Boxspringbetten: Nicht überzeugend

Beim ersten Test von Boxspringbetten konnten die ausgewählten Modelle nicht überzeugen. Die Stiftung Warentest kritisiert in der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, dass die Matratzen so weich sind, dass der Schlafende tief einsinkt und die Bewegungsfreiheit dadurch eingeschränkt wird, was den erholsamen Schlaf behindert. Außerdem könnten die Betten zu schnellerem Schwitzen führen. Beim ebenfalls veröffentlichten Test von 11 Kaltschaummatratzen schneidet bei Preisen bis zu 1060 Euro keine „gut“ ab.

Auf dem gefederten Boxspring liegt eine Taschenfederkernmatratze und darauf eine dünne Auflage. Foto: test.de
Auf dem gefederten Boxspring liegt eine Taschenfederkernmatratze und darauf eine dünne Auflage. Foto: test.de

Boxspring ist ein Zwei-Matratzen-System. Statt auf einem Lattenrost liegt die Matratze auf einem gepolsterten Rahmen mit Federkern, dem sogenannten Boxspring. Auf dieser mit Füßen versehenen Federbox thront meist eine Taschenfederkernmatratze und darüber noch eine dünne Schaumstoffmatratze. Ein Kopfteil komplettiert das Ensemble. Das hat seinen Preis: 3.600 Euro und mehr kann ein Boxspring-Doppelbett kosten. Am besten schnitt mit der Note „Befriedigend“ das Boxspringbett von Auping ab. Es hat als einziges „gute“ Liegeeigenschaften, deklariert aber die Härte seiner Matratze falsch.

Beim Test von 11 Kaltschaummatratzen dominiert teures Mittelmaß. Die Matratzen zu Preisen zwischen 400 und 1060 Euro können mit den Siegermodellen aus den letzten Tests nicht mithalten. Günstiger und besser ist zum Beispiel die Federkernmatratze Badenia irisette Lotus TKF(test 4/2013), die schon für 299 Euro zu haben ist.

Die ausführlichen Tests Boxspringbetten und Kaltschaummatratzen sind bereits www.test.de/matratzen abrufbar.

Anti-Fliegen-Lotion selbst gemacht

Die Fliegen- und Bremsenplage lässt manche Tiere im Sommer schier verzweifeln. Pferde sind teilweise kaum noch reitbar oder geraten sogar in Panik.

Der Fachhandel bietet unterschiedliche Anti-Fliegen-Lotionen an, deren Wirkung von Pferd zu Pferd und von Insekt zu Insekt verschieden ist. Eine preiswerte Alternative zu den kommerziellen Anti-Fliegen-Sprays hat sich schon vor mehr als 100 Jahren bei der deutschen Kavallerie bestens bewährt: Eine Braunglasflasche wird zur Hälfte mit Salatöl gefüllt. Anschließend werden ausgedrückte Knoblauchzehen hinzugegeben bis der Flaschenboden gut bedeckt ist. Nun muss die Flasche verschlossen und über einen Zeitraum von ca. vier Wochen in einem dunklen Raum aufbewahrt werden. Richtig durchgezogen ist das Öl, wenn beim Öffnen der Flasche ein starker Knoblauchgeruch wahrnehmbar ist. Jetzt wird die Flasche mit (Wein-)Essig aufgefüllt, zusätzlich werden zehn Tropfen Schwarzkümmelöl beigemengt.

Diese Mischung wird durch einen Filter in eine Sprühflasche umgefüllt. Vor dem Aufsprühen ist es wichtig, die Flasche gut durchzuschütteln.

Anke Klabunde, www.aid.de

Und wo bleibt die Strandfigur?: Abnehmen für den Urlaub

Der Urlaub vom Chef ist genehmigt, die Reise ist gebucht … und was ist mit der Strandfigur? Kann man auf die Schnelle vor dem Urlaub noch gesund ein paar Kilos abnehmen? Ernährungswissenschaftlerin Nadia Röwe vom aid infodienst in Bonn ist optimistisch: „Ja, es geht, wenn man sich realistische Ziele steckt und nicht zu spät anfängt.“ Und der Zeitpunkt ist schon die größte Einschränkung, denn ein bis zwei Kilogramm pro Monat sind die ideale Gewichtsabnahme, um gesund zu sein und sein Gewicht auf Dauer halten zu können.

Wichtig beim Abnehmen ist viel zu trinken, vor allem kalorienfreie oder -arme Getränke, die den Durst ohnehin am besten löschen. Damit keine Heißhungerattacken auftreten, sollte man vor dem Urlaub möglichst Vollkornbrot, -nudeln und -reis essen, da diese mit den enthaltenen komplexen Kohlenhydraten lange satt halten. Wer im Urlaub selbst abnehmen möchte, kann zum Beispiel am Buffet beim Gemüse reichlich zugreifen. Egal ob roh, gebraten, gegrillt oder gekocht, Gemüse liefert wenige Kalorien und viele Ballaststoffe, die ebenfalls lange sättigen. Zurückhalten sollte man sich dagegen bei den Desserts, die meist sehr viel Zucker und/oder Fett enthalten.

Verbote sind beim Abnehmen jedoch verboten. Die steigern nur die Lust, verursachen unnötigen Druck und erhöhen die Gefahr zu Scheitern. „Naschen ist ausdrücklich erlaubt“, so Röwe. „Behalten Sie aber die Menge im Auge und achten Sie auf die Auswahl. Ein Fruchteis liefert beispielsweise deutlich weniger Kalorien als ein Sahneeis.“ Auch beim Alkohol ist Vorsicht geboten. Wer zum Beispiel einen halben Liter Bier trinkt, nimmt über 200 kcal zu sich. Auch Cocktails haben es in sich. Ein Caipirinha liefert je nach Zubereitungsart über 300 kcal. Also gilt wie beim Essen auch: lieber langsam und bewusst genießen. Besonders All Inclusive-Urlauber sollten das beherzigen. Das lückenlose und reichhaltige Angebot, das überall zur Verfügung steht, verführt schnell zum Zugreifen. Wer regelmäßige Mahlzeiten einhält und stärker auf sein Hungergefühl achtet, widersteht jedoch der Versuchung.

„Alternativ hilft auch Ablenkung“, schlägt die Ernährungswissenschaftlerin vor. „Schwimmen oder Strandspaziergänge kurbeln den Stoffwechsel an und verbrennen Kalorien.“

Beim Abnehmen sollte die Kalorienzufuhr generell nicht zu stark eingeschränkt werden, da der Körper sonst nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird und auf Sparmodus umschaltet, um für schlechte Zeiten vorbereitet zu sein. Die Folge ist, dass man schneller wieder zunimmt: der sogenannte JoJo-Effekt. Um ein Kilogramm Fettgewebe abzubauen, müssen 7.000 kcal eingespart werden. Der größte Erfolg beim Abnehmen wird daher erzielt, wenn die tägliche Kalorienmenge reduziert und der Kalorienverbrauch erhöht wird. Weniger kalorienreich essen und zwei bis drei Mal in der Woche Kraft- und Ausdauersport sind somit ein ideale Kombination für die Strandfigur.

Harald Seitz, www.aid.de

Kleine bevorzugt: Deutsche lieben Tomaten

Tomaten sind mit Abstand das beliebteste Gemüse der Deutschen. Im Wirtschaftsjahr 2011/2012 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei knapp 21 Kilogramm – 7 Kilogramm frische Tomaten und 14 kg verarbeitete Produkte. Das haben vorläufige Berechnungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ergeben. Insgesamt lag der bundesweite Verbrauch bei rund 1,7 Millionen Tonnen.

Nach einer Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hat sich das Einkaufsverhalten der Konsumenten bei Tomaten in den vergangenen Jahren deutlich geändert: Die Wahl fällt immer häufiger auf kleinere Tomatentypen. So sei der Anteil von Cherry- und Cocktailtomaten in den vergangenen fünf Jahren von 29 Prozent auf 39 Prozent gestiegen. Über die Hälfte dieser kleinen Tomaten sind Strauchtomaten. Rispentomaten normaler Größe dagegen verlieren an Bedeutung und machen nur noch 38 Prozent der Einkaufsmengen aus. Auch runde Tomaten landen seltener im Einkaufskorb: Ihr Anteil liegt nur noch bei 12 Prozent, während es vor fünf Jahren noch 19 Prozent waren.

Im Jahr 2012 haben deutsche Landwirte auf einer Fläche von 315 Hektar Tomaten unter Glas angebaut und rund 61.200 Tonnen geerntet, informiert die BLE. Zusätzlich wurden 637.100 Tonnen aus den EU-Mitgliedstaaten nach Deutschland eingeführt. Das entspricht einem Rückgang von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptlieferländer waren die Niederlande (354.300 t), Spanien (163.500 t), Belgien (58.600 t) und Italien (29.400 t). Außerhalb der EU war Marokko (36.000 t) noch ein wichtiges Importland für den deutschen Markt. / Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.bmelv-statistik.de/de/statistischer-monatsbericht/einzelne-monatsberichte

Alles über Tomaten erfahren Sie in der Rubrik „Lebensmittel von A-Z“ auf www.was-wir-essen.de

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...