Den Römern auf der Spur

Eine besondere Führung im LWL-Römermuseum in Haltern zeigt am Sonntag, 29. September, um 14 Uhr was passierte, „als die Römer frech geworden…“. Denn alles andere als leicht hatten es die Römer mit den Germanen. Die Einrichtung einer römischen Provinz rechts des Rheins nahm 9 n. Chr. ein jähes Ende, als Arminius einen spektakulären Sieg über drei römische Legionen errang. Im westfälischen „Untergrund“ sind die Römer aber bis heute präsent, vor allem in Haltern, wo sich der wichtigste römische Stützpunkt befand.

Ein echtes Unikat aus dem römischen "Untergrund" in Haltern am See: Eine Öllampe in Form eines Adlers. Foto: LWL/Brentführer
Ein echtes Unikat aus dem römischen „Untergrund“ in Haltern am See: Eine Öllampe in Form eines Adlers.
Foto: LWL/Brentführer

Erhalten sind die materiellen Hinterlassenschaften der Römer, die im Laufe der Zeit in den Boden gerieten und bei Ausgrabungen geborgen wurden. Ausgewählte Funde stehen im Mittelpunkt der Führung. Sie zeugen von der hoch entwickelten Kultur und Technik der Römer und vermitteln einen Überblick über die Geschichte der römischen Militärstützpunkte an der Lippe. Fern ihrer Heimat brachten sie enorme Bauleistungen zustande, für die ausgeprägte logistische Fähigkeiten und außerordentliche handwerkliche Kunstfertigkeit nötig waren.

Der Museumseintritt beträgt für Erwachsene 4 Euro, für Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre) 1,50 Euro.

Termin:
„Als die Römer frech geworden…“ – Führung für Erwachsene
Sonntag, 29. September 2013, 14 Uhr
Eintritt: Es ist der Museumseintritt zu entrichten

Mehr Infos unter: http://www.lwl-roemermuseum-haltern.de

LWL-Römermuseum
Weseler Str. 100
45721 Haltern am See
Tel. 02364 9376-0
Karte und Routenplaner

 

Kostbare Wandmalerei in Dorfkirche

Der LWL hat die Wandmalereien in der Dorfkirche Bantrup als Denkmal des Monats ausgezeichnet. Foto: LWL/Nieland
Der LWL hat die Wandmalereien in der Dorfkirche Bantrup als Denkmal des Monats ausgezeichnet.
Foto: LWL/Nieland

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Wand- und Gewölbemalereien in der evangelisch-reformierten Dorfkirche in Barntrup-Sonneborn (Kreis Lippe) als Denkmal des Monats September ausgezeichnet. Zur Zeit werden die Malereien restauriert, die in der Zeit zwischen 1564 und 1576 entstandenen sind. Ein ungünstiges Raumklima und zementhaltge Putze im Sockelbereich hatten dazu geführt, dass Bakterien die unteren Wandbereiche besiedelten und die Malereien gefährdeten.

Die Anfang des 14. Jahrhunderts errichtete Kirche von außen. Foto: Leupold
Die Anfang des 14. Jahrhunderts errichtete Kirche von außen.
Foto: Leupold

„Die oberen Wandabschnitte und die Gewölbe sind mit einem reichen und für Westfalen einzigartigen reformatorischen Bildprogramm ausgeschmückt“, sagt LWL-Denkmalpfleger und Restaurator Leonhard Lamprecht. Dabei handelt es sich um Szenen aus der Passion Christi und dem reformatorischen Katechismus, um Bilder zu den Sieben Bitten des Vaterunsers sowie im Chor um die Darstellung des Jüngsten Gerichts. In der Turmhalle sind der Kampf Davids gegen den Riesen Goliath und die Opferung Isaaks abgebildet. In den unteren Wandhälften finden sich Abbildungen der Apostelkreuze.

Nach aufwändigen Untersuchungen, die vom LWL, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur gefördert wurden, entstand ein Restaurierungskonzept. Ziel ist es, die Schadensursachen zu minimieren und die Substanz zu erhalten. Dazu wird das Innenraumklima verbessert, die Salze, die mit dem Zementputz in die Kirche kamen, werden reduziert, und die Mikroorganismen werden entfernt. Anschließend werden die Mal- und Putzschichten gereinigt und stabilisiert. Bei diesen Arbeiten wurden jetzt Reste von gemalten Vorhängen im unteren Bereich der Wände gefunden. Abschließend sorgen partielle Retuschen dafür, dass gemalten Darstellungen besser zu erkennen sind.

Hintergrund
Am Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die evangelisch-reformierte Kirche in Sonneborn als Saalbau aus Bruchsteinen errichtet. Ihre hervorstechenden Bauelemente sind ein quadratischer Chor und der ein rechteckiger romanischer Turm. Die Fassaden der Kirche sind verputzt und weiß gestrichen, das Dach ist mit Sollingplatten gedeckt. Der Chorbereich ist mit einem Kreuzgratgewölbe versehen. Mit der Einführung des Calvinismus wurden die Wandmalereien im 17. Jahrhundert übertüncht. In den 1950er-Jahren legte man die Wandmalereien wieder frei und konservierte und retuschierte sie. Ergänzungen wurden damals nur in den ornamentalen Bereichen ausgeführt.

LWL-Einrichtung:
LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen
Fürstenbergstr. 15
48147 Münster
Karte und Routenplaner

Türen auf in der Glashütte Gernheim

Der Gernheimer Glasturm. Foto: LWL/Holtappels
Der Gernheimer Glasturm. Foto: LWL/Holtappels

Das LWL-Industriemuseum nimmt am „Türöffner-Tag“ der Sendung mit der Maus teil und öffnet die Türen zu den Arbeitsplätzen am Glasofen: Am Donnerstag, 3.Oktober, können Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren in den Ofen der Glashütte schauen, in dem bei über 1400 Grad Celsius die flüssige Glasmasse brodelt. Der Museumsbesuch und die Teilnahme an der einstündigen Führung sind für die Kinder kostenlos.
Anmeldung unter Telefon: 05707 931110.

Blick in den Glasofen. Foto: LWL/Holtappels
Blick in den Glasofen. Foto: LWL/Holtappels

In der Schauproduktion beobachten die Jungen und Mädchen wie ein Glas entsteht. Doch wo wurde das Feuer geschürt, das eine so immense Hitze erzeugen kann, dass Glas schmilzt? Gemeinsam mit einer Museumspädagogin erkunden sie den wohl unbequemsten Arbeitsplatz der Glashütte: Im Schürgang unter dem Glasturm schaufelte der Schürer bei großer Hitze die Kohlen in das Feuer, das nie erlöschen durfte.

Darüber hinaus gibt es viele Informationen zum Thema Glas, seiner Herstellung und Verbreitung. Thematisiert wird auch das Leben der Glasmacherfamilien im einstigen Fabrikdorf rund um die Glashütte, in dem bereits die Kinder bei der Produktion mithelfen mussten. Auch Interessierte, die nicht am Maus-Programm teilnehmen, sind willkommen und um 11 Uhr zur Teilnahme an der kostenlosen Feiertagsführung mit Besuch der Schauproduktion eingeladen.

 

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Gernheim 12
32469 Petershagen-Ovenstädt
Karte und Routenplaner

 

Historische Fotos von den Zechen und Eisenbahnen

Hibernia-Zechenbahndampflok vor dem neuen Förderturm Shamrock 11 in Wanne-Eickel. 1963. Foto: Stiftung Industriedenk- malpflege/von Endrefy
Hibernia-Zechenbahndampflok vor dem neuen Förderturm Shamrock 11 in Wanne-Eickel. 1963.
Foto: Stiftung Industriedenkmalpflege/von Endrefy

Historische Fotos von den Zechen und Eisenbahnen der Bergwerksgesellschaft Hibernia präsentiert Christoph Oboth in einem Vortrag, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag (1.10.) um 19.30 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Zollern nach Dortmund einlädt.

Auf den bislang wenig bekannten Werksfotografien der Hibernia-Zechen und Kokereien aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sind meist auch Eisenbahnanlagen und Fahrzeuge abgebildet. Neben Zechenansichten, die der Werksfotograf noch auf großformatigen Glasplatten abgelichtet hat, gibt es auch Luftaufnahmen und die ersten Farbfotos von Hibernia-Lokomotiven aus den 1960er Jahren zu sehen. Christoph Oboth nimmt die Besucher mit auf eine virtuelle Reise zu allen Zechen der Hibernia, deren Eisenbahnbetrieb von der Zechenbahn- und Hafenverwaltung besorgt wurde. Dabei erläutert und kommentiert er eine große Auswahl dieser Bilderschätze.

Das Museumsgelände ist bereits ab 18 Uhr frei zugänglich. Die Ausstellung „Jede Menge Kohle – 100 Jahre Zechenbahn- und Hafenbetriebe“ sowie die Museumsgaststätte „Pferdestall“ sind bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet.

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Grubenweg 5
44388 Dortmund
Karte und Routenplaner

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