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Zusatzbeiträge belasten Versicherte

Den deutschen Beitragszahlern drohen in den kommenden Jahren erhebliche Mehrkosten. Mit ihrem Vorstoß, den Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) die Erhebung fakultative Zusatzbeiträge zu ermöglichen, treibt die Große Koalition nach Ansicht des BDH Bundesverband Rehabilitation die Kostenspirale in der Gesundheitspolitik auf Kosten der Versicherten unnötig an. Experten rechnen mit Zusatzbeiträgen, die durchaus bei 1,5 Prozent liegen könnten und eine zusätzliche, einkommensbezogene Belastung von 17 bis zu 40 Euro im Monat nach sich ziehen.

Die Vorsitzende des Sozialverbandes, Ilse Müller, warnt davor, die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung ausschließlich Beitragszahlern aufzubürden: „Deutschland benötigt vor dem Hintergrund seiner besonderen Demografie einen nachhaltigeren Kurs in der Gesundheitspolitik, der nur gesamtgesellschaftlich geschultert werden kann. Gegenwärtig fahren wir auf Sicht und betreiben eine Medizin nach Kassenlage, was aus unserer Sicht nicht akzeptabel ist. Mit Kürzungen der Bundeszuschüsse verlagert sich die Sparpolitik des Bundes auf die Ebene der Gesundheitsversorgung und blendet so die wachsenden finanziellen und qualitativen Herausforderung der medizinischen Versorgung der alternden Bevölkerung aus.“

Der Bonner Sozialverband plädiert für ein verstärktes Engagement des Bundes zur Förderung von Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation, wie sie in den verbandseigenen Kliniken weiterentwickelt wird. „Wir müssen verstärkt auf Präventionsangebote setzen und das frühzeitige Ausscheiden der Menschen aus dem Erwerbsleben, wo immer es möglich ist, verhindern. Für uns gilt das bewährte Prinzip: Reha vor Rente. Nur so lässt sich das jährliche Defizit in den Kassen dauerhaft reduzieren“, so Müller.

In einem ersten Schritt empfiehlt der BDH die Streichung des Reha-Deckels, der einer ernst gemeinten Verankerung medizinischer Rehabilitation im Wege steht. Allerdings fehlt den Krankenkassen der finanzielle Anreiz zur Finanzierung von Reha-Maßnahmen, weshalb die Verantwortung vielfach an die Pflegeversicherung weitergereicht wird. Dem Schnittstellenproblem könne mit einem finanziellen Ausgleich zwischen Pflege- und Krankenversicherung begegnet werden, der die Aufwendungen der Kassen für Rehabilitationsleistungen kompensiert. Nach Angaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt das jährliche Defizit der Kassen bei vier Milliarden Euro. Sie benötigen erheblich breiteren Spielraum, um das Thema der Rehabilitation gesellschaftlich verankern zu können.

www.bdh-reha.de/

Leonardo DiCaprio: „Ich musste nur high sein“

In Martin Scorceses „The Wolf of Wall Street“ (Kinostart: 16. Januar) spielt Leonardo DiCaprio den kriminellen Börsenmakler Jordan Belfort, der in den neunziger Jahren Millionen anhäufte und schließlich im Gefängnis landete. Eine Rolle, für die der Hollywoodstar mehrere Monate mit dem realen Belfort verbrachte. „Jordan war sehr ehrlich und hat mir von Dingen erzählt, wo ich nur den Kopf schütteln konnte“, erzählt DiCaprio im Gespräch mit der aktuellen TV Movie (Heft 02/2014). „Er war von Geld, Frauen und Drogen besessen. Es ging so weit, dass er stundenlang vor mir auf dem Boden herumtollte, um mir zu zeigen, wie high er manchmal gewesen ist.“

Als Kokain-Ersatz beim Dreh schniefte der Schauspieler so genannte Baby-Vitamine, ein Pulver aus B-12. „Ich weiß nicht, wie viel B-12 das Gehirn vertragen kann, aber wir haben es sicherlich übertrieben“, lacht DiCaprio. „Meine Nase brannte wie verrückt vom Hochziehen.“

Die Versuchungen des Reichtums sind dem Hollywoodstar nicht unbekannt. „Als ich jünger war, habe ich nicht immer die klügsten Entscheidungen getroffen“, sagt der 39-Jährige selbstkritisch. „Ich war ein richtiger Besserwisser, aber aus dieser Phase bin ich zum Glück raus.“

Fitnessstudios: Die teueren Studios sind die besten

Die teureren Trainingsclubs schneiden im Test besser ab als Discountanbieter. Bei der Betreuung der Freizeitsportler hapert es aber auch bei den teuren Fitnessclubs häufig. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, für die sie das Angebot und die Betreuung von sieben überregional vertretenen Fitnessstudio-Anbietern getestet hat.

Mit dem Qualitätsurteil „Gut“ schnitten die Studios von Injoy und Fitness First ab. Sie bieten ab 600 Euro Mitgliedschaft im Jahr das volle Programm: Kraft- und Ausdauertraining sowie Kurse. Das ebenfalls „gute“ Kieser-Training bietet ausschließlich Krafttraining an Maschinen zu einem Jahresbeitrag ab 590 Euro. Einführung und Trainingsbedingungen sind bei diesen drei Studios „gut“, die Betreuung könnte allerdings noch besser sein.

Marktführer McFit schnitt „befriedigend“ ab, hier kritisieren die Tester, dass zu wenig Wert auf fundiert geschultes Personal gelegt wird und es zudem zu wenige Trainer gibt. Noch schlechter sieht es bei den beiden mit „ausreichend“ bewerteten Fitnessstudios aus: Hier waren die Trainer wenig kompetent und unaufmerksam oder selten anwesend.

Wer mit einem Training im Fitnessstudio beginnen will, sollte die infrage kommenden Studios zunächst bei einem kostenlosen Probetraining ausprobieren. So bekommt man einen Eindruck von Angebot, Atmosphäre, Räumlichkeiten und der Qualität der Betreuung. Hat man sich für ein Studio entschieden, sollte man auf möglichst kurze Vertragslaufzeiten achten, damit man nicht lange gebunden ist, wenn die Begeisterung nach einigen Wochen möglicherweise nachlässt.

Der ausführliche Test Fitnessstudios ist in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift test nachzulesen und unter www.test.de/fitnessstudios abrufbar.

„James Bond 007 – Casino Royale“

Er ist Bond-Film Nr. 21 und Daniel Craigs Einstand als legendärer Doppelnull-Agent im Geheimdienst Ihrer Majestät: Am Dienstag, 7. Januar 2014, 20.15 Uhr, sendet das ZDF den Spielfilm „James Bond 007 – Casino Royale“. 2006 schlug die Kür des blonden Briten als Nachfolger von Pierce Brosnan hohe Wellen, weil man dem jungen Schauspieler die Rolle des Superagenten nicht zutraute.

Ein Mann, ein Einsatz: Bond (Daniel Craig) mit Pokergesicht © ZDF/Jay Maidment
Ein Mann, ein Einsatz: Bond (Daniel Craig) mit Pokergesicht © ZDF/Jay Maidment

Doch Craig spielte alle Zweifel an die Wand: Mit ungewohnter Dramatik, großer Härte und der Unterstützung seiner Kollegen Mads Mikkelsen und Eva Green zeigt er in der Verfilmung des ersten Bond-Romans von Ian Fleming, wie aus dem jungen Agenten die Legende 007 wird.

Kaum Doppelnull-Agent und damit Besitzer der Lizenz zum Töten, muss James Bond (Daniel Craig) eine Niederlage einstecken. Seine erste Mission in Madagaskar läuft gründlich schief. Doch Bond lässt sich von einer einmal aufgenommenen Spur nicht abbringen und verfolgt die Drahtzieher weiter, unter ihnen der Privatbankier des internationalen Terrorismus‘, Le Chiffre (Mads Mikkelsen), den 007 in einer dramatischen Konfrontation am Spieltisch des Casinos von Montenegro herausfordert. Von Bonds stets misstrauischer Chefin M (Judi Dench) wird ihm die außerordentlich attraktive Beamtin Vesper Lynd (Eva Green) als Geldbotin und Kontrolleurin zur Seite gestellt, eine Frau, die dem abgebrühten 007 nicht nur das Wasser reichen kann, sondern ihn im Kampf gegen ein undurchsichtiges Finanzkartell auch in seine schwerste Krise stürzt.

Unter der Regie des Action-Spezialisten Martin Campbell, der 1995 in „GoldenEye“ bereits die Bond-Einführung Pierce Brosnans erfolgreich auf die Leinwand gebracht hatte, betritt hier ein (fast) ganz neuer Bond die Szene, der als harter Kontrast zum Gentleman-Playboy à la Brosnan Widersacher und Vorgesetzte das Fürchten lehrt.

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