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Kürbisse – Die größten Beeren mit vielen Gesichtern

(aid) – Nicht nur die bunten Blätter, sondern auch die zahlreichen Kürbisse sind ein untrügliches Zeichen für den Herbst. Vielfältig in Farbe und Form werden sie nicht nur zu Halloween gerne zu Dekozwecken genutzt. Aber und gerade als Nahrungsmittel erlebt Großmutters Gemüse eine Renaissance. Und schon botanisch gesehen, bieten sie eine Überraschung. Denn Kürbisse sind die größten Beeren der Welt. Sie können über einen Meter Durchmesser haben, über drei Meter Umfang und bis zu 150 kg Gewicht, in Rekordfällen sogar über 500 kg auf die Waage bringen.

Quelle: www.aid.de

Adenosin lässt das „Hüftgold“ schmelzen

Im Labor: Dr. Thorsten Gnad, Saskia Scheibler, Prof. Dr. Alexander Pfeifer, Anja Glöde, Prof. Dr. Christa E. Müller, Laia Reverte-Salisa, Prof. Dr. Ivar von Kügelgen, Dr. Linda S. Hoffmann (von links). Foto: Claudia Siebenhüner/UKB
Im Labor:
Dr. Thorsten Gnad, Saskia Scheibler, Prof. Dr. Alexander Pfeifer, Anja Glöde, Prof. Dr. Christa E. Müller, Laia Reverte-Salisa, Prof. Dr. Ivar von Kügelgen, Dr. Linda S. Hoffmann (von links). Foto: Claudia Siebenhüner/UKB

Bekämpfung von Übergewicht

Die Zahl der Übergewichtigen nimmt weltweit stark zu – damit steigt auch das Risiko, in der Folge etwa an Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes oder Alzheimer zu erkranken. Viele träumen deshalb von einer effizienten Methode, Pfunde loszuwerden. Diesem Ziel ist nun ein internationales Forscherteam unter Federführung von Professor Alexander Pfeifer vom Universitätsklinikum Bonn einen Schritt näher gekommen. Das körpereigene Adenosin aktiviert braunes Fett und „bräunt“ weißes Fett. Die Ergebnisse sind nun im renommierten Fachjournal „Nature“ veröffentlicht.

„Fett ist nicht gleich Fett“, sagt Prof. Dr. Alexander Pfeifer vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie des Universitätsklinikums Bonn. Der Mensch trägt zwei verschiedene Arten von Fett in sich: Unerwünschte weiße Fettzellen, aus denen zum Beispiel das lästige „Hüftgold“ besteht. Außerdem gibt es noch braune Fettzellen, die als erwünschte Heizaggregate überschüssige Energie in Wärme verwandeln. „Wenn es uns gelingt, braune Fettzellen zu aktivieren oder weiße in braune Fettzellen umzuwandeln, können möglicherweise überflüssige Pfunde abgeschmolzen werden“, berichtet der Pharmakologe.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Pfeifer hat zusammen mit einem internationalen Forscherteam aus Schweden, Dänemark, Finnland sowie dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und der Universität Düsseldorf einen neuen Ansatzpunkt gefunden: das Adenosin. Es wird bei Stressreaktionen ausgeschüttet. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Adenosinrezeptor A2A.

Aktivierung von braunem Fett durch Adenosin

„Dockt in den braunen Fettzellen das Adenosin an diesen Rezeptor an, wird die Fettverbrennung stark stimuliert“, berichtet Dr. Thorsten Gnad aus Prof. Pfeifer´s Team. Dass Adenosin braunes Fett aktiviert, galt vorher als ausgeschlossen. Es gab mehrere Versuche mit Ratten und Hamstern, wobei sich zeigte, dass Adenosin braunes Fett blockiert. Das Team der Universität Bonn ließ sich von diesen Ergebnissen nicht beirren. Anhand von braunen Fettzellen, die Menschen bei Operationen entfernt wurden, vollzogen die Wissenschaftler den Signalweg der Fettaktivierung über das Adenosin nach. Dabei zeigte sich, dass Ratten und Hamster in dieser Hinsicht anders reagieren als der Mensch. „Das braune Fett von Mäusen hingegen verhält sich genauso wie das unserer eigenen Spezies“, fasst Prof. Pfeifer zusammen.

Adenosin bräunt weißes Fett

Die Forscher untersuchten auch, ob weiße Fettzellen durch Adenosin in braune Fettzellen umgewandelt („gebräunt“) werden können. Weiße Fettzellen lassen sich im Gegensatz zu den braunen normalerweise nicht zum Schmelzen des „Hüftgolds“ bewegen, weil ihnen die dazu erforderlichen A2A-Rezeptoren fehlen. Deshalb transferierte das Wissenschaftlerteam in Mäusen das Gen für den Rezeptor aus braunen Fettzellen auf weiße. Daraufhin verhalten sie sich wie braune Zellen – und die Fettverbrennung wird angekurbelt.

Klinische Anwendung ist noch weit entfernt

Den Forschern der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, die Bedeutung des Adenosins für braune Zellen von Mäusen und des Menschen nachzuvollziehen. „Durch die Gabe von Adenosin-ähnlichen Substanzen nahmen die Mäuse tatsächlich ab“, berichtet Prof. Pfeifer. Es seien jedoch in diesem Zusammenhang noch viele Fragen zu untersuchen. Eine klinische Anwendung sei deshalb noch weit entfernt.

Publikation: Adenosine activates brown adipose tissue and recruits beige adipocytes via A2A receptors, Fachjournal “Nature”, DOI: 10.1038/nature13816

Quelle/Text/Redaktion: www.uni-bonn.de

Ein neuer Nitratsensor für den Klimaschutz

Bochumer Nitratsensor Ein Messstäbchen saugt eine kleine Menge Pflanzensaft auf, aus der das Messgerät automatisch die enthaltene Nitratmenge berechnet. © RUB, Foto: Gorczany
Bochumer Nitratsensor
Ein Messstäbchen saugt eine kleine Menge Pflanzensaft auf, aus der das Messgerät automatisch die enthaltene Nitratmenge berechnet.
© RUB, Foto: Gorczany

Herausragend für den Klimaschutz

Herausragend für den Klimaschutz – dieses Prädikat hat das Land NRW dem Projekt von Nachwuchswissenschaftler Dr. Nicolas Plumeré verliehen. Am Zentrum für Elektrochemie der Ruhr-Universität Bochum entwickelt er mit seinem Team einen Nitratsensor. Dieser soll es ermöglichen, Nutzpflanzen mit exakt der richtigen Menge Dünger zu versorgen, ohne den Boden unnötig zu belasten. Das Projekt wurde für die „KlimaExpo.NRW“ ausgewählt.

Bis zu doppelt so viel Dünger im Einsatz wie notwendig

Zurzeit setzen Landwirte bis zu doppelt so viel Dünger ein, wie Nutzpflanzen tatsächlich benötigen. Dadurch gelangt überflüssiges Nitrat in die Böden, das die Umwelt belastet. Auch die Produktion der Stickstoffdünger schadet dem Klima: Jährlich verschlingt sie etwa ein Prozent des globalen Energiebedarfs. Bislang gab es nur wenige Methoden, um die auf dem Feld vorhandene Nitratmenge zu bestimmen und somit den Düngebedarf zu ermitteln. Da die Verfahren aufwendig und teuer sind, nutzen Landwirte sie nur wenig.

Leicht einsetzbare Methode zur Nitratbestimmung

Nicolas Plumeré entwickelt mit seinem Team einen zuverlässigen Nitratsensor, den Bauern unkompliziert direkt auf dem Feld einsetzen können. Er funktioniert ähnlich wie ein Blutzuckermessgerät. Der Anwender ritzt einen Pflanzenstängel an, um einen winzigen Tropfen Pflanzensaft zu gewinnen. Ein Messstäbchen saugt genau die für den Test benötigte Menge auf – am Ende sollen das gerade einmal 300 Nanoliter sein – und gibt als Ergebnis die vorhandene Nitratmenge aus. Das Messstäbchen enthält ein Enzym, das Nitrat zu Nitrit umsetzt. Bei der Reaktion werden Elektronen frei; den resultierenden Stromfluss misst eine Elektrode im Stäbchen. Aus dem Stromfluss wiederum berechnet das Gerät automatisch die Nitratkonzentration im Pflanzensaft. Da Luftsauerstoff das Nitrat-Messverfahren stört, integrierten die Forscher spezielle weitere Enzyme in das Messstäbchen, die den Sauerstoff abfangen.

Dr. Nicolas Plumeré Forscher am Zentrum für Elektrotechnik der Ruhr-Universität © RUB, Foto: Gorczany
Dr. Nicolas Plumeré
Forscher am Zentrum für Elektrotechnik der Ruhr-Universität
© RUB, Foto: Gorczany

Das Verfahren optimieren

Zurzeit optimiert die Forschergruppe das Messverfahren, damit es robust gegen alle Störeinflüsse auf dem Feld ist. In ein bis zwei Jahren könnte ein funktionstüchtiger Prototyp vorliegen, ein marktreifes Produkt in drei bis fünf Jahren.

So belastet Nitrat die Umwelt

Nitrat führt in Gewässern zu einem Überangebot an Nährstoffen und bringt so das Ökosystem aus dem Gleichgewicht. In die Luft ausgeschiedener Stickstoff erhöht außerdem die Feinstaubbelastung, kann Krankheiten wie Krebs und Asthma fördern und unterstützt die Bildung von bodennahem Ozon.

1.000 Schritte bis zum Ziel Dr. Nicolas Plumeré von der Ruhr-Universität und Dr. Rebekka Loschen von der KlimaExpo.NRW mit den symbolischen Fußabdrücken © RUB, Foto: Gorczany
1.000 Schritte bis zum Ziel
Dr. Nicolas Plumeré von der Ruhr-Universität und Dr. Rebekka Loschen von der KlimaExpo.NRW mit den symbolischen Fußabdrücken
© RUB, Foto: Gorczany


KlimaExpo.NRW: 1.000 Schritte bis zum Ziel

Die KlimaExpo.NRW ist ein Projekt der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, das eine nachhaltige Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft beflügeln soll. Schubkräfte für diese Entwicklung sind Energiewende, Klimaschutz sowie die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Ziel ist es, erfolgreiche Projekte in innovativen Formaten einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene zu präsentieren und zusätzliches Engagement für den Klimaschutz zu initiieren. Die KlimaExpo.NRW soll das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens in diesem Bereich präsentieren. Sie läuft landesweit bis zum Jahr 2022.

Quelle/Text/Redaktion: Dr. Julia Weiler, www.ruhr-uni-bochum.de/

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Banksparpläne: Überraschend hohe Zinsen

Die Zinsen sind im Keller, doch für Anleger gibt es noch attraktive Auswege. Die Stiftung Warentest hat bei einer Untersuchung von 41 Banksparplänen überraschend gute Konditionen entdeckt. Die besten Angebote bringen zwischen 2,5 und mehr als 3 Prozent Rendite. Doch Sparer müssen auf die Bedingungen der Verträge achten, so die November-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.

Die Top-Angebote kommen von Tochterunternehmen russischer Banken, die der österreichischen Einlagensicherung unterliegen. Im Test gab es aber auch attraktive Angebote mit deutscher Einlagensicherung. So bietet die Edekabank zum Beispiel für eine 18-jährige Laufzeit eine Rendite von 2,5 Prozent. Allerdings ist hier ein vorzeitiger Ausstieg nicht möglich.

Bei Sparplänen mit Bonuszinsen sollten sich Anleger die Zins-, Bonus- und Ausstiegsbedingungen genau ansehen. Achtung bei Sparplänen mit variablem Zins: Es gibt Verträge, bei denen die Zinsanpassung nicht geregelt ist, manche verstoßen sogar gegen geltendes Recht.

Grundsätzlich eignen sich Banksparpläne laut Finanztest gut, um für eine größere Anschaffung zu sparen oder auch für Eltern und Großeltern, die Kindern ein kleines Vermögen ansparen möchten. Da die Sparpläne keinerlei Nebenkosten haben, sind sie deutlich sinnvoller als Ausbildungsversicherungen. Einen kostenlosen Renditerechner für Banksparpläne bietet die Stiftung Warentest unter www.test.de/sparplanrechner an.

Der ausführliche Test Banksparpläne erscheint in der November-Ausgabe 2014 der Zeitschrift Finanztest und ist unter www.test.de/sparplan abrufbar.

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