Weihnachtsgebäck: Vorsicht vor Käfigeiern in Spekulatius und Christstollen

Der Deutsche Tierschutzbund warnt zur Adventszeit wieder vor Käfigeiern, die unerkannt im Einkaufswagen landen. Obwohl die meisten Supermärkte keine Käfigeier mehr anbieten, wandern diese weiterhin in deutsche Haushalte – verarbeitet in Fertigprodukten. Gerade zu Weihnachten werden jedes Jahr besonders viele Backwaren wie Plätzchen und Kuchen sowie auch alkoholische Getränke verzehrt. Es ist daher ratsam bei der Auswahl der Lebensmittel sorgfältig auf die Inhaltsstoffe zu achten und eihaltige Produkte, die nicht eindeutig gekennzeichnet sind, zu boykottieren.

Bei fehlender Kennzeichnung oder Bezeichnungen wie „Volleipulver“ oder „Flüssigei“ sollte der Verbraucher aufmerksam werden. Meistens handelt es sich dabei um Erzeugnisse aus tierquälerischer Legehennenhaltung. Damit der Verbraucher erkennen kann, aus welchem Haltungssystem die Eier stammen, fordert der Deutsche Tierschutzbund die Kennzeichnungspflicht für eihaltige Lebensmittel.

Wenn der Konsument eine Entscheidung für mehr Tierschutz beim Kauf von Schaleneiern treffen kann, dann sollte das auch für Fertigprodukte gelten. Die Einführung der Kennzeichnungspflicht bei Schaleneiern hat eindeutig gezeigt: der Verbraucher ist gegen Käfighaltung und für bessere Haltungsbedingungen. Etwa 30 Prozent aller in Deutschland produzierten Eier werden in Nudeln und anderen Fertigprodukten verarbeitet. Solange es keine Produkttransparenz bei verarbeiteten Lebensmitteln gibt, sollte der Konsument ganz bewusst einkaufen. Nur wer Produkte mit Eiern aus Öko-, Freiland- oder Bodenhaltung kauft, kann sicher sein, dass es den Tieren besser geht und höhere Mindeststandards an die Tierhaltung eingehalten werden. Die klassischen Legebatterien sind zwar seit 2012 EU-weit verboten, aber auch die Haltung in Kleingruppenkäfigen ist nicht tiergerecht – Käfig bleibt Käfig.

Kleingruppenkäfige

Auch Kleingruppenkäfig-Haltung ist Tierquälerei. Jedes Huhn hat gerade mal 800 Quadratzentimeter Platz, also etwas mehr als eine DIN-A4-Seite. Die Tiere haben nur minimal mehr Bewegungsmöglichkeiten als bei der herkömmlichen Käfighaltung. Ihre arteigenen Verhaltensweisen können die Tiere in den Kleingruppenkäfigen nicht ausleben. Die extreme Enge führt auch hier zu gesundheitlichen Schäden wie Fußballengeschwüre und Knochenschwäche. Ihren Artgenossen gegenüber entwickeln die Legehennen Verhaltensstörungen wie Kannibalismus und Federpicken.

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