Kategorie-Archiv: Neu

Neue ISO 9001:Unternehmerische Risiken

Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen bereiten sich aktuell auf die Anforderungen der neuen Version der ISO 9001:2015 vor. Durch die Revision der Norm für Qualitätsmanagement wird ein deutlicherer Fokus auf das Risikomanagement in Unternehmen gesetzt als bisher. Insbesondere mittelständische Unternehmen werden ihr Managementsystem wahrscheinlich ergänzen müssen.

Laut einer TÜV Rheinland Studie aus dem Jahr 2014 unter mehr als 600 mittelständische Unternehmen hat ein Viertel aller Unternehmen kein Managementsystem, und rund 30 Prozent nahmen keinerlei Risikosteuerung vor. „Es ist sinnvoll, Risiken gemäß den Anforderungen der ISO 9001:2015 zu identifizieren, zu bewerten und durch entsprechende Maßnahmen zu minimieren“, erklärt Jürgen Ohligschläger, Produktverantwortlicher für Qualitätsmanagement bei TÜV Rheinland.

Veränderungen, Innovationen und schnelle Entwicklungszyklen stehen in vielen Unternehmen heute an der Tagesordnung. Aber Änderungen ziehen oftmals Risiken nach sich, die sich negativ auf die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens auswirken können. Die ISO 9001:2015 fordert das Implementieren und die dauerhafte Wirksamkeit eines Risikomanagements. Maßgebliches Ziel: Risiken, die sich auf die Produkt- und Dienstleistungsqualität sowie die Kundenzufriedenheit auswirken können, bewusst zu machen und gegebenenfalls zu mindern oder auszuschalten. Unternehmen sind entsprechend angehalten, Risiken zu identifizieren, zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das Unternehmen kann zum Beispiel entscheiden: wird das Risiko in Kauf genommen, vermieden oder werden geeignete Maßnahmen entwickelt, um die Auswirkungen dieses Risikos gering zu halten.

Bewertung möglicher Risiken wichtig

Die Norm gibt nicht vor, welche Methoden für die Schritte einzusetzen sind. Entsprechend sind Unternehmen frei in der Wahl ihrer Methode und können beispielsweise FMEA – eine Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse – ein Ishikawa-Diagramm, die 5-Why-Methode oder Brainstorming einsetzen. „Oft wird uns die Frage gestellt, ob die Norm Vorgaben zur Anzahl von Risiken macht. Diese gibt es nicht. Es gibt unzählige Risiken die auftreten können, aber Unternehmen sollten sich die Frage stellen, welche Risiken wahrscheinlich oder welche gravierend sind“, erklärt Jürgen Ohligschläger.

Verändert sich im Unternehmen und an seinem Kontext nichts, ist es durchaus möglich, dass sich an Risiko und dem Risikoszenario im Unternehmen über Jahre nichts ändert. Allerdings ist dieses nicht wahrscheinlich, da Marktveränderungen und auch gesellschaftliche Entwicklungen das Unternehmen beeinflussen.

Da die ISO 9001:2015 neben Anforderungen an das Risikomanagement auch Neuerungen in anderen Themenfeldern beinhaltet, wird empfohlen, die Lücken zur neuen Norm zu identifizieren und einen Implementierungsplan zu entwickeln. Auch ist es sinnvoll, bei allen Beteiligten einer Organisation das Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen und entsprechend zu informieren.

Detaillierte Informationen zu dem Thema ISO 9001:2015 erhalten Interessierte in den Fragen und Antworten bei TÜV Rheinland unter www.tuv.com/iso_9001_revision_2015/faq sowie allgemein unter www.tuv.com/qm im Internet.

Gurtmuffel leben gefährlich

Viele Menschen, die als Pkw-Insassen bei einem Verkehrsunfall getötet wurden, könnten noch am Leben sein, wenn sie sich angeschnallt hätten. Eine Abfrage des ADAC bei den zuständigen Landesministerien im Frühjahr dieses Jahres zur Anschnallquote bei tödlich Verunglückten ergab, dass etwa jeder fünfte Getötete nicht vorschriftsmäßig gesichert war.

Der Gurt - Lebensretter Nummer eins Foto: ADAC
Der Gurt – Lebensretter Nummer eins Foto: ADAC

Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch eine Auswertung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Laut Statistischem Bundesamt kamen im vergangenen Jahr 1 588 Menschen als Fahrer oder Mitfahrer in einem Pkw bei einem Verkehrsunfall ums Leben – das ist ungefähr die Hälfte aller bei einem Verkehrsunfall getöteten Menschen.

Gleichzeitig liegt die Gurtquote in Deutschland bei annähernd 100 Prozent. 2013 waren nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) 97 Prozent der Fahrer und der Fondsinsassen sowie 98 Prozent der Beifahrer angegurtet. Dies zeigt, dass die Akzeptanz des Sicherheitsgurts als wichtigste Einrichtung zur Verringerung der Verletzungsschwere bei Unfällen sehr groß ist. Gerade vor diesem Hintergrund und angesichts der erwiesenen Schutzwirkung des Gurts stimmt die hohe Zahl der Unfallopfer, die nicht gesichert waren, sehr bedenklich.

Der ADAC geht davon aus, dass in den meisten Fällen Bequemlichkeit der Grund für Autofahrer und Beifahrer ist, sich nicht anzuschnallen. Viele meiden den Gurt vor allem auf Kurzstrecken. Auch Kleidung kann eine Rolle spielen: Manche Autofahrer scheuen die Falten, die ein Gurt an Hemden oder Jacken hinterlassen kann. Zudem fühlen sich vor allem in der kalten Jahreszeit viele Fahrer durch dicke Winterjacken oder -mäntel in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Der Club empfiehlt, diese vor der Fahrt abzulegen, damit der Gurt dicht am Körper liegt.

Der ADAC weist zudem darauf hin, dass nicht angegurtete Insassen für andere Mitfahrer im Auto zur Gefahr werden können. Bei einem Zusammenstoß fliegen ungesicherte Gegenstände und Insassen wie Geschosse durch das Fahrzeug und können dabei schwerste Verletzungen verursachen. ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker: „In puncto Effektivität ist der Sicherheitsgurt im Auto unschlagbar. Nichts schützt besser als der Gurt. Deswegen rate ich allen Autofahrern und Insassen dringend, sich auch auf kurzen Strecken anzuschnallen – für ihre eigene Sicherheit und die ihrer Mitreisenden.“

Weihnachten: Klare Regeln für Erreichbarkeit der Mitarbeiter aufstellen

Für viele Menschen ist Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres: Eine Gelegenheit, sich vom Alltagsstress zu erholen und daheim ein paar ruhige Feiertage zu genießen. „Davon profitieren Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen“, sagt TÜV Rheinland-Experte Reinhard Bier. Denn in der Zeit zwischen Heiligabend und Neujahr können die Mitarbeiter neue Motivation und Kräfte für die Aufgaben im kommenden Jahr sammeln. Selten aber können alle Arbeitnehmer einer Firma gleichzeitig Urlaub nehmen. Unternehmen sollten daher frühzeitig Urlaubsregelungen mit den Angestellten abstimmen, um Unmut vorzubeugen.

Flexibilität bevorzugt

„In Zeiten des Fachkräftemangels müssen Firmen flexibler auf die Wünsche der Mitarbeiter reagieren. Deren Ansprüche haben sich verändert: Geld allein ist oft nicht mehr der Maßstab – attraktiv sind Arbeitgeber, die Freiräume bieten“, so Reinhard Bier. Zwischen den Jahren geht es in vielen Branchen insgesamt etwas ruhiger zu. In diesem Fall könnte eine Alternative zum Gang ins Büro dann die Arbeit vom Homeoffice aus sein.

Klare Vereinbarungen treffen

Die Kehrseite der flexiblen Arbeitsform: Dank Dienst-Smartphones sind viele Mitarbeiter heute praktisch überall und rund um die Uhr erreichbar. Wer aber selbst während der Bescherung den Nachrichteneingang meint prüfen zu müssen, erlebt sicher keine besinnliche Zeit. „Im Unternehmen sollte es verbindliche Regeln geben, wann Mitarbeiter erreichbar sein müssen und wann sie im Wortsinne abschalten können“, rät Reinhard Bier. Betriebe können mit dem TÜV Rheinland-Prüfzeichen „Ausgezeichneter Arbeitgeber“ signalisieren, dass sie eine arbeitnehmerfreundliche Unternehmenskultur pflegen und über entsprechende Strukturen im Personalmanagement verfügen.

Ölstand regelmäßig kontrollieren

Wer gut schmiert, fährt gut. Damit der Motor eines Fahrzeugs stets ausreichend Öl hat, sollte der Fahrer immer die Hinweise des Fahrzeugherstellers beachten. Der ADAC rät, den Ölstand in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Dies gilt in erster Linie bei häufigen Kaltstarts im Stadt- und Kurzstreckenverkehr und bei einer Fahrleistungen von mehr als 1 000 Kilometern im Monat. Im Kurzstreckenbetrieb wird das Öl nicht ausreichend warm und es kann zu einer schädlichen Ölverdünnung kommen.

Zu wenig, zu viel aber auch ungeeignetes Öl kann zu einem Motorschaden führen. In den meisten Fällen schreiben die Fahrzeughersteller vor, welches Öl für welches Auto geeignet ist. Um keine Garantie- bzw. Kulanzansprüche zu verlieren, sollten Autofahrer darauf achten, dass die Hersteller-Angaben mit denen auf der Motorölflasche übereinstimmen. Wird ein nicht vorschriftsmäßiges Motoröl nachgefüllt, kann dies den Motor schädigen. Der ADAC rät dann dazu, nicht mehr weiterzufahren und sich bei einer nahe gelegenen Vertragswerkstatt zu erkundigen.

Auch die vom Hersteller empfohlenen Ölwechselintervalle sind immer einzuhalten. Die Verwendung von gesonderten Ölzusätzen sieht der ADAC kritisch, da die heute handelsüblichen Markenöle alle erforderlichen Additive enthalten. Außerdem hat bis heute kein Automobilhersteller die Verwendung zusätzlicher Additive freigegeben. Führt ein solches Mittel zu einem Schaden, übernimmt der Hersteller hierfür meist keine Haftung.

Rund 250 Ölsorten werden auf dem deutschen Markt angeboten. Auf der sicheren Seite liegt man, wenn man das Motoröl nachfüllt, das der Hersteller oder die Vertragswerkstatt eingefüllt hat. Das ist auf einem Aufkleber oder Anhänger im Motorraum abzulesen. Hilfe bei der Suche geben zudem Ölwegweiser der Mineralölhersteller.

Auf den Motorölflaschen findet der Verbraucher SAE-Angaben zur Viskosität, also zur Zähflüssigkeit des Öls. Heutzutage werden üblicherweise sogenannte Mehrbereichsöle für Pkw verwendet, etwa SAE 10W-40. Die Zahl vor dem „W“ beschreibt die Fließeigenschaften bei Kälte, die Zahl nach dem W die Viskosität bei 100 Grad C. Ein Motoröl mit der Kennung SAE 10 W-40 ist dünnflüssiger als ein SAE 20 W-50, das eher für den Sommerbetrieb geeignet ist.

ACEA-Spezifikationen zeigen dem Käufer das Leistungsvermögen des Öls. Die Einsatzzwecke sind an der Klassifizierung erkennbar: „A“ steht für Pkw-Ottomotoren, „B“ für Dieselmotoren, „C“ für Pkw-Otto- und für Dieselmotoren mit Partikelfilter, „E“ für Lkw-Dieselmotoren. Die „richtige“ Ölqualität und die Wechselintervalle sind in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs nachzulesen.

Ein sicherer Anhaltspunkt bei der Auswahl des richtigen Motoröls ist die Beachtung der Fahrzeughersteller-Spezifikation, die auf dem Etikett der Motorölflasche angegeben sein sollte.

Generell gilt: Synthetiköle sind gut geeignet für Hochleistungsmotoren, da der Schmierfilm bei höherer Belastung nicht abreißt. Leichtlauföle verringern den mechanischen Reibungsverlust im Motor, weshalb sie oft dazu beitragen, Kraftstoff zu sparen.

Longlife-Öle zählen zu den Leichtlauf-Schmiermitteln und sind in Fahrzeugen mit Longlife-Service vorgeschrieben. Da diese nicht überall erhältlich sind, rät der ADAC dazu, immer einen Liter der Qualität, die der Hersteller empfiehlt, mitzuführen.

Motoröl lässt sich in einem ordnungsgemäß verschlossenen Kanister drei bis fünf Jahre lagern. Der Club weist jedoch darauf hin, dass sich mit dem technischen Fortschritt in der Motortechnik die Anforderungen an das Motoröl ändern können und ältere Öle bei Neufahrzeugen möglicherweise zu Motorschäden führen.

Vom eigenen Ölwechsel rät der ADAC ab. Wird dieser nicht richtig durchgeführt, kann Öl austreten oder der Motor beschädigt werden. Das Entsorgen von Altöl muss immer fachmännisch erfolgen. Der Verkäufer muss das Altöl bis zur Menge des abgegebenen neuen Motoröls annehmen oder eine Annahmestelle in der Nähe benennen bzw. organisieren. Eine nicht fachgerechte Altölentsorgung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße bis zu 100 000 Euro belegt werden.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...