doris Dörrie. Foto: Stadt Lippstadt

Weniger bekannt war, dass sie schon seit 1987 Kurzgeschichte und Erzählungen geschrieben hat, die teilweise Grundlage ihres Filmschaffens wurden. Schließlich aber erschrieb sie sich immer mehr mit ihren Geschichten die Anerkennung der Literaturkritik und der Leserschaft. Ihre Stoffe dazu bezieht sie aus der Alltagsnormalität, aus Problemen menschlicher Existenz, die sie mit fast distanzierter Selbstverständlichkeit betrachtet, sodass sich der Leser den Inhalten durchaus nahe fühlt.

Eine ihrer bekanntesten Erzählsammlungen wurde „Bin ich schön?“. Aus dieser Reihe von Erzählungen liest Alfred Kornemann am Sonntag, 6. Juli 2014 um 11 Uhr in der Reihe „Wort am Sonntag“ im Stadtmuseum und beendet damit die Reihe der Lesungen des ersten Halbjahres 2014. Ab September 2014 wird die Reihe fortgesetzt.

Termin: Sonntag, 6. Juli 2014, 11 Uhr

Text: Stadt Lippstadt

 

Nutztierhaltung und Ernährungssicherung: Mehr Effizienz als Herausforderung

Werden wir uns künftig von Insekten ernähren müssen, um uns mit tierischem Eiweiß zu versorgen? Und wie muss künftig Nutztierhaltung betrieben werden, damit die Nachfrage gedeckt werden kann? Im Rahmen der 25. Hülsenberger Gespräche gab Professor Dr. Manfred Schwerin einen Überblick über die zukünftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Nutztierzucht und -haltung. Der Wissenschaftler vom Dummerstorfer Leibniz-Institut für Nutztierbiologie lenkte den Blick zunächst auf die Rahmenbedingungen, unter denen heutzutage Tierhaltung betrieben wird.

Die hochproduktive Nutztierhaltung der Industrieländer wird auch künftig einen großen Anteil daran haben, die weltweit zu erwartende steigende Nachfrage nach tierischen Nahrungsmitteln zu decken. Diese Produktion vollzieht sich jedoch in einer gesellschaftlichen Umgebung, die der Nutztierhaltung zunehmend skeptisch gegenüber steht. Das äußert sich sowohl in Veränderungen der Konsumgewohnheiten als auch in restriktiven Anpassungen der Vorschriften, Verordnungen und Gesetze. Vor diesem Hintergrund besteht die Herausforderung des Sektors darin, Instrumente zu entwickeln, die ein nachhaltiges Wirtschaften als Leitmotiv ermöglichen und sichern.

Im Vordergrund steht der effiziente Umgang mit den knapper werdenden natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser, Energie und anderen Rohstoffen. Bei der Tierproduktion muss sich dieser Ansatz nicht nur auf die Haltung von Tieren, sondern auch auf den Anbau und die Verarbeitung der Futtergrundlagen beziehen. Zur ressourceneffizienten Erhöhung der Flächenproduktivität in der Tierhaltung sei es notwendig, sowohl einen höheren Flächenertrag bei der Futterproduktion als auch eine ressourcenschonende Leistungssteigerung in der Tierproduktion zu erreichen, so Schwerin. Hierfür sei auch das Sektorübergreifende Zusammenführen innovativer Konzepte aus verschiedenen Forschungsdisziplinen notwendig. Weiterhin verwies Schwerin auf die „sehr hohen Verluste“ entlang der Wertschöpfungskette „Futterbau – Nutztierhaltung – Ernährungsindustrie – Reststoffverwertung“. Auch hier besteht nach Ansicht des Wissenschaftlers ein großes Potenzial der Ressourcenschonung.

Dennoch dürften die möglichen Effizienzsteigerungen nicht ausreichen, um die wachsende Nachfrage zu bedienen. Insofern werden innovative Ansätze in der Tierhaltung notwendig werden, so zum Beispiel zur Vermeidung der Flächenkonkurrenz. Hier bietet die Aquakultur als am schnellsten wachsender Nahrungsmittel produzierender Sektor interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Daneben besitzen auch bisher nicht oder zu wenig genutzte Tierarten – wie Insekten – ein großes Potenzial für die Ernährungssicherung der Menschen und die Futterversorgung der Tiere. Diese Alternative wird nach Ansicht des Wissenschaftlers aus Dummerstorf bisher noch nicht genügend genutzt.

Dr. Uwe Scheper, www.aid.de

Beats-Kopfhörer: Plagiatsverdacht bei Dr. Dre

Verwunderung beim Kopfhörer-Test der Stiftung Warentest: Ein als Solo HD von Beats gekennzeichneter Kopfhörer für rund 150 Euro fällt durch starke Qualitätsprobleme auf und unterscheidet sich in mehr als 60 Punkten von den anderen eingekauften Exemplaren des gleichen Modells. Der Verdacht: Es könnte sich um eine Fälschung handeln – obwohl die Stiftung Warentest den Kopfhörer in einem deutschen Elektronik-Fachmarkt gekauft hat.

Beim Original (links) ist das „b“-Logo hellrot und die Schrift 2 mm breit. Beim vermutlichen Plagiat (rechts) ist das Rot dunkler und die Schrift 3 mm breit. Foto: Stiftung Warentest
Beim Original (links) ist das „b“-Logo hellrot und die Schrift 2 mm breit. Beim vermutlichen Plagiat (rechts) ist das Rot dunkler und die Schrift 3 mm breit. Foto: Stiftung Warentest

Sowohl per Mail als auch bei einem Besuch vor Ort bestätigen Beats-Mitarbeiter zunächst den Verdacht. Als die Stiftung Warentest eine offizielle schriftliche Bestätigung wünscht, will sich das Unternehmen aber nicht mehr äußern. Erstaunlich – schließlich müsste der Hersteller seine Geräte kennen und bemüht sein, Kunden vor dem Kauf von Fälschungen zu schützen. Sollte es sich um kein Fake handeln, würde das auf schlechte Qualitätskontrollen bei Beats schließen.

Damit Käufer ihren Kopfhörer überprüfen können, zeigt die Stiftung Warentest unter www.test.de/beats ausführlich in Text, Bild und Video, wie sich das mutmaßliche Plagiat vom Original unterscheidet.

Die mögliche Fälschung hätte nach den Prüfkriterien von test die Note „Mangelhaft“ bekommen, wurde aber bei der Bewertung nicht berücksichtigt. Das Original bekam ein „Ausreichend“, vor allem aufgrund von Schwächen im Falltest. Einen rundum „guten“ Kopfhörer gab es im Test schon für rund 50 Euro.

Text: Stiftung Warentest

Maikäfer flieg! – Verschollene Lieder 1914 – 1918

1914 – 2014, in diesem Jahr und insbesondere in diesen Tagen wird allerorten des Beginns des Ersten Weltkrieges, der vielen Millionen Toten und der gesellschaftlich-politischen Folgen dieses Schreckensereignisses für die Entwicklungen im 20. Jahrhundert gedacht. Auch das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg und die evangelisch-lutherische Nordstadtkirchengemeinde erinnern mit einem gemeinsamen Konzert am Freitag, 27. Juni, um 19 Uhr an die Geschehnisse vor 100 Jahren. In der St. Marienkirche in der Alt-Wolfsburger Schloßstraße wird die Bremer Folkgruppe „Die Grenzgänger“ ihr zu diesem Anlass gestaltetes Programm „Maikäfer flieg! Verschollene Lieder 1914-1918“ vorstellen. Der Eintritt kostet 10 Euro bzw. ermäßigt 8 Euro.

Die Grenzgänger Foto: Helena Wuttke
Die Grenzgänger Foto: Helena Wuttke

Die 1988 gegründete Bremer Band „Die Grenzgänger“ widmet sich in ihren Konzeptalben insbesondere vergessenen Liedern zur deutschen Geschichte verschiedener Autoren und Komponisten. So gehörte auch schon Hoffmann von Fallersleben zu den von den „Grenzgängern“ vertonten Dichtern. Viele Auszeichnungen vom Deutschen Folkpreis bis hin zum Preis der deutschen Schallplattenkritik erhielt das Quartett für seine CDs. Und das Deutschlandradio feierte das künstlerische Schaffen der Bremer wie folgt: „Wer so ernste, schwere Themen, so gekonnt und eindringlich interpretiert, gehört zu den großen Ausnahmen im Musikgeschäft.“ Ihr neuestes, siebentes Programm gilt verschollenen Liedern und Texten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges.

Recherchiert wurden diese im Deutschen Volksliedarchiv, das seit diesem April ins Zentrum für populäre Musik und Kultur an der Freiburger Universität integriert ist. Hier werden 3.000 Lieder und 14.0000 Gedichte aus der Zeit zwischen 1914 und 1918 aufbewahrt und wissenschaftlich ausgewertet. 16 davon wählten die Musiker um Frontmann, Gitarrist und Sänger Michael Zachcial aus, entstaubten diese musikalisch und arrangierten sie mit viel Liebe zum Detail neu. So ist auf dem Wolfsburger Konzert wie auf der gleichnamigen, aktuell erscheinenden CD unter anderem die Original-Fassung von „Lili Marleen“ zu hören. Übrigens soll der Komponist Hans Leip diese erste Version 1915 auf einem Zettel geschrieben haben, als er seinen Armeedienst in der Berliner „Maikäfer-Kaserne“ versah. Dem Stadtmuseum Schloss Wolfsburg und der evangelisch-lutherischen Nordstadtkirchengemeinde ist es wichtig, mit diesem Abend dem Gedenken an den Ersten Weltkrieg eine Stimme zu geben.

Text: Pressestelle Stadt Wolfsburg

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