Die großen Künstler liebten und lieben die Côte d’Azur. Das mediterrane Licht, die Lebensart des Südens, das Flair der Hafenstädtchen. Chagall, Matisse und Picasso zog dieser Ort magisch an, hier schöpften sie ihre Inspiration. Gäste der neuen Dertour Studienreise „Glanzlichter der Côte d’Azur“ aus dem Programm „Frankreich Benelux“ wandeln auf den Spuren dieser Künstler und schauen dabei auch hinter die Kulissen.
Mit ihrem deutschsprechenden Reiseleiter erleben sie die Welt der Kunst und Kultur in Museen und Ausstellungen, entdecken das Hinterland von Nizza und bummeln durch die alten Gassen der Fischerdorfer. Am Kap Ferrat, der Heimat der Schönen und Reichen, wird die erst seit kurzem zugängliche Villa Sospir besichtigt, die der Maler Jean Cocteau für seine Freundin mit eindrucksvollen Fesken verziert hat. Ein Naturerlebnis der besonderen Art ist die Schlucht von Verdon, der größten Felsenschlucht Europas, die bis zu 700 m tief ist. In Grasse, der Welthauptstadt des feinen Duftes, tauchen die Gäste in die Geheimnisse der Parfümherstellung ein. Dertour bietet diese Reise an vier Terminen zwischen April und Oktober 2014 an.
Ab dem 1. Februar 2014 gelten für Taxifahrten im Rhein-Sieg-Kreis neue Tarife. Die neue Tarifordnung sieht einen Anstieg von 20 Cent bei der Grundgebühr sowie um jeweils 10 Cent pro km beim Tag- und Nachttarif vor.
Die Grundgebühr für Taxifahrten beträgt ab dem 1. Februar 2014 somit drei Euro. Der Tagtarif in den Zeiten von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr kostet je gefahrenem Kilometer 1,70 Euro. Der Nachttarif in den Zeiten von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen beträgt 1,80 Euro.
Wer das Taxi bis 5 Minuten warten lässt, bezahlt ein Wartezeitentgelt, wie gehabt, von 26 Euro je Stunde; die berechnete Wartezeit ab der sechsten Minute kostet 30 Euro je Stunde. Der Zuschlag für die Nutzung eines Großraumtaxis wird auf sechs Euro angehoben. Der Zuschlag in Höhe von einem Euro für die Bezahlung der Taxikosten mit Kreditkarte bleibt hingegen gleich.
Grund für die neuen Taxitarife sind im Wesentlichen die Steigerung der zum Teil nicht zu beeinflussenden Unterhaltungs- und Wartungskosten für Kraftfahrzeuge sowie die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Aufgrund dessen entstand bei den Taxiunternehmen ein finanzielles Defizit, welches nunmehr die erneute Anhebung der Tarife rechtfertigt.
Die letzte Anpassung der Tarifordnung war am 1. Februar 2012 in Kraft getreten. Mit ihr wurden seiner Zeit der Tag- sowie Nachtarif um jeweils 5 Cent angehoben.
Wissenschaftler der Universität Bonn haben Mutationen identifiziert, die die seltene Dowling-Degos-Krankheit auslösen können. Interessant an diesem Erfolg ist unter anderem die Art und Weise, wie er erzielt wurde: Die Forscher nutzten dazu eine neuartige Methode, die die Suche nach seltenen Gendefekten erheblich vereinfachen kann. Noch vor wenigen Jahren wäre der Fund kaum möglich gewesen. Die Studie ist im renommierten American Journal of Human Genetics erschienen.
Um krank machende Mutationen zu finden, nutzen Forscher normalerweise eine besondere Eigenschaft der Erbanlagen aus: Gene, die auf einem Chromosom in enger Nachbarschaft liegen, werden häufig zusammen vererbt. Ein Beispiel: In einer Familie ist der braunäugige Vater erkrankt, die blauäugige Mutter aber gesund. Die erkrankten Kinder haben allesamt braune Augen. In diesem Fall kann man annehmen, dass die Mutation in der Nähe des Augenfarbe-Gens liegt. Die Forscher können also ganz gezielt in den Erbgut-Regionen um das Augenfarbe-Gen nach Veränderungen suchen.
Prof. Dr. Regina C. Betz hat die Heisenberg-Professur für Dermatogenetik am Institut für Humangenetik der Universität Bonn inne. (c) Foto: Volker Lannert/Uni Bonn
Ein Nachteil der Methode: Sie funktioniert nur in Familien mit vielen Betroffenen. Denn nur dort lässt sich der Ort des mutierten Gens mit ausreichender statistischer Wahrscheinlichkeit bestimmen. Bei sehr seltenen genetischen Erkrankungen kennen die Forscher häufig nicht genügend miteinander verwandte Patienten. Dazu gehört auch die Dowling-Degos-Krankheit. Die Erkrankung äußert sich unter anderem in einer vermehrten Anzahl von Pigmentflecken auf der Haut. Zudem ist die Haut empfindlicher und neigt bei Sonneneinstrahlung und Hitze zu unangenehmen Entzündungen.
Neue Technologie ermöglichte den Fahndungserfolg
Die Wissenschaftler um Prof. Dr. Regina C. Betz vom Universitätsklinikum Bonn haben inzwischen über 50 betroffene Einzelpersonen und Familien gesammelt. „Damit dürften wir Zugang zu einem der weltweit größten Patientenkollektive haben“, sagt Betz, die am Institut für Humangenetik in Bonn eine Heisenberg-Professur für Dermatogenetik der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bekleidet. Die meisten der Erkrankten sind jedoch nicht miteinander verwandt. Die oben skizzierte Methode ist in diesem Fall also ungeeignet, die zu Grunde liegenden Mutationen aufzuspüren.
Seit einigen Jahren gibt es jedoch eine Alternativmethode, um Erbgut-Defekte zu identifizieren. „Es ist inzwischen möglich, innerhalb von wenigen Wochen die gesamten Gene eines Menschen – das so genannte Exom – zu sequenzieren“, erläutert Prof. Betz. „Früher mussten wir den Ort des defekten Gens zumindest ungefähr kennen, um dann diese Region ganz gezielt unter die Lupe nehmen zu können. Das ist heute nicht mehr nötig.“
Die Forscher haben das Exom von fünf Patienten mit dieser Methode komplett sequenzieren lassen. Im Anschluss haben sie die so gewonnenen Informationen miteinander verglichen. Dabei sind sie auf ein Gen gestoßen, dessen Sequenz bei allen fünf untersuchten Personen von dem gesunder Menschen abwich. Die Erbanlage trägt den Bauplan für ein Enzym namens POGLUT1. Es spielt unter anderem bei der Vermehrung von Haut- und Pigmentzellen eine wichtige Rolle.
„Wir haben dieses Gen auch bei anderen Patienten in unserem Pool sequenziert“, sagt Dr. Buket Basmanav, Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe von Prof. Betz. „Insgesamt weisen 13 Betroffene an dieser Stelle einen Defekt auf. Bei den anderen ist das Gen unauffällig; es sind bei ihnen also Mutationen in anderen Genen für die Krankheit verantwortlich.“ Eine der betroffenen Erbanlagen konnten die Forscher bereits 2006 identifizieren: das Keratin 5-Gen. Rund ein Drittel der Bonner Patienten weisen Mutationen in dieser Erbanlage auf.
Auf lange Sicht könnte die Entdeckung dazu beitragen, die Entstehung von Pigmentierungsstörungen besser zu verstehen. „Unsere Resultate gewähren zudem einen weiteren Einblick in die komplexen Auf- und Umbauprozesse in unserer Haut“, betont Prof. Betz.
Publikation: Mutations in POGLUT1, Encoding Protein O-Glucosyltransferase 1, Cause Autosomal-Dominant Dowling-Degos Disease; The American Journal of Human Genetics, http://dx.doi.org/10.1016/j.ajhg.2013.12.003
Szene aus dem Dokumentarfilm „Master of the Universe“ von Marc Bauder Foto: hr/bauderfilm
Produktionen des Hessischen Rundfunks (hr) und der Hessischen Filmförderung (HFF) sind acht Mal für den Preis der deutschen Filmkritik nominiert worden. Dabei hat die von der HFF geförderte hr-Koproduktion „Master of the Universe“ gleich in drei Kategorien Chancen auf eine Auszeichnung: „Bester Dokumentarfilm“ (Regie: Marc Bauder), „Beste Musik“ (Bernhard Fleischmann) und „Beste Kamera“ (Börres Weiffenbach). Die Preise werden am 10. Februar im Rahmen der Berlinale verliehen.
In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ ist außerdem die hr-Koproduktion „Vergiss mein nicht“ von David Sieveking sowie der Film „Drachenmädchen“ von Inigo Westmeier nominiert. Beide Produktionen wurden von der HFF unterstützt.
Die Aussicht auf mehrere Preise hat ebenfalls die hr-Koproduktion „Houston“ mit hr-„Tatort“-Star Ulrich Tukur als Hauptdarsteller. Der Film ist in den Kategorien „Bester Spielfilm“ (Regie: Bastian Günther“ und „Bester Schnitt“ (Anne Fabini) nominiert.
In der Kategorie „Bester Darsteller“ ist Sascha Alexander Gersak für seine Leistung unter anderem in der hr-Koproduktion „5 Jahre Leben“ nominiert.
Der Preis der deutschen Filmkritik wird in zwölf Kategorien an deutsche Filme vergeben, die im vorangehenden Kalenderjahr in den Kinos zu sehen waren. Es ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird. Die renommierte Auszeichnung richtet sich nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien, sondern nach rein künstlerischen.
Die hr-Koproduktionen „5 Jahre Leben“, „Houston“ und „Master of the Universe“ sind außerdem in die Vorauswahl zum Deutschen Filmpreis gewählt worden.