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Klauenpflege und Klauenerkrankungen beim Rind

Klauenerkrankungen rangieren unter den Abgangsursachen in Milchviehbetrieben an dritter Stelle. Der aid-Film „Klauenpflege und Klauenerkrankungen beim Rind“ zeigt ausführlich die fünf Schritte der funktionellen Klauenpflege. Hierbei wird erklärt, wie die Verteilung der Last innerhalb des Klauenpaares und der Einzelklaue bei der Pflege vorgenommen wird. Neben den Arbeitsschritten wird auch auf das notwendige Werkzeug, die Klauenstände und eine korrekte Schutzkleidung eingegangen. Neben den Symptomen der Erkrankungen sind Vorbeugungsmaßnahmen wie saubere und trockene Laufflächen sowie eine wiederkäuergerechte Fütterung und Behandlungsmaßnahmen Gegenstand dieses Filmes. Die Kapitel des Filmes sind einzeln abrufbar. Der Film ist als Neuauflage wieder erhältlich. /www.aid.de

aid-Video auf DVD „Klauenpflege und Klauenerkrankungen beim Rind“
28 Minuten, Bestell-Nr.: 7514, ISBN/EAN: 42 6017908 099 9, www.aid-medienshop.de

Für reinen Wein

Im Wein liegt nicht nur die Wahrheit, sondern auch eine große Anzahl rechtlicher Bestimmungen. Dafür sorgen das deutsche und das EU-Weinrecht, an das sich alle Winzer in Europa halten müssen. Durchblick in diesem spannenden, aber zum Teil auch sehr komplizierten Rechtswerk, bietet seit Jahren das aid-Heft „Das Weinrecht“. Ganz unbürokratisch erklärt das jährlich aktualisierte Heft die wichtigsten Inhalte und Änderungen des geltenden Weinrechts. Kernstück sind die Voraussetzungen für die Gruppeneinteilung der Weine, die amtliche Prüfung der neuen Jahrgänge und das EU-Weinbezeichnungsrecht. Große Übersichtskarten zeigen die Anbaugebiete in Deutschland und Europa. Ein Glossar erklärt alle wichtigen Fachausdrücke. Damit ist auch die aktuelle Auflage ein unentbehrlicher Ratgeber für alle, die beruflich mit Wein verbunden sind. Aber auch Weinliebhabern bietet das Heft viele, nützliche Informationen. /www.aid.de

aid-Heft „Das Weinrecht 2014“, 52 Seiten, 24. Auflage 2014, Bestell-Nr.: 1116, ISBN/EAN: 978-3-8308-1109-1, www.aid-medienshop.de

Deutsches Gelbvieh – Rasse ohne Zukunft

In Deutschland gibt es immer weniger Rinder der Rasse Frankenvieh bzw. Deutsches Gelbvieh. In 2012 wurden noch 2.500 Kühe in Milchleistungsprüfung und noch ca. 500 Herdbuchmutterkühe verzeichnet. Der Gesamtbestand beträgt ca. 3.500 Kühe. 1988 waren es noch ca. 24.000 Kühe in der Milchleistungsprüfung bei einem Gesamtbestand von ca. 45.000 Tieren. Von den ca. 14 bedeutenden Bullenlinien gibt es derzeit nur noch sieben in der Doppelnutzung und nur noch vier in der Fleischrinderhaltung, heißt es in einem Beitrag der Zeitschrift Arche Nova, die von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. herausgegeben wird. Einige Linien sind komplett ausgestorben, bedeutende Seitenzweige mancher Linien kaum noch vertreten. Der stetige Rückgang der Kuhzahlen führt zu einem großen genetischen Verlust.

Die weiter sinkende Zahl an weiblichen Tieren führt dazu, dass es kaum noch möglich ist, die Bullenprüfung und Zuchtwertschätzung für eine größere Zahl an Bullen durchzuführen. Es können nur noch maximal ein bis drei Söhne von den einzelnen Bullenvätern geprüft werden. Qualifiziert sich keiner der Söhne für einen weiteren Zuchteinsatz, nimmt das Risiko zu, dass weitere Bullenlinien aussterben. Auch die Variabilität unter den Bullen sinkt, wenn nur noch wenige Bullen getestet werden können. Unter diesen Bedingungen wird sich die genetische Vielfalt voraussichtlich weiter verengen, so der Autor des Beitrags.

Um die Vielfalt auch künftig zu erhalten, sei es notwendig, mehr Spermaportionen von einer größeren Zahl an Bullen in der Bayerischen Genreserve einzulagern. Außerdem wäre es hilfreich, wenn auch von einer größeren Zahl an Kühen Embryonen eingelagert würden, insbesondere solche von Kühen mit einer ungewöhnlichen Abstammung.
Renate Kessen, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.aid.de/landwirtschaft/biodiversitaet_arche.php
aid-Heft „Rinderrassen“, Bestell-Nr. 1548, www.aid-medienshop.de

Landwirte übernehmen kommunale Aufgaben

Landwirtschaftliche Betriebe übernehmen häufig eigentlich kommunale Aufgaben der Nahversorgung, da sie eng mit ihrer Heimatregion und deren Bewohnern verbunden sind. Das hat eine Studie am Beispiel der Altmark in Sachsen-Anhalt gezeigt, die im Rahmen eines Forschungsprojekts am Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IMAO) durchgeführt wurde. Die Forscher hatten in den Jahren 2011 und 2012 Interviews mit 134 landwirtschaftlichen Betriebsleitern und 137 politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entscheidungsträgern geführt. Das waren zum Beispiel Bürgermeister und Vereinsvertreter. Auch statistische Daten und wissenschaftliche Veröffentlichungen wurden ausgewertet.

In Deutschland sind viele ländliche Räume von sinkenden Geburtenraten und einer Überalterung der Bevölkerung betroffen. Vor allem junge Familien ziehen vom Land in die Stadt. Das führt dazu, dass die regionale Wirtschaftsleistung sinkt. Viele Kommunen können aus diesem Grund gesetzlich vorgeschriebene Aufgaben der technischen, sozialen und kulturellen Nahversorgung nicht mehr gewährleisten. Das schwächt wiederum die Attraktivität der Regionen.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Landwirte Aufgaben der öffentlichen Nahversorgung übernehmen – teilweise sogar unentgeltlich. Sie stellen zum Beispiel Maschinen, Geräte und Personal für die Feuerwehr, Straßenräumdienste oder den Katastrophenschutz zur Verfügung. Einige Agrarbetriebe engagieren sich auch in der Kinder- und Jugendarbeit und überlassen für diese Zwecke Räumlichkeiten und Personal.

Viele Unternehmen sind sogar bereit, ihre Leistung in diesem Bereich zu erhöhen. Diese Aufgaben können sie aber nur solange übernehmen, wie sie wirtschaftlich dazu in der Lage sind und selbst eine Zukunftsperspektive haben. Dafür brauchen sie die Unterstützung der Öffentlichkeit – finanziell, aber auch durch die Schaffung besserer rechtlicher Rahmenbedingungen. So würden sich manche Agrarbetriebe gerne an der Grundversorgung beteiligen, wenn der Versicherungsschutz besser geregelt wäre.
Heike Kreutz, www.aid.de

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