Bruchhauser Steine

Schon vor fast 2.600 Jahren lebten und arbeiteten dort Menschen und schützten sich mit stattlichen Wällen gegen Angriffe:. Die Wallburg „Bruchhauser Steine“ bei Olsberg (Hochsauerlandkreis) hat eine lange Geschichte, die bereits in der späten Eisenzeit im 5. Jahrhundert v. Chr. begann.

Dank dem Engagement von elf Heimatforschern, die eine Sondenbegehung durchführten, konnte erstmals die gesamte Innenfläche der Wallanlage prospektiert werden. Foto: LWL/Zeiler
Dank dem Engagement von elf Heimatforschern, die eine Sondenbegehung durchführten, konnte erstmals die gesamte Innenfläche der Wallanlage prospektiert werden. Foto: LWL/Zeiler

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat jetzt zusammen mit der Stiftung Bruchhauser Steine und ehrenamtlichem Engagement Licht in einige unklare Kapitel der Burggeschichte gebracht. Ein Ergebnis ist ein besonderer Fund:, ein Stück eines Armrings, exklusiver Schmuck von Eisenzeit-Frauen, dessen Nachbildung bald im Informationszentrum der Bruchhausener Steine zu sehen sein soll.

Der Hohlbuckelarmring war während der Eisenzeit ein exklusiver Frauenschmuck in der Region. Foto: LWL/Menne
Der Hohlbuckelarmring war während der Eisenzeit ein exklusiver Frauenschmuck in der Region.
Foto: LWL/Menne

Bohrstock-Untersuchungen der Wallanlage sollten dabei helfen, die Dauer der eisenzeitlichen Nutzung der Burg oder die genaue Funktion der Anlage während dieser Epoche zu klären. Anschließend leitete Dr. Manuel Zeiler von der LWL-Archäologie für Westfalen eine Begehung der Wallburg mit Metallsuchgeräten. Das war nur mit großem ehrenamtlichen Engagement von elf Heimatforschern möglich, die mit ihren Geräten gezielt ausgewählte Flächen des Bodendenkmals absuchten.

Bei dieser Begehung stand nicht nur das Innere der Wallburg im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Erstmals nahmen die Forscher mit ihren Prospektionsgeräten auch Bereiche außerhalb der Befestigung in den Blick, insbesondere das nähere Umfeld im Westen. Die Ergebnisse überraschten alle Beteiligten: Im Inneren der Wallanlage kamen kaum Funde zum Vorschein, westlich außerhalb der Befestigung in der Nähe der einzigen Quelle waren überhaupt keine Zeugnisse aus der Vergangenheit zu finden.

Nach mehr als 2000 Jahren erstmals wieder getragen. Zoë Hack und das Highlight der Prospektion, ein keltenzeitlicher Hohlbuckelarmring. Foto: LWL/Zeiler
Nach mehr als 2000 Jahren erstmals wieder getragen. Zoë Hack und das Highlight der Prospektion, ein keltenzeitlicher Hohlbuckelarmring.
Foto: LWL/Zeiler

Den Höhepunkt der gezielten Suche bildete dagegen ein gut erhaltenes Fragment eines eisenzeitlichen Hohlbuckel-Armrings am Fußbereich eines Felsens. Dieses besondere Fundstück wurde in den LWL-Restaurierungswerkstätten in Münster restauriert. Jetzt soll eine Replik von dem Armring angefertigt werden. Die Nachbildung wird künftig im Informationszentrum der Bruchhauser Steine für die Öffentlichkeit zugänglich sein und wird einen Eindruck vom Leben in der Wallburg vermitteln.

Die Wallburg „Bruchhauser Steine“ wurde bis mindestens in das 2. Jahrhundert v. Chr. um- bzw. ausgebaut und zu einem unbekannten Zeitpunkt aufgegeben. Im 11. bis 13. Jahrhundert n. Chr. folgte kurzfristig noch einmal eine Nutzung des Berges.

Sex & Erotik – die Alten haben den Jungen oft einiges voraus

Mit 66 ist noch lang noch nicht Schluss – Was Udo Jürgens vor Jahrzehnten fröhlich auf die Lebensfreude im Allgemeinen bezog, trifft für die Senioren von heute selbstverständlich auch auf ihre Sexualität  zu. Gefühle, Erotik und Lust hören weder mit 40 noch mit 60 oder 75 auf. Sie verändern sich im Alter. Doch trotz häufiger körperlicher Beschwerden können oft gerade Ältere ihre Sexualität freier und erfüllter erleben als Jüngere. Falls nicht, gibt es viele Möglichkeiten, sich zu helfen – oder helfen zu lassen.

Zu den größten Problemen gehört es, dass beim Thema „Sexualität“ nach wie vor bei den meisten die Offenheit aufhört. Entweder spricht man gar nicht drüber oder reicht Klischees und Mythen weiter: 20-Jährige denken, mit 50 sei Schluss, 40-Jährige glauben, mit 70 höre die sexuelle Aktivität auf. Eine Ahnung davon, dass Sex auch und gerade im Alter ein wichtiges Thema für Männer und Frauen ist, vermitteln höchstens ab und zu Filme wie „Wolke 9“. Ungewöhnlich offen zeigte der Film, dass Lust, Begehren und Erotik keineswegs aus dem Alltag älterer Menschen verschwinden. „Sex hat nichts mit dem Alter, sondern nur mit den persönlichen Vorlieben zu tun“, sagt Dr. Astrid Maroß, Ärztin im AOK-Bundesverband.

Zufriedene Senioren

Eine Studie der Universität Rostock zeigt, dass die meisten älteren Männer und Frauen sich dabei ihr Leben lang treu bleiben: Wer als junger Mensch sexuell aktiver war, bleibt es eher auch im Alter. Wer schon früher kein großes Interesse daran hatte, entwickelt in der Regel später auch kein größeres Bedürfnis. Demnach sind viele Senioren auch durchaus zufrieden mit ihrer Sexualität. Bei den 63-Jährigen sind es 57 Prozent, bei den 75-Jährigen 70 Prozent. Mit zunehmendem Alter werden zudem auch kleine Zärtlichkeiten wie Händchen halten, körperliche Nähe und vorm Einschlafen noch einmal aneinander kuscheln immer wichtiger.

Den älter werdenden Körper akzeptieren

„Man entwickelt sich in jeder Hinsicht einfach weiter – entscheidend ist, dass die Männer und Frauen mit dem zufrieden sind, was sie erleben“, sagt Maroß. Am allerwichtigsten dabei ist es, den älter werdenden Körper und auch die körperlichen Einschränkungen zu akzeptieren. Auch wenn Wunsch und Wille da sind, können natürlich Erkrankungen dazu führen, dass man nur noch eingeschränkt sexuell aktiv sein kann. Die häufigsten Störungen bei Männern und Frauen – und was dagegen zu tun ist:

Potenzstörungen

Während bei jüngeren Männern das Problem meist eine Sache des Kopfes ist, stecken bei den über 50-Jährigen zunehmend körperliche Ursachen dahinter. Das können Gefäßverkalkungen, Diabetes, Hormonstörungen oder auch Nervenschäden nach einer Prostata-Operation sein. Auch Medikamente können Potenzstörungen auslösen. „Leider gibt es bei den Betroffenen eine große Scham, so dass der Arzt oft gar nichts von dem Problem erfährt“,  sagt Maroß. In vielen Fällen kann der behandelnde Arzt helfen, wenn er um das Problem weiß und dann gemeinsam mit dem Patienten nach Lösungen suchen.

Trockene Scheide

Mit zunehmendem Alter produziert der Körper der Frau weniger Östrogene. Dadurch ist die Scheide schlechter durchblutet und wird langsamer feucht, so dass der Verkehr dadurch schmerzen kann. „Das Problem lässt sich jedoch gut mit einer lokalen Östrogenbehandlung oder auch mit speziellen Gleitmitteln behandeln“, sagt Maroß.

Harn-Inkontinenz beim Geschlechtsverkehr

Es kommt vor, dass Frauen beim Sex ihre Blase nicht mehr richtig kontrollieren können und sie sich deshalb schämen. Auch hier gibt es Möglichkeiten von Beckenboden-Training über Medikamente bis zur Operation, die auf den Einzelfall abgestimmt sein müssen.

Allgemeine Lustlosigkeit

Gleichermaßen können Männer und Frauen von allgemeiner Lustlosigkeit in punkto Sex betroffen sein – was allerdings keine Frage des Alters ist. Dahinter können zum Beispiel Desinteresse stecken, ohne dass ein Leidensdruck da ist, aber auch körperliche oder psychische Erkrankungen wie Depressionen, Unwohlsein mit dem eigenen Körper oder Hormonstörungen. Auch hier können Männer und Frauen viel tun. Der erste Schritt  auf dem Weg zurück zu mehr Lust statt Frust besteht darin, gemeinsam mit dem Partner über mögliche Ursachen zu sprechen.

„Bei Alten wie bei Jungen ist das das größte Problem“, sagt Maroß. Die Paare sprechen nicht ausreichend über ihre Bedürfnisse, Wünsche und vor allem über ihre veränderte Sexualität im Alter. Einige fühlen sich mit ihren Wünschen nicht wahrgenommen, andere halten sich nicht mehr für attraktiv genug, oft gibt es auch ein unterschiedliches Bedürfnis an Zärtlichkeiten bei Männern und Frauen, mancher Mann setzt sich nach wie vor unter Leistungsdruck beim Sex. „Spricht man offen darüber, entstehen Nähe und Verständnis für den anderen. Oft findet man schon auf diesem Wege zurück zur gemeinsamen Sexualität“, sagt Maroß. Auch Ärzte, Beratungsstellen und Therapeuten können hier weiter helfen.

Warum sich das alles auch im höheren Alter noch lohnt? Dafür gibt es viele Gründe:

  • Das gemeinsame Erleben der Lust stärkt die Partnerschaft.
  • Man muss sich gegenseitig nichts mehr beweisen.
  • Der Sex kann im Alter eine andere Qualität als in jungen Jahren bekommen: Die Partner gehen bewusster, erfahrener miteinander um.
  • Neben dem rein körperlichen Akt geht es zunehmend auch um Nähe, Rituale, Zärtlichkeiten und Vertrauen.
  • Anders als zu Teenager-Zeiten oder als junge Eltern kann man den Geschlechtsverkehr sorglos genießen, ohne sich um Verhütung oder den Nachwuchs kümmern zu müssen.
  • Ganz nebenbei hilft Sex auch dabei, den Kopf besser fit zu halten. „Schließlich zählt er mit den zu körperlichen Aktivitäten – und die halten den Geist jung“, sagt Maroß.

Heu: Selbstentzündung vermeiden

Kontrolle der Heutemperatur nach der Ernte ist wichtig. Denn die hohe Wärmeentwicklung im Heustock führt nicht selten zu einer Selbstentzündung im Heulager. Diese erfolgt jedoch nicht schlagartig, sondern in mehreren Phasen.

Auch wenn das eingebrachte, frische Heu weitestgehend trocken erscheint, muss die erforderliche Lagerfähigkeit nicht unbedingt gegeben sein. Im Zweifel sind noch nicht alle Pflanzenteile abgestorben und es kann sich noch zellgebundenes Wasser in dem Grüngut befinden. Durch die Restatmung erwärmt sich das Heu, es entwickeln sich sogenannte Schwitz- und Gärprozesse. Da Heu ein schlechter Wärmeleiter ist, staut sich die gebildete Wärme vor allem bei dicht gelagerten Ballen – es „schwitzt“.

Landwirte sollten die Temperatur regelmäßig messen. Bei Temperaturen bis 45°C wird ein tägliches Messintervall in der ersten Zeit als ausreichend angesehen. Von der zweiten bis zur vierten Woche ist alle zwei bis drei Tage und ab der fünften bis zur zwölften Woche einmal wöchentlich zu messen.

Eine Wärmeentwicklung im Bereich zwischen 45° und 60°C gilt bereits als bedenklich und erfordert eine Messung im Abstand von höchstens 12 Stunden, ab 50°C sogar alle sechs bis acht Stunden. Brandgefährlich sind Temperaturen ab 60°C. Dann sind die Feuerwehr und der Gemeinde- bzw. Ortsbrandmeister zu benachrichtigen. Messungen müssen nun ständig an den erhitzten Stellen vorgenommen werden. Steigt die Temperatur auf über 70°C, so ist die Feuerwehr über den Notruf zu alarmieren. Gleiches gilt, wenn die Oberfläche des Heulagers muldenartig einsinkt. Das Abtragen des Heustocks in dieser Situation ist ohne Anwesenheit der Feuerwehr nicht zu empfehlen. Durch den Kontakt mit dem Sauerstoff der Luft kann das Erntegut plötzlich entflammen.

Die Einlagerung von Heu ist so zu organisieren, dass jeder Punkt mit der Messsonde erreicht werden kann. Sinnvoll ist es, die Lagerstätte in Temperaturmessbereiche einzuteilen. Die Messpunkte sind gleichmäßig verteilt über den gesamten Heuvorrat anzuordnen. Alle Temperaturmessungen sollten mit der Angabe des Datums, der Messstelle und der Messtiefe in ein Nachweisheft eingetragen werden. Es ist vorteilhaft, von jedem Lagerort eine Skizze anzufertigen. Die Dokumentation dient in erster Linie als Nachweis der Temperaturkontrolle gegenüber den Untersuchungsbehörden und dem Feuerversicherer im Falle eines Brandes. Denn wird das regelmäßige Messen der Heustocktemperatur unterlassen bzw. nicht dokumentiert, kann das nicht nur zu versicherungsrechtlichen Konsequenzen führen, sondern auch als fahrlässige Brandstiftung geahndet werden.

Anke Klabunde, www.aid.de

… wissen, was grade angesagt ist

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