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LWL will Entlastung in der Behindertenhilfe „nicht zerreden“ lassen

Der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Wolfgang Kirsch, hat am Mittwoch (8.1.) davor gewarnt, die im Berliner Koalitionsvertrag versprochene Entlastung der Kommunen von der Verbesserung der Situation für behinderte Menschen abzukoppeln. „Der Deutsche Landkreistag ist auf dem Holzweg, wenn er an dieser Stelle die Behindertenhilfe aus dem Koalitionsvertrag hinausinterpretieren will“, so Kirsch in Münster. Im Vertrag zwischen CDU, CSU und SPD heiße es wörtlich: „Darüber hinaus sollen die Kommunen im Rahmen der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes im Umfang von fünf Milliarden jährlich von der Eingliederungshilfe entlastet werden.“ Der Deutsche Landkreistag hatte am Mittwoch stattdessen eine Erhöhung des kommunalen Umsatzsteueranteils ins Spiel gebracht.

LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. Foto: LWL
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.
Foto: LWL

Auch der Bundesrat habe dagegen einstimmig entschieden, mit einem Bundesteilhabegesetz die so genannte Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung zu reformieren. Kirsch: „Dass die Reform der Eingliederungshilfe im Koalitionsvertrag steht, ist ein großer Erfolg der Kommunen, die zum ganz überwiegenden Teil entlastet würden.“ Nur in zwei Bundesländern erfolge danach die Entlastung ausschließlich beim Land und nicht bei den Kommunen. „So weit waren wir als Kommunen noch nie. Das dürfen wir jetzt nicht zerreden“, sagte das Präsidiumsmitglied des Deutschen Landkreistages und Verwaltungschef des LWL, einer der deutschen größten Hilfezahler für Menschen mit Behinderung.

Der LWL im Überblick:

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 16.000 Beschäftigten für die 8,2 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 17 Museen und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 106 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

Winterspaziergänge mit und ohne Kamera

Bei den Winterspaziergängen durch das LWL-Freilichtmuseum Detmold kann man neue Eindrücke gewinnen. Foto: LWL/Jähne
Bei den Winterspaziergängen durch das LWL-Freilichtmuseum Detmold kann man neue Eindrücke gewinnen.
Foto: LWL/Jähne

Auch wenn das Wetter bislang noch milde gestimmt ist, startet das LWL-Freilichtmuseum Detmold am kommenden Wochenende mit einer Reihe von Winterspaziergängen. An insgesamt sechs Sonntagen und erstmals am 12. Januar haben die Besucher die Gelegenheit, die Wartezeit bis zum Saisonstart am 1. April zu verkürzen, neue Eindrücke in der winterlichen Kulturlandschaft zu sammeln und auch fotografisch festzuhalten. Denn parallel zu den Winterspaziergängen bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) eine Foto-Variante an, bei der sich die Teilnehmer auf Motivsuche unter professioneller Anleitung begeben.

Die Hobbyfotografen starten um 13 Uhr in Begleitung einer Fotografin am Museumseingang. Die Kosten pro Person betragen zehn Euro, die Gruppengröße ist auf 15 Personen beschränkt. Mitzubringen ist eine eigene Kamera und eventuell ein Stativ. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, bei schlechtem Wetter behält sich das Museum eine Absage der Veranstaltung vor.

Wer sich lieber ohne Kamera auf den Weg machen möchte, kann das ab 14 Uhr tun. Treffpunkt ist auch für diese geführte Wanderung der Museumseingang. Die Kosten betragen pro Person drei Euro. Eine Anmeldung ist ebenfalls nicht erforderlich.

Wer am kommenden Sonntag keine Zeit hat, für den bietet sich am 19. Januar, am 2. und 16. Februar sowie am 2. und 16. März noch einmal die Gelegenheit für Winterspaziergänge mit und ohne Kamera. Zusätzliche Informationen gibt es unter Tel. 05231/706-0 oder im Internet: http://www.lwl-freilichtmuseum-detmold.de.

„Tatortreiniger“ mit mehr als einer Million Zuschauern

Zum ersten Mal haben bundesweit mehr als eine Million Zuschauer den „Tatortreiniger“ verfolgt: 1,08 Millionen sahen am Donnerstag, 9. Januar, die neue Folge „Fleischfresser“ im NDR Fernsehen. Die Wiederholung der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Episode „Schottys Kampf“ kam auf 1,0 Millionen. Auch im Norden hat „Schotty“, gespielt von Bjarne Mädel, seine eigenen Bestwerte noch einmal übertroffen: Hier waren 0,53 („Fleischfresser“) bzw. 0,51 Millionen dabei. Der Marktanteil lag bei 12,9 und 10,5 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen sogar bei 16,2 und 11,5 Prozent.

Arne Feldhusen inszeniert den „Tatortreiniger“, die Bücher schreibt Mizzi Meyer. Produzent ist die Nordfilm GmbH (Produzentin: Kerstin Ramcke, Producer: Wolfgang Henningsen) im Auftrag des NDR, Redaktion: Dr. Bernhard Gleim und Adrian Meiling (beide NDR).

Weitere Informationen finden Sie unter www.NDR.de/tatortreiniger

Josefine Preuß, Katharina Schüttler, Nadja Uhl – wer ist die Beste?

Drei Charakterschauspielerinnen haben es ins Finale zur Wahl in der Kategorie „Beste deutsche Schauspielerin“ bei der GOLDENEN KAMERA von HÖRZU geschafft. Sie haben die Expertenjury aus Film-, TV- und Medienbereich mit besonderen Leistungen im vergangenen Fernsehjahr am meisten überzeugt.

Josefine Preuß gelang 2013 mit dem Quotenhit „Das Adlon“ der Durchbruch: Sie spielt die Unternehmertochter Sonja Schadt, deren Schicksal eng mit dem Hotel verbunden ist, vom Teenageralter bis zur Mittfünfzigerin. Es ist ihre erste große Hauptrolle. „Sie trägt diese Verantwortung mit ihrem erfrischend direkten Spiel scheinbar mühelos. Ein tolle Leistung“, findet nicht allein Jurymitglied Nico Hofmann.

Katharina Schüttler hat im Weltkriegsdrama „Unsere Mütter, unsere Väter“ tief beeindruckt. Sie spielt die junge Greta, eine klassische Mitläuferin, eher unpolitisch und allein am eigenen Wohl interessiert. Für ihre Karriere als Sängerin lässt sie sich mit einem hohen Nazioffizier ein und bezahlt später bitter dafür. „Katharina Schüttler hat Star-Appeal. Das ist sehr selten in Deutschland“, sagt Til Schweiger.

Die radikalste Darstellung im vergangenen Fernsehjahr lieferte Nadja Uhl in dem Kinderhandel-Thriller „Operation Zucker“. Als Kommissarin Karin Wegemann sprengt sie einen Pädophilenring und erkennt, wie weitverbreitet Kinderprostitution auch auf höchsten Managerebenen ist. „Es war sehr mutig, wie uneitel Nadja Uhl das umgesetzt hat“, urteilt Polit-Talkerin Sandra Maischberger.

Welche der drei Nominierten die GOLDENE KAMERA als „Beste deutsche Schauspielerin“ erhält, bleibt bis zur Verleihung das Geheimnis der Jury.

Die 49. Verleihung der GOLDENEN KAMERA von HÖRZU findet am Samstag, den 1. Februar 2014, erstmals im Hangar 6 und 7 des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin statt. Das ZDF überträgt die von Michelle Hunziker und Hape Kerkeling moderierte Gala live ab 20:15 Uhr.

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