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Das nackte Leben

Euan Uglow (1932 London - 2000 London) - The Diagonal, 1977 Öl auf Leinwand, 118 x 167 cm - Privatbesitz © Euan Uglow, The Diagonal, 1971-77, Privatbesitz © The Estate of Euan Uglow. Foto: Courtesy of Browse & Darby Ltd
Euan Uglow (1932 London – 2000 London) – The Diagonal, 1977 Öl auf Leinwand, 118 x 167 cm – Privatbesitz © Euan Uglow, The Diagonal, 1971-77, Privatbesitz © The Estate of Euan Uglow.
Foto: Courtesy of Browse & Darby Ltd

Große Namen der britischen Kunst

Münster (lwl). Große Namen der britischen Kunst ziehen kurz nach der Neueröffnung in das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster ein: 120 Werke von Francis Bacon, Lucian Freud, David Hockney und 13 anderen Künstlern sind ab dem 8. November in der Ausstellung „Das nackte Leben“ zu sehen. Das zerstörte London nach dem Krieg und schonungslose Porträts stehen Motiven gegenüber, die die alltägliche Lebenswelt der Künstler widerspiegeln. Die Leihgaben kommen aus der ganzen Welt: Großbritannien, Frankreich und Spanien bis Australien und die USA. Mit der Ausstellung weiht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Sonderausstellungsräume in seinem neu eröffneten Museum ein. Eine Serie stellt die wichtigsten Kunstwerke vor.

Als Modell für das Bild „Die Diagonale“, das Euan Uglow 1971 begann und 1977 vollendete, diente dem Londoner Künstler eine amerikanische Künstlerin namens Jacques Rochester. Uglow hatte sie an einer Londoner Kunsthochschule kennengelernt. Jahre zuvor hatte Uglow dort studiert und sich eine Arbeitsweise angeeignet, die von Ausdauer und Akribie gekennzeichnet ist.

Für seine Bilder benötigte der Künstler Monate, oft sogar Jahre. Seine Modelle positionierte er in einem leeren, laborähnlichen Raum. Um die räumlichen Beziehungen korrekt festzuhalten, spannte er Fäden durch sein Atelier. Die Posen seiner Modelle sind häufig ungewöhnlich und gehen auf eine geometrische Grundform, etwa die eines Dreiecks, zurück. Jeder Pinselstrich ist bewusst gesetzt und durchdacht. Uglow selbst sprach von „einer kontrollierten Leidenschaft“.

Das Werk wurde zum ersten Mal in der Eröffnungsausstellung der Browse & Darby Gallery in London im Jahr 1977 gezeigt. Auf die Bemerkung, das Bild sei stark durchkomponiert, entgegnete Uglow: „Es hätte genauso gut ein Brett sein können, aber es war ein Mädchen. Ist ja auch viel interessanter anzuschauen. Aber es war auch eine Reaktion auf ihre Person, denn sie war sehr hochgewachsen und konnte lange so sitzen.“

Die in den 1970er Jahren entstandene Arbeit wird als exemplarisch für das Werk des Künstlers angesehen und fand vor allem bei seinen konzeptuell arbeitenden Kollegen großen Anklang.

Das nackte Leben. Bacon, Freud, Hockney und andere. Malerei in London 1950-80
8. November 2014 bis 22. Februar 2015

Öffentliche Termine
Eröffnung der Ausstellung „Das nackte Leben“: 7. November 2014, 19 Uhr

Informationen
LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, 48143 Münster
Telefon +49(0)251 5907-01, Fax +49(0)251 5907-210
http://www.lwl-museum-kunst-kultur.de, museumkunstkultur@lwl.org
BLOG http://www.lwl-museum-kunst-kultur.de/blog
FACEBOOK http://www.facebook.com/LWLMuseumKunstundKultur
TWITTER http://twitter.com/Museum247
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LWL-Einrichtung:
LWL-Museum für Kunst und Kultur
Westfälisches Landesmuseum
Domplatz 10
48143 Münster
Karte und Routenplaner

Individuell vererben oder dem Gesetz vertrauen?

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Ratgeber: Richtig vererben und verschenken

Für die eigene Nachlassplanung gibt’s kein Patentrezept. Ob das Vermögen schon zu Lebzeiten verschenkt oder erst nach dem Tod verteilt wird, inwieweit hierbei die gesetzliche Erbfolge greift oder eine andere Aufteilung gewünscht ist, sollte den individuellen Lebensumständen und Vorstellungen des Erblassers entsprechen.

Eine gute Planung der Vermögensaufteilung ist der wichtigste Schritt für alle, die rechtliche oder steuerliche Stolperfallen vermeiden und ihre Werte möglichst nach eigenem Gusto vererben wollen. Wie die persönliche Nachlassregelung aussehen kann und worauf Erblasser bei Testamenten, Erbverträgen oder Schenkungen achten sollten, darüber informiert der Ratgeber „Richtig vererben und verschenken“ der Verbraucherzentrale NRW.

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die gesetzliche Erbfolgeregelung. Und es zeigt, wie unerwünschte Auswirkungen verhindert werden können sowie welche steuerlichen Aspekte im Einzelfall berücksichtigt werden müssen. Konkrete Tipps und zahlreiche Musterformulierungen helfen dabei, Wünsche rechtssicher zu formulieren.

Der Ratgeber kostet 11,90 Euro und ist in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW erhältlich. Für zuzüglich 2,50 Euro (Porto und Versand) wird er auch nach Hause geliefert.

Bestellmöglichkeiten:

Online-Shop: www.vz-ratgeber.de, Telefon: 0211/3809-555, E-Mail: ratgeber@vz-nrw.de, Fax: 0211/3809-235, Post: Versandservice der Verbraucherzentralen, Himmelgeister Straße 70, 40225 Düsseldorf.

Sprachsteuerungs-Systeme im Test

Foto: adac.de
Foto: adac.de

Systeme reduzieren Ablenkung des Fahrers

Durch das immer größere Angebot an Info- und Entertainmentfunktionen müssen sich Autofahrer zunehmend mit fahrfremden Tätigkeiten auseinandersetzen. Der ADAC hat jetzt erstmals Sprachsteuerungssystemen in sieben Fahrzeugen der Mittelklasse getestet. Geprüft wurde die Praxistauglichkeit mittels Sprachdateien – hochdeutsch, bayerisch, sächsisch und schwäbisch. Das Ergebnis ist insgesamt zufriedenstellend, die Fahrzeuge schnitten alle zwischen gut und befriedigend ab.

Das beste System im Test hatte der Audi A 4 Avant mit einer sehr guten Befehlsübersicht und Hilfestellung, guter Erkennungsleistung und Funktionsumfang. Er leistete sich in keinem Punkt Schwächen. Dass das System im Vergleich zu den Konkurrenten bereits etwas älter ist zeigt sich lediglich an der manchmal trägen Verarbeitungsdauer. Schlusslicht bei diesem Praxistest war das System des VW Passat, das schon seit vier Jahren verbaut wird. Während hier die sprachbedienbaren Funktionen aus dem Radio und CD-Bereich kaum Wünsche offen lassen, zeigt die Sprachsteuerung deutliche Defizite im Telefon und im Navigationsbereich. Da hier der Nutzer fast durchgehend jeden Befehl bestätigen muss, kann das System im Bereich Handhabung und Ablenkung allerdings nicht überzeugen.

Positives Fazit für den ADAC ist, dass alle Sprachsteuerungssysteme im Test dazu beitragen, dass Autofahrer weniger abgelenkt werden als durch die händische Bedienung der Zusatzfunktionen. Weiterentwicklungsbedarf gibt es noch bei der Verarbeitung von Dialekten und der Benutzerfreundlichkeit. Um anspruchsvolle Aufgaben, wie die vollständige Adresseingabe oder das Vorlesen eingehender Nachrichten nutzen zu können, müssen sich die Verbraucher heute zunächst intensiv in die Thematik einarbeiten. Aus diesem Grund rät der Club den Nutzern auch, sich zunächst im Stand eingehend mit dem Funktionsumfang und der Systemlogik vertraut zu machen.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass bereits heute zahlreiche Fahrzeugfunktionen per Sprache bedient werden können. Künftige Systeme werden wesentlich intelligenter und vielseitiger, indem sie sowohl mit dem Smartphone als auch mit dem Internet verknüpft werden. Dadurch wird sich nicht nur der Wortschatz, sondern auch der Einsatzbereich erweitern. Der ADAC rechnet damit, dass in absehbarer Zeit eine nahezu natürliche Konversation zwischen Fahrzeug und Anwender möglich sein und dadurch die Ablenkung des Fahrers auf ein Minimum reduziert wird.

Die Fahrzeuge für den Test wurden aufgrund der Zielgruppe der Vielfahrer und der Zulassungszahlen ausgewählt. Alle Systeme wurden auf Funktionsumfang, Handhabung, Leistung und Ablenkung hin überprüft. Die Pakete für die Sprachsteuerung sind meist nur als Extra-Paket erhältlich und kosten zwischen 1 650 und 3 510 Euro. Nur beim Opel Insignia gehört das System zur Serienausstattung.

Quelle/Text/Redaktion: www.adac.de

Ratgeber für Schwerkranke, Angehörige und ehrenamtliche Helfer

Ist ein Mensch schwer erkrankt und geht wahrscheinlich seiner letzten Lebensphase entgegen, ist es gut, wenn ihm Freunde und Familie zur Seite stehen. Doch im Krankenhaus fehlt oft die nötige Intimsphäre, um Abschied nehmen zu können. Dank der Hospizarbeit ist in der Zeit des Sterbens ein gutes und selbstbestimmtes Leben möglich. Wie das konkret aussehen kann, erläutert der Ratgeber „Bleib bei mir, wenn ich Abschied nehme“, den die Verbraucherzentrale Hamburg anlässlich des Welthospiztages am 11. Oktober empfiehlt.

Das Buch erklärt auf 100 Seiten, wie man die Zeit des Abschieds aktiv gestalten, quälende Symptome lindern und die Kranken liebevoll begleiten kann. Es erläutert, wie sich klärende Gespräche führen, Kontakte organisieren sowie Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten verfassen lassen. Der nützliche Wegweiser unterstützt außerdem beim Aufbau eines Hilfenetzes aus Professionellen, Angehörigen und Hospizhelfern, liefert Hintergrundwissen zu seelischen und gesundheitlichen Krisen, aber auch Informationen über die Pflege zu Hause sowie die Entscheidungskriterien für Krankenhaus oder Hospiz.

Der Ratgeber „Bleib bei mir, wenn ich Abschied nehme“ ist erhältlich für 5,90 Euro im Infozentrum der Verbraucherzentrale Hamburg an der Kirchenallee 22 (Mo, Mi, Do, Fr 10 – 18 Uhr und Di 10 – 19 Uhr). Zuzüglich 2,50 Euro für Porto und Versand kann man das Buch auch online unter www.vzhh.de oder telefonisch unter (040) 24832-104 bestellen.

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