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Kinder- und Jugendärzte warnen vor Muttermilchbörsen

Über Muttermilchbörsen und Soziale Netzwerke bieten Mütter ihre Milch Frauen an, die nicht stillen können. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt vor dieser Art des Handels ohne jede amtliche Gesundheitskontrolle.

„Muttermilch ist das Beste für einen Säugling, sie enthält alle Nährstoffe in optimaler Zusammensetzung, sie beugt der Entwicklung von Allergien und Infektionskrankheiten vor und sorgt für eine gesunde Entwicklung. Wir warnen dennoch davor, Muttermilch über das Internet zu beziehen,“ so Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. „Spenderinnen können Medikamente oder Drogen nehmen, ansteckende Krankheiten wie AIDS oder Hepatitis haben. Keine Mutter kann kontrollieren, ob die fremde Muttermilch für das eigene Kind unbedenklich ist. Auch der Transport kann die Qualität der Muttermilch beeinträchtigen und ungenießbar machen. Anders als bei Lebensmitteln, die man im Laden kauft, gibt es beim Handel mit Muttermilch keinerlei amtliche unabhängige Kontrollen.

Selbst keim- und giftstofffreie Milch einer fremden Mutter ist unter Umständen nicht gut für das Kind. Muttermilch passt sich in ihrer Zusammensetzung stets aufs Neue den Bedürfnissen der Säuglinge an. Kurz nach der Geburt benötigen Babys mehr Nährstoffe als im Alter von einigen Wochen oder Monaten. Die Milch einer Frau, die bereits ein älteres Kind hat, enthält nicht die richtige Nährstoffzusammensetzung für ein Neugeborenes.

Frauen, die nicht stillen können, raten wir zu industriell hergestellter Säuglingsmilch. Diese kann ohne Bedenken gefüttert werden.“

„Die Liebe zum Wintersport wird nie vergehen“

Er gehört zu den erfolgreichsten Skispringern aller Zeiten. Sven Hannawald ist der erste und bisher einzige Skispringer, der alle vier Wettbewerbe der Vierschanzentournee gewonnen hat. Das war 2002. Es kam ein Sieg nach dem anderen hinzu – bis er im Jahr 2004 nicht mehr konnte. Das Burnout-Syndrom zwang ihn, mit dem Profisport aufzuhören.

Am Sonntag, 2. Februar, ist Sven Hannawald um 11 Uhr zu Gast im hr4-Treffpunkt. Er erzählt, wie er aus seiner Krankheit herausgefunden hat und wie er es geschafft hat, dass es ihm heute – wie er sagt – „blendend“ geht.

Er will seiner Liebe zum Wintersport treu bleiben, indem er sich dem Nachwuchs im Skispringen widmet. Er sieht das Problem, „dass Junge sich ab einem gewissen Alter neu orientieren und vom Wintersport oder Skispringen weggehen.“ Hannawald will Wege finden, dass sie länger beim Skispringen bleiben können.

Das gesamte Interview mit Sven Hannawald sendet hr4 am Sonntag, 2. Februar, ab 11 Uhr.

Psychothriller „Alaska Johansson“ für Grimme-Preis nominiert

Mit dem Psychothriller „Alaska Johansson“ ist der Hessische Rundfunk (hr) für den diesjährigen Grimme-Preis nominiert. Der Film mit Alina Levshin in der Titelrolle geht in der Kategorie „Fiktion“ ins Rennen um den renommierten Preis, der am 4. April in Marl verliehen wird.

Alina Levshin als Alaska Johansson Foto: hr/Katrin Denkewitz
Alina Levshin als Alaska Johansson
Foto: hr/Katrin Denkewitz

Der Film erzählt eine Geschichte, in der die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit zunehmend verwischen: Als die erfolgreiche Headhunterin Alaska Johansson von ihrem Chef, mit dem sie ein Verhältnis hat, gefeuert und verlassen wird, will sie sich umbringen. Doch ihr Selbstmordversuch wird verhindert von einem merkwürdig kostümierten Kind, das sie kurze Zeit später in der Wohnung des Nachbars sieht. Der aber hat angeblich gar kein Kind …

Neben Alina Levshin sind in weiteren Rollen Stipe Erceg, Sebastian Schipper, Alexander Held, Sibylle Canonica, Fritz Roth, Luc Feit, Stefan Bissmeier und Inez Bjørg David zu sehen. Das Drehbuch zum Film stammt von Sascha Arango, Regie führte Achim von Borries, Redaktion hatte Jörg Himstedt. „Alaska Johansson“ war im Oktober 2013 im Ersten zu sehen.

Ernährungstherapie: Was Laborwerte verraten?

Welche Richtung eine Ernährungstherapie einschlägt, hängt neben der Diagnose, mit der sich der Klient vorstellt, oft auch von seinen Blutwerten ab. Das Verstehen und Interpretieren einer Laboranalyse gehört zu den grundlegenden Kenntnissen eines Ernährungstherapeuten. Ob bei einer Hypercholesterinämie eine cholesterinarme Diät, eine Modifikation der Fettquellen oder eher eine kohlenhydratarme Ernährungsweise erforderlich ist, lässt sich beispielsweise aus der Höhe der verschiedenen Blutfettwerte ableiten. Gleichzeitig zeigen Veränderungen der Laborwerte, ob ein Therapieansatz fruchtet oder ob die Ernährungsumstellung doch in eine andere Richtung zielen sollte. Während der eine Diabetiker seinen Langzeitblutzuckerwert im Zaum hält, indem er bevorzugt zu Vollkornvarianten greift, gelingt dies dem anderen, indem er Getreideprodukte weitgehend reduziert.

Das Fachkompendium „Laborwerte: Interpretation für die Ernährungsberatung“ bietet eine Einführung in die wichtigsten Werte einer Laboranalyse und hilft, diese besser zu verstehen. Es umreißt deren Bedeutung für den Stoffwechsel, gibt Auskunft über die anzustrebenden Normwerte und nennt Erkrankungen und Zustände, auf die abweichende Werte hindeuten können. Ergänzend hierzu bietet das Miniposter „Laborwerte in der Ernährungstherapie“ einen schnellen Überblick über praxisrelevante Blutwerte und deren Referenzwerte. Beide Unterlagen sind im Onlineshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.

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