Ab dem 1. Februar 2014 gelten für Taxifahrten im Rhein-Sieg-Kreis neue Tarife. Die neue Tarifordnung sieht einen Anstieg von 20 Cent bei der Grundgebühr sowie um jeweils 10 Cent pro km beim Tag- und Nachttarif vor.
Die Grundgebühr für Taxifahrten beträgt ab dem 1. Februar 2014 somit drei Euro. Der Tagtarif in den Zeiten von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr kostet je gefahrenem Kilometer 1,70 Euro. Der Nachttarif in den Zeiten von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen beträgt 1,80 Euro.
Wer das Taxi bis 5 Minuten warten lässt, bezahlt ein Wartezeitentgelt, wie gehabt, von 26 Euro je Stunde; die berechnete Wartezeit ab der sechsten Minute kostet 30 Euro je Stunde. Der Zuschlag für die Nutzung eines Großraumtaxis wird auf sechs Euro angehoben. Der Zuschlag in Höhe von einem Euro für die Bezahlung der Taxikosten mit Kreditkarte bleibt hingegen gleich.
Grund für die neuen Taxitarife sind im Wesentlichen die Steigerung der zum Teil nicht zu beeinflussenden Unterhaltungs- und Wartungskosten für Kraftfahrzeuge sowie die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Aufgrund dessen entstand bei den Taxiunternehmen ein finanzielles Defizit, welches nunmehr die erneute Anhebung der Tarife rechtfertigt.
Die letzte Anpassung der Tarifordnung war am 1. Februar 2012 in Kraft getreten. Mit ihr wurden seiner Zeit der Tag- sowie Nachtarif um jeweils 5 Cent angehoben.
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und mit ihnen bei vielen die Stimmung. Doch wenn das Stimmungstief länger anhält, hat einen nicht nur der Winter kalt erwischt, sondern auch der sogenannte Winterblues. Fast jedem vierten Deutschen (23 Prozent) schlagen Herbst und Winter aufs Gemüt. Dies zeigt die aktuelle Stressstudie „Bleib locker, Deutschland!“ der Techniker Krankenkasse (TK).
Doch auch das Gegenteil trifft auf knapp jeden Zehnten zu. Laternenumzüge, Adventszeit und Plätzchenbacken – es sind vor allem Eltern, die der grauen Jahreszeit besonders viel abgewinnen können. Von ihnen sagt jeder Sechste sogar, dass er sich im Herbst und Winter besonders wohl fühlt. Außerdem sagt knapp die Hälfte aller Deutschen, dass ihre Stimmung nur wenig von der Jahreszeit oder dem Wetter abhängt. Hier zeigen sich aber deutliche Geschlechterunterschiede.
Vom Winterblues besonders betroffen sind Frauen. Jeder dritten Frau macht das zu schaffen, wohingegen es unter den Männern nur jeder Sechste ist. Und die Studie zeigt auch: Wer auf dem Land lebt, leidet in der grauen Jahreszeit mehr als ein Großstädter. Sind die Menschen zudem im Stress, werden sie dünnhäutiger und auch anfälliger für den Winterblues. So sagt jeder Fünfte, dass die dunkle Jahreszeit ihm dann auf die Stimmung schlägt, wenn er ohnehin schon gestresst ist.
Verantwortlich für die triste Stimmung ist vor allem der Lichtmangel. Zum einen produziert der Körper dadurch vermehrt das müde machende Schlafhormon Melatonin. Zum anderen werden weniger Serotonin und Endorphine ausgeschüttet. Und diese Botenstoffe haben eine gewichtigen Einfluss: Sie wirken stimmungsaufhellend auf die Menschen. Wenn sie fehlen, fühlen sich die Betroffenen häufig antriebslos.
„Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man möglichst oft und unabhängig vom Wetter an die frische Luft gehen“, empfiehlt York Scheller von der TK. „Selbst wenn Wolken am Himmel sind, lohnt sich der Schritt vor die Haustür, um das Licht über die Netzhaut im Auge aufzunehmen.“ Denn erst dadurch wird die Hormonproduktion angekurbelt. Aus diesem Grund helfen auch Solarien nicht weiter, da dieses Licht für die Augen eher schädlich ist.
Wenn man dann noch ein wenig auf seine Ernährung achtet, ist man schon gut gerüstet. Hier hilft es, insbesondere auf eine magnesiumreiche Kost zu achten. Gute Mineralstoff-Lieferanten hierfür sind beispielsweise grünes Gemüse wie Mangold, Spinat oder Feldsalat sowie Trockenfrüchte, Bananen, Reis, Sonnenblumenkerne und sogar Mandeln. Denn Magnesium hilft dem vegetativen Nervensystem und gilt als Schutzfaktor gegen Stress.
Mehr als 2,5 Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig. Etwa zwei Drittel von ihnen werden ausschließlich von den eigenen Angehörigen zu Hause versorgt – eine Aufgabe, die viele Pflegende stark unter Druck setzt. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Danach sind fast sieben von zehn pflegenden Angehörigen gestresst. Fast 40 Prozent stehen sogar unter Dauerdruck – und sind damit fast doppelt so stark belastet wie der Bevölkerungsdurchschnitt (20 Prozent). Vier von zehn geben zudem an, dass sie sich ausgebrannt fühlen – gegenüber knapp drei von zehn der Befragten insgesamt.
Zudem schlaucht die Doppelbelastung durch Beruf und Pflege. Fast sechs von zehn pflegenden Angehörigen (58 Prozent) sagen, dass sie sich durch ihre berufliche Tätigkeit oft abgearbeitet und verbraucht fühlen. Damit liegen sie ebenfalls weit über dem Durchschnitt von 40 Prozent. Sie leiden am Arbeitsplatz zudem überdurchschnittlich oft unter einem zu großen Arbeitspensum (75 Prozent gegenüber 65 Prozent der Berufstätigen insgesamt) und Termindruck (78 Prozent gegenüber 62).
Gerade Pflegenden fällt es außerdem oft schwer, die richtige Work-Life-Balance zu finden. Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) gibt an, dass Freunde und Familie wegen des Berufs oft zu kurz kommen. Im Bundesdurchschnitt empfindet das nur jeder Dritte (34 Prozent). Auf der anderen Seite fehlt Pflegenden dadurch eine wichtige Möglichkeit um aufzutanken. So sagt nur jeder Zweite, er könne Energie aus seinem Privatleben ziehen – gegenüber sieben von zehn Menschen im Bevölkerungsschnitt.
Die Pflegesituation geht auch mit einer schlechteren Gesundheitsbilanz einher. Zwei Drittel der Pflegenden geben an, dass sie unter Rückenschmerzen leiden (66 Prozent gegenüber 58 Prozent im Bundesschnitt). Fast jeder Zweite kämpft zudem mit Schlafstörungen (46 gegenüber 32 Prozent). 41 Prozent fühlen sich nervös und gereizt, verglichen mit durchschnittlich 25 Prozent. Auch niedergedrückte Stimmungen, Atembeschwerden und Angstzustände treten häufiger auf. Jeder Vierte, den die Pflege Angehöriger belastet, gibt zudem an, dass er in den letzten Jahren psychische Erkrankungen wie Burn-out, Depressionen oder Angststörungen hatte.
Die TK-Studie zeigt jedoch auch positive Faktoren auf. So belastet der Job zwar, gibt aber auch Energie. Mehr als drei Viertel der Pflegenden sagen, dass ihnen ihr Beruf Spaß macht und ein wichtiger Teil ihres Lebens ist. Mehr als jeder Vierte gehört außerdem zu den „Kämpfern“, die von sich sagen, dass sie bei Stress erst richtig zu Hochform auflaufen.
„Sich um einen kranken oder alten Angehörigen zu kümmern, ist für viele Betroffene eine Herzensangelegenheit. Unsere Daten zeigen aber auch, dass die Pflege an Nerven und Gesundheit zerrt“ sagt Heiko Schulz, Diplompsychologe bei der TK. „Zu körperlichen Anstrengungen wie Heben oder Tragen und einem hohen Zeitaufwand kommt die ständige Sorge um den Pflegebedürftigen. Viele Angehörige fühlen sich wie in einem Hamsterrad und haben das Gefühl, nur noch zu funktionieren.“ Daher gelte es, ihre positiven gesundheitlichen Ressourcen zu stärken und sie damit zu befähigen, die unvermeidbaren Belastungen auch bewältigen zu können. Schulz: „Schon kleine positive Erlebnisse, bewusst genossen, können einen Ausgleich bilden.“ Wer regelmäßig eine schöne Aktivität mit Freunden oder der Familie, kann neue Kraft schöpfen – und wenn es nur ein kurzer Spaziergang oder ein gemütliches Kaffeetrinken ist. Auch zwischendurch immer wieder einmal bewusst ein paar Minuten abzuschalten und tief durchzuatmen, helfe zu regenerieren.
„Pflegende Angehörige sollten sich auch Unterstützung aus ihrem sozialen Umfeld holen“, rät Schulz. Am Arbeitsplatz erweist es sich in der Regel als hilfreich, Vorgesetzte und Kollegen offen über die private Belastung zu informieren. Auch Auszeiten sind möglich: Steht Urlaub an oder wird der Pflegende selbst krank, übernimmt die Pflegeversicherung für die sogenannte Ersatzpflege für bis zu 28 Tage im Jahr Kosten bis zu 1.550 Euro. Die Pflege kann dabei zu Hause durch Freunde oder einen ambulanten Pflegedienst übernommen werden. Entlastend sind auch individuelle Schulungen oder Kurse, in denen Pflegende Techniken wie rückengerechtes Pflegen und Pflegemethoden erlernen können. Auch der Austausch mit anderen Angehörigen, aber auch mit professionellen Pflegekräften kommt in diesen Kursen nicht zu kurz.
Wissenschaftler der Universität Bonn haben Mutationen identifiziert, die die seltene Dowling-Degos-Krankheit auslösen können. Interessant an diesem Erfolg ist unter anderem die Art und Weise, wie er erzielt wurde: Die Forscher nutzten dazu eine neuartige Methode, die die Suche nach seltenen Gendefekten erheblich vereinfachen kann. Noch vor wenigen Jahren wäre der Fund kaum möglich gewesen. Die Studie ist im renommierten American Journal of Human Genetics erschienen.
Um krank machende Mutationen zu finden, nutzen Forscher normalerweise eine besondere Eigenschaft der Erbanlagen aus: Gene, die auf einem Chromosom in enger Nachbarschaft liegen, werden häufig zusammen vererbt. Ein Beispiel: In einer Familie ist der braunäugige Vater erkrankt, die blauäugige Mutter aber gesund. Die erkrankten Kinder haben allesamt braune Augen. In diesem Fall kann man annehmen, dass die Mutation in der Nähe des Augenfarbe-Gens liegt. Die Forscher können also ganz gezielt in den Erbgut-Regionen um das Augenfarbe-Gen nach Veränderungen suchen.
Prof. Dr. Regina C. Betz hat die Heisenberg-Professur für Dermatogenetik am Institut für Humangenetik der Universität Bonn inne. (c) Foto: Volker Lannert/Uni Bonn
Ein Nachteil der Methode: Sie funktioniert nur in Familien mit vielen Betroffenen. Denn nur dort lässt sich der Ort des mutierten Gens mit ausreichender statistischer Wahrscheinlichkeit bestimmen. Bei sehr seltenen genetischen Erkrankungen kennen die Forscher häufig nicht genügend miteinander verwandte Patienten. Dazu gehört auch die Dowling-Degos-Krankheit. Die Erkrankung äußert sich unter anderem in einer vermehrten Anzahl von Pigmentflecken auf der Haut. Zudem ist die Haut empfindlicher und neigt bei Sonneneinstrahlung und Hitze zu unangenehmen Entzündungen.
Neue Technologie ermöglichte den Fahndungserfolg
Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Regina C. Betz vom Universitätsklinikum Bonn haben inzwischen über 50 betroffene Einzelpersonen und Familien gesammelt. „Damit dürften wir Zugang zu einem der weltweit größten Patientenkollektive haben“, sagt Betz, die am Institut für Humangenetik in Bonn eine Heisenberg-Professur für Dermatogenetik der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bekleidet. Die meisten der Erkrankten sind jedoch nicht miteinander verwandt. Die oben skizzierte Methode ist in diesem Fall also ungeeignet, die zu Grunde liegenden Mutationen aufzuspüren.
Seit einigen Jahren gibt es jedoch eine Alternativmethode, um Erbgut-Defekte zu identifizieren. „Es ist inzwischen möglich, innerhalb von wenigen Wochen die gesamten Gene eines Menschen – das so genannte Exom – zu sequenzieren“, erläutert Prof. Betz. „Früher mussten wir den Ort des defekten Gens zumindest ungefähr kennen, um dann diese Region ganz gezielt unter die Lupe nehmen zu können. Das ist heute nicht mehr nötig.“
Die Forscher haben das Exom von fünf Patienten mit dieser Methode komplett sequenzieren lassen. Im Anschluss haben sie die so gewonnenen Informationen miteinander verglichen. Dabei sind sie auf ein Gen gestoßen, dessen Sequenz bei allen fünf untersuchten Personen von dem gesunder Menschen abwich. Die Erbanlage trägt den Bauplan für ein Enzym namens POGLUT1. Es spielt unter anderem bei der Vermehrung von Haut- und Pigmentzellen eine wichtige Rolle.
„Wir haben dieses Gen auch bei anderen Patienten in unserem Pool sequenziert“, sagt Dr. Buket Basmanav, Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe von Prof. Betz. „Insgesamt weisen 13 Betroffene an dieser Stelle einen Defekt auf. Bei den anderen ist das Gen unauffällig; es sind bei ihnen also Mutationen in anderen Genen für die Krankheit verantwortlich.“ Eine der betroffenen Erbanlagen konnten die Forscher bereits 2006 identifizieren: das Keratin 5-Gen. Rund ein Drittel der Bonner Patienten weisen Mutationen in dieser Erbanlage auf.
Auf lange Sicht könnte die Entdeckung dazu beitragen, die Entstehung von Pigmentierungsstörungen besser zu verstehen. „Unsere Resultate gewähren zudem einen weiteren Einblick in die komplexen Auf- und Umbauprozesse in unserer Haut“, betont Prof. Betz.
Publikation: Mutations in POGLUT1, Encoding Protein O-Glucosyltransferase 1, Cause Autosomal-Dominant Dowling-Degos Disease; The American Journal of Human Genetics, http://dx.doi.org/10.1016/j.ajhg.2013.12.003