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Beim Kieselstein geht’s rund

Vom Bergkristall zum Kieselstein © Universität Bonn2014/khe
Vom Bergkristall zum Kieselstein
© Universität Bonn2014/khe

Geformt von Wasser und Zeit und zugleich aus verschiedenen Materialien: der Kieselstein. Eine Sonderausstellung des Mineralogischen Museums der Universität Bonn widmet sich allein den Kieselsteinen. Ein besonderes Exemplar wird jetzt auf der weltweit größten Edelstein- und Mineralien-Messe ausgestellt. Museumsleiterin Dr. Renate Schumacher präsentiert das Exemplar auch im Videopodcast.

Bergkristall und Kieselstein © UniversitätBonn2014/khe
Bergkristall und Kieselstein
© UniversitätBonn2014/khe

„Dieser Stein war vor langer Zeit mal ein Bergkristall aus den Alpen“, erklärt Dr. Renate Schumacher zu ihrem besonderen Objekt. Durch Witterung wurde der Kristall aus dem Gestein gelöst und in einen Fluss gespült. Auf seinem turbulenten Weg bis zum Fundort im Rhein bei Basel, hatte ihn das Wasser zum typisch runden Kieselstein geschliffen.
In der Sonderausstellung „Mein Freund der Kieselstein“ im Mineralogischen Museum der Universität Bonn ist er eines von vielen verschiedenen Exponaten aus verschiedenen Materialien. Selbst aus Ziegelsteinen oder Korallen können runde Kiesel entstehen, wenn sie durch Wasser transportiert und abgerieben werden.

In diesen Tagen wird der Kieselstein aus dem Rhein auf der weltweit größten Edelstein- und Mineral-Ausstellung im US-amerikanischen Tuscon, Arizona, präsentiert. Thema der Ausstellung: „Schätze aus dem Rhein“. Da soll der Bergkristall, der zum transparenten Kiesel wurde, nicht fehlen.

Im März kehrt dieser besondere Kieselstein zurück in die Räume des Mineralogischen Museums im Poppelsdorfer Schloss. Viele andere faszinierende Kieselsteine lohnen aber auch schon im Februar einen Besuch der Sonderausstellung „Mein Freund, der Kieselstein“. Sie wurde übrigens verlängert und läuft noch bis zum 28. Mai 2014.

Den Videopodcast finden Sie hier.

Weitere Information:
Mineralogisches Museum der Universität Bonn,
Dr. Renate Schumacher, Poppelsdorfer Schloss,
Meckenheimer Allee 169, 53115 Bonn

Öffnungszeiten:

mittwochs und freitags von 15.00 bis 18.00 Uhr,
sonntags von10.00 bis 17.00 Uhr, nicht an Feiertagen.

Förderpreis Ökologischer Landbau 2014

Innovative Konzepte, Unternehmergeist und Mut zur Nische – das sind die Eigenschaften, die die Siegerbetriebe des Förderpreises Ökologischer Landbau 2014 auszeichnen. Den Preis übergab Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. 69 Betriebe hatten sich für den Förderpreis beworben, der seit dem Jahr 2001 vergeben wird.

Einen ersten Preis erhielten Rainer Carstens und Paul-Heinrich Dörscher für ihre Bio-GbR in Friedrichsgabekoog in Schleswig-Holstein. Die Bio-Landwirte bewirtschaften mit 1.000 Hektar eine für den Ökolandbau ungewöhnlich große Fläche. Schwerpunkt des Betriebes ist der Anbau von Bio-Gemüse, vor allem Möhren, Blumenkohl und Erbsen. Mehr als 20 weitere Betriebe der Umgebung haben inzwischen auf Bio umgestellt, um die GbR mit Gemüse beliefern zu können. Damit ist der Betrieb nach Ansicht der Jury ein Motor für den ökologischen Landbau und ein großer Gewinn für die strukturschwache Region. Denn auf dem Betrieb arbeiten heute zwölf Festangestellte und etwa 100 Saisonarbeitskräfte. Trotz der großen Flächen wirtschaften die Betriebsleiter mit ausgeglichenen Nährstoff- und Humusbilanzen. Auch Belange des Naturschutzes werden berücksichtigt, z. B. durch ausgedehnte Blühstreifen im Möhrenanbau.

Einen weiteren ersten Platz vergab die Jury an den Stautenhof von Beate und Christoph Leiders in Willich-Anrath bei Krefeld. Mit einer geringen Flächenausstattung von 45 Hektar gelingt es dem Betriebsleiterpaar, die Nähe zu den Ballungsräumen der Region mit einem durchdachten Konzept zur Direktvermarktung optimal zu nutzen. Dabei steht die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Eiern, Masthähnchen und vor allem von Schweinen im Mittelpunkt. Insbesondere durch die eigene Verarbeitung von Fleischwaren entstanden auf dem Betrieb 55 Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit.

Ein zweiter Preis ging an die Getreidezüchtungsforschung Darzau in Neu Darchau bei Lüneburg (Niedersachsen). Der Leiter der Einrichtung, Dr. Karl-Josef Müller, engagiert sich seit Jahrzehnten für die ökologische Pflanzenzüchtung. Der Schwerpunkt liegt auf der züchterischen Bearbeitung von Sommergerste, Hafer, Winterweizen, Erbsen und Einkorn, die speziell auf die Anforderungen im ökologischen Anbau ausgerichtet sind. Die Getreidezucht Darzau gehört zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die sich ausschließlich mit der Züchtung von Ökosorten beschäftigt.

Jürgen Beckhoff, www.aid.de

GOLDENE KAMERA: Das sind die Preisträger 2014

Am gestrigen Abend wurde in Berlin zum 49. Mal die GOLDENE KAMERA von HÖRZU verliehen: Hollywood-Stars, Musik-Größen und bekannte TV-Gesichter durften sich in der von Michelle Hunziker und Hape Kerkeling moderierten TV-Show über den begehrten Film- und Fernsehpreis freuen.

Als „Bester deutscher Fernsehfilm“ wurde „Unsere Mütter, unsere Väter“ ausgezeichnet.

In der Kategorie „Beste deutsche Schauspielerin“ durfte Nadja Uhl die GOLDENE KAMERA in Empfang nehmen. Als „Bester deutscher Schauspieler“ überzeugte Thomas Thieme die Jury.

Für die „Beste Unterhaltung“ wurde Guido Maria Kretschmer ausgezeichnet.

Erstmals stimmten die Fernsehzuschauer live in der Show ab, wer der „Beste TV-Koch“ ist: Die meisten Stimmen bekam am Ende Horst Lichter.

Der HÖRZU-Nachwuchspreis ging in diesem Jahr an Emilia Schüle.

„Beste Schauspielerin International“ wurde Gwyneth Paltrow, als „Bester Schauspieler International“ durfte sich Golden-Globe-Gewinner Matthew McConaughey freuen.

Auch aus Hollywood angereist war Diane Keaton, die die GOLDENE KAMERA für das „Lebenswerk International“ aus den Händen von Schauspielkollegin Andie MacDowell entgegennahm.

Den Preis für das „Lebenswerk“ überreichte Senta Berger an Bruno Ganz.

Tim Bendzko bedankte sich für den Preis in der Kategorie „Beste Musik National“ und trat zusammen mit Cassandra Steen auf. Das „Lebenswerk Musik“ ging an Kool & the Gang.

Im nächsten Jahr steht dann das große Jubiläum an: Die GOLDENE KAMERA wird zum 50. Mal verliehen. Gefeiert wird der große Geburtstag des begehrten Film- und Fernsehpreises Anfang 2015 in Hamburg, so die HÖRZU.

Agrarhandel zum Nutzen der Armen: Kaufentscheidungen überdenken

Fairer Handel ist nach Aussage von Dr. Wolfgang Jamann, dem Generalsekretär der Welthungerhilfe, eine gute Perspektive für Entwicklungsländer. Auch wenn zu einer wirkungsvollen Armutsbekämpfung mehr gehört. Zum Beispiel die Förderung der ländlichen Räume oder eine funktionierende Katastrophenhilfe, Maßnahmen der Ernährungssicherung und des Konfliktmanagements. Auch der Agrarhandel kann dazu beitragen, die Armut vieler Menschen zu reduzieren.

Anlässlich der DLG-Wintertagung 2014 nannte Jamann sieben Bedingungen:
gerechte, weltweite Handelsbedingungen durch die WTO,
Überprüfung der Importrestriktionen für Produkte aus Entwicklungsländern,
Abbau der Agrarsubventionen zulasten kleinbäuerlicher Betriebe,
Schutz der lokalen Produktion zur Armutsbekämpfung,
Förderung des Aufbaus nationaler und regionaler Agrarstrategien in den Entwicklungsländern,
Unterstützung bei der Vermarktung und Zertifizierung – auch in Form des Aufbaus von Genossenschaften –
und schließlich eine „Politik des Einkaufskorbes“.

Das bedeutet, dass Verbraucher und Unternehmen in den Industrieländern, also auch hier in Deutschland, durch ihre Kaufentscheidungen dazu beitragen sollten, Einkommen in den wirtschaftlich schwächeren Ländern der Welt zu schaffen.

Dr. Martin Heil, www.aid.de

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