Kategorie-Archiv: Neu

Woher kommt mein Fleisch? – Ab 2015 Kennzeichnung Pflicht

Esse ich Schweineschnitzel aus Polen oder Dänemark? Stammt mein Hähnchenfilet aus den Niederlanden oder aus Deutschland? Bisher konnten Verbraucher das anhand der Verpackung nicht nachvollziehen. Ab 1. April 2015 ändert sich das. Ab dann muss frisches verpacktes Fleisch von Schwein, Ziege, Schaf und Geflügel mit dem Ursprungsland gekennzeichnet sein. Für Rindfleisch gilt die Vorschrift bereits.

Diesen Vorschlägen zur Kennzeichnungspflicht stimmten die Experten im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit der EU-Staaten am 5. Dezember 2013 zu, teilte die Europäische Kommission mit. Wurden die Tiere in verschiedenen Ländern aufgezogen und geschlachtet, muss das ebenfalls auf der Verpackung vermerkt sein. Die Kommission muss die Regeln noch formell beschließen. Damit setzt die EU Vorschriften der Lebensmittelinformations-Verordnung aus dem Jahr 2011 um.
Renate Kessen, www.aid.de

Essgewohnheiten bilden sich ab dem ersten Lebensjahr

Zum Ende des ersten Lebensjahres sollten Kleinkinder am gemeinsamen Familienessen teilnehmen, die Umstellung von Säuglingsernährung auf normale Familienkost ist dann abgeschlossen. Die gemeinsame Mahlzeit ist ein wichtiger Teil des Familienlebens. Eine angenehme Atmosphäre bei Tisch fördert nicht nur den Spaß am Essen sondern wirkt sich auch positiv auf die Lebensmittelauswahl aus. Die Kinder erhalten so die richtige Menge an Nährstoffen und werden in ihrem Essverhalten geprägt. Das rät das Netzwerk Gesund ins Leben, eine IN FORM-Initiative des Bundesernährungsministeriums.

Viele Eltern lassen den richtigen Moment für das gemeinsame Essen aber ungenutzt verstreichen und verpassen damit die beste Phase, gute Essgewohnheiten zu etablieren. „Mit 12 Monaten erhalten 80 bis 95 Prozent der Kinder Flaschenkost und Beikost. Im Alter von 24 Monaten sind es immer noch 23 bis 33 Prozent“, erklärt Prof. Berthold Koletzko, Kinder- und Jugendarzt und Sprecher des wissenschaftlichen Beirats im Netzwerk Gesund ins Leben. Dass dies nicht nötig ist, bestätigen die neuen Handlungsempfehlungen des Netzwerks: Kinder brauchen nach dem ersten Geburtstag keine speziellen Produkte. Denn mit dem Ende des Säuglingsalters können Kinder fast alles essen. Eine Ausnahme sind Nüsse und andere harte Lebensmittel in „Erdnussgröße“, an denen sich kleine Kinder leicht verschlucken.

Entsprechend den Ernährungsempfehlungen für Erwachsene bilden auch bei Kleinkindern pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kartoffeln und Getreideprodukte die Basis einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung. Da sie viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe liefern, bieten Eltern diese Lebensmittel am besten zu jeder Mahlzeit an. Für tierische Lebensmittel gilt: Mengenmäßig sollten mehr Milch und Milchprodukte auf dem Speiseplan zu finden sein als Fleisch, Fisch und Eier. Fisch wird ein bis zweimal pro Woche empfohlen, besonders fettreicher Meeresfisch, da er wichtige Fettsäuren liefert. Bei allen Empfehlungen sollten sich die Eltern aber an ihre eigene Nase fassen: Wer selbst kein Gemüse isst, wird auch beim Kind kein Verlangen danach erzeugen.
www.aid.de

Sybille Bullatschek: Volle Pflegekraft voraus

Sybille Bullatschek ist zu Gast in Lage. Foto: Newtone Bielefeld
Sybille Bullatschek ist zu Gast in Lage.
Foto: Newtone Bielefeld

Die sympathische Schwäbin Sybille Bullatschek ist Altenpflegerin mit Leib und Seele. Mit Ehrlichkeit, einer großen Portion positiver Energie und einem Quäntchen Naivität nimmt sie den Zuschauer mit in ihren Alltag ins Altenheim. Und der ist alles andere als langweilig. Mit ihrem neuen Programm „Volle Pflegekraft voraus“ ist die Kabarettistin Ramona Schukraft am Freitag, 14. Februar, zu Gast im LWL-Ziegeleimuseum Lage. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt um 20 Uhr zum Kabarettabend in sein Industriemuseum ein.

Besucher erleben das Sommerfest mit Hüpfburg und Bull-Riding und machen bei der wöchentlichen Rollator-Rallye mit – in diesem Heim ist nichts unmöglich. Selbst am Tag der Begegnung versucht Sybille noch Gutes zu tun und lädt eine Jugendgruppe aus der städtischen JVA zu einem geselligen Nachmittag ein. Doch auch kabarettistische und vor allem aktuelle Themen wie der „Pflege TüV“ und der Pflegekräftemangel werden an diesem Abend humorvoll auf die Schippe genommen.

Hinter der Pflegerin Sybille Bullatschek steckt Comedyfrau Ramona Schukraft, bekannt unter anderem aus dem Quatsch Comedy Club, Nightwash und Blond am Freitag. In ihrer Rolle als Sybille Bullatschek war sie Finalistin beim Kabarettpreis „Krefelder Krähe“ 2009 und nominiert für den Stockstädter Römerhelm.

Der Eintritt beträgt 17 Euro. Karten sind an bekannten Vorverkaufsstellen und im LWL-Museum erhältlich.
Eintritt ab 19.30 Uhr.

LWL-Industriemuseum – Ziegeleimuseum Lage

Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Sprikernheide 77
32791 Lage
Karte und Routenplaner

Weinbergsboden ist Boden des Jahres 2014

Nur der Wein schafft es, seine sensorische Qualität ganz eng mit seiner Herkunft zu verknüpfen. Der Jahrgang eines einzelnen Weinbergs kann Weltberühmtheit erlangen. Was Wissenschaftler unter „Terroir“ verstehen ist die Mischung aus klimatischen, pedogenen und Umwelteinflüssen sowie der Bewirtschaftungsweise. Die Summe aller Faktoren beeinflusst die Rebe und den Wein. Schon alleine deshalb hat das „Kuratorium Boden des Jahres“ den Weinbergsboden zum Repräsentanten des unbekannten Biotops Boden für das Jahr 2014 erkoren.

An vielen Steilhängen deutscher Flüsse prägen die Rebenkulissen das Landschaftsbild. Diese Steilhänge sind in Gefahr, wenn mit der Aufhebung des Pflanzrechts der Rebenanbau auch im Flachland frei gegeben würde. Der Wahl zum Boden des Jahres ist ein Signal für den Erhalt der aufwendig zu bearbeitenden Steilhänge, die oft nur mit Handarbeit bewirtschaftet werden können.

Die Tagung zur Wahl des Bodens 2014 zeigte aber auch, welchen Änderungen der Weinbau unterliegt. In Hessen sind 16 Weinbaugebiete im Rheingau und der Weinstraße in die landesweite Flurneuordnung eingebunden. Uwe Richter von der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation führte aus, dass seit 2008 der Erosionsschutz in den Steillagen zwingend vorgeschrieben ist. Früher lag er meist erst am Hangfuß, um nach einem Starkregen das Abfließen von Schlamm in die Dörfer zu verhindern. Versickerungsgruben „wandern“ mittlerweile hangaufwärts. Die Winzer sind bemüht, das Wasser innerhalb einer Rebenzeile zu halten. Der Fremdeintrag von Wasser soll verhindert werden. So führen seitliche Führungsgräben entlang der Wege das Regenwasser zu den neuen Sickergruben. Talwärts darf von den Wegen her kein Wasser mehr in die Anlagen fließen.

Die Offenhaltung der Fläche zwischen den Rebenzeilen war Tradition, wird heute aber auch wegen möglicher Erosion und Befahrbarkeit der Wege kritisch gesehen. Mattias Petgen vom Dienstleistungszentrum Rheinland-Pfalz (DLR) zeigte die Vorteile von Sommerbegrünung mit Ölrettich, Raps oder Malven und einer Winterbegrünung mit Wintergetreide oder Leguminosen wie Ackerbohnen und Erbsen auf: In trockenen Jahren halten sie die Bodenfeuchte länger, reichern den Boden mit Humus an und vermeiden beim Befahren tiefgründige Fahrspuren. Leguminosen fixieren für die Reben auch noch Luftstickstoff im Boden.
Roland Krieg, www.aid.de

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