800 Jahre Bielefeld – Das gibt’s doch gar nicht!

Inszenierte Stadtführung auf dem Alten Markt: Im Jubiläumsjahr nehmen Schauspieler die Bielefeld-Besucher mit auf eine Zeitreise in die vergangenen acht Jahrhunderte Stadtgeschichte. © Foto Bielefeld Marketing GmbH"
Inszenierte Stadtführung auf dem Alten Markt: Im Jubiläumsjahr nehmen Schauspieler die Bielefeld-Besucher mit auf eine Zeitreise in die vergangenen acht Jahrhunderte Stadtgeschichte.
© Foto Bielefeld Marketing GmbH“

Die Bielefelder und ihre Gäste feiern 2014 ein unglaubliches Jubiläum. 800 Jahre ist es dann her, dass Graf Hermann von Ravensberg an den Handelswegen zu Füßen des Teutoburger Waldes die Stadt Bielefeld gründete. Unter dem Motto „800 Jahre Bielefeld – Das gibt’s doch gar nicht!“ wird die viel zitierte Verschwörungstheorie über die Stadt, die es angeblich nicht gibt, von 97 Jubiläumsprojekten in unglaublichen zehn Themenfeldern auf charmante Weise widerlegt.

Mehr als 200 Veranstaltungen stellen die Projektpartner auf die Beine. Festivals, Konzerte, Film- und Fotoprojekte, Theateraufführungen und viele weitere Geburtstagsgeschenke stehen auf der Agenda für 2014. Im Januar wird das Festjahr mit der Gala „Feier-Abend“ im Theater Bielefeld eröffnet. Das Wissenschaftsfestival GENIALE lädt vom 8. bis 16. August 2014 zu einer faszinierenden Forschungsreise durch die Stadt ein. Einer der vielen Höhepunkte ist sicher der NRW-Tag vom 27. bis 29. Juni in der Bielefelder Innenstadt. Open-Air-Konzerte, Festumzug, Lesungen und Shows bieten Familien ein erlebnisreiches Wochenende.

Besucher aus ganz Deutschland sind eingeladen, im Jubiläumsjahr 2014 die Stadt am Teutoburger Wald zu entdecken. Unter dem Titel „Kuck mal, Bielefeld!“ bietet die Bielefeld Marketing GmbH ein spezielles Reisepaket an. Bei der für das Jubiläum entwickelten Stadtführung setzen Schauspieler die Stadtgeschichte eindrucksvoll in Szene. Außerdem enthält das Reisepaket eine Übernachtung mit Frühstück, ein Jubiläumspräsent, ein Bielefeld-Info-Paket sowie eine Bielefelder Tourist-Card. Das Angebot ist für 65 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar für folgende Termine: 6. April, 18. Mai, 1. Juni, 24. August und 3. Oktober 2014. Weitere Reisepakete werden zum NRW-Tag und zur GENIALE angeboten. Kontakt: Tel.: (05 21) 51 61 02. Informationen rund um das Jubiläumsprogramm „800 Jahre Bielefeld“ gibt es unter www.bielefeld800.de.

Kinojahr 2014 startet „besonders wertvoll“

Das Kinojahr 2014 startet gleich mit zwei „besonders wertvollen“ Highlights, empfohlen von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).

Das wahre Leben ist doch immer noch aufregender als jeder Tagtraum. Zu dieser Erkenntnis kommt Walter Mitty in Ben Stillers neuem Film DAS ERSTAUNLICHE LEBEN DES WALTER MITTY (Start: 1. Januar). Von einem mausgrauen unauffälligen kleinen Angestellten verwandelt sich Walter in einen wahren Helden, der um seine große Liebe kämpft und dabei auch sich selbst findet. Die FBW-Jury war begeistert von den magischen Bildern, der subtil eingeflochteten Komik und den rührenden zwischenmenschlichen Momenten. Hierfür vergab sie das höchste Prädikat „besonders wertvoll“.

Großartige Bilder bietet auch der Dokumentarfilm DAS GEHEIMNIS DER BÄUME (Start: 2. Januar), das neue Werk von Luc Jacquet, bekannt durch die berührende und oscarpremierte Dokumentation DIE REISE DER PINGUINE: Jacquet begleitet den Botaniker Francis Hallé, der die Entstehung und Entwicklung des Regenwalds beschreibt und ihrer Faszination nachspürt. Seine Beobachtungen über die Bäume und den Kreislauf des Öko-Systems Wald sind das erzählerische Kernstück des Filmes, in dem Zuschauer eintauchen kann in eine grüne Welt, die von Menschenhand immer stärker bedroht wird. „Einer der ungewöhnlichsten, spektakulärsten und klügsten Dokumentarfilme, der die gewohnten Pfade des Genres sprengt. Ein Film, den man nicht so schnell vergessen wird.“ So lobte die fünfköpfige Expertenrunde den Film, dem sie das Prädikat „besonders wertvoll“ verlieh.

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Spielfilm, Komödie. USA 2013. Filmstart: 01.01.2014

Walter Mitty ist ein Held. Er rettet Kinder und Hunde aus brennenden Häusern, kämpft gegen Bestien und erklimmt die höchsten Berge. Doch all dies sind Tagträume. Denn eigentlich ist Walter nur ein kleiner Angestellter beim Life-Magazin, den jeder übersieht. Auch seine neue Kollegin Cheryl, in die Walter verliebt ist. Nur der Fotograf Sean, der für Life quer durch die Welt reist, hält große Stücke auf den ruhigen besonnenen Mann. Als für die letzte Print-Ausgabe des Magazins ein wichtiges Foto von Sean fehlt, klopft das Schicksal an Walters Tür. Er muss sich entscheiden: Soll er weiter träumen oder aufwachen und sein Leben in die Hand nehmen? Was anfängt wie eine Komödie, entwickelt sich nach und nach in ein fantasievolles Road Movie voller unglaublicher Bilder und Eindrücke. Denn je mehr Walter sich von seinen Tagträumen verabschiedet, desto wahnwitziger werden seine tatsächlich erlebten Abenteuer. Von einem Sprung in einen Helikopter in Grönland bis hin zur Besteigung des Himalaya folgt der Zuschauer Walter und wird mit hineingezogen in seine Erlebnisse. Ben Stiller, sowohl Hauptdarsteller als auch Regisseur, ist die perfekte Besetzung für diesen Mann, der als graue Maus startet und als strahlender Held endet. Neben all den abenteuerlichen Szenen lässt der Film sich auch immer wieder Zeit für die kleinen ruhigen zwischenmenschlichen Momente, die angefüllt sind mit Liebe, subtiler Komik und Herzenswärme. Am Ende braucht Walter Mitty keinen Traum mehr. Denn er lebt ihn. Ein mitreißender Film über die unendlichen Chancen des Lebens – magisch, poetisch, traumhaft.

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/das_erstaunliche_leben_des_walter_mitty

Das Geheimnis der Bäume

Dokumentarfilm. Frankreich 2013. Filmstart: 02.01.2014 Prädikat besonders wertvoll

Francis Hallé ist Botaniker. Seine ganze Leidenschaft gilt den Pflanzen und Bäumen und ganz besonders dem Regenwald. Jahrelang hat er das Zusammenspiel von Flora und Fauna in diesem ganz besonderen Ökosystem studiert, hat Bäume beobachtet, bei ihrem Leben, ihrem Vergehen und auch bei ihrer Zerstörung. Der Filmemacher Luc Jacquet, bekannt durch DIE REISE DER PINGUINE, hat Hallé bei seinen Beobachtungen begleitet. Er filmt ihn da, wo Hallé sich zuhause fühlt: In, auf und bei den Bäumen. Und während der Botaniker erzählt, von der Entstehung eines Waldes, von der Ko-Existenz der Arten und den Erhaltungsmechanismen der grünen Riesen, zeigt uns Jacquet dazu wahrhaft majestätische Bilder von ganz nah bis ganz weit weg, die die Schönheit und Faszination des Regenwaldes nachfühlen lassen. Der orchestrale Score und die Erzählerstimme von Bruno Ganz lassen den Zuschauer noch tiefer eintauchen in die scheinbare Unendlichkeit des Waldes. Doch nichts ist unendlich, die Gefahr der Zerstörung nimmt zu. Hiervor warnen Hallé und Jacquet eindringlich und zeigen uns den Regenwald als von der Natur stimmig durchkomponiertes System, welches der Mensch nach und nach kaputt macht. Und der Wald kann sich nun einmal nicht ewig selbst erhalten. Eine hochinformative Reise in eine Welt voller magischer Bilder, die nur der Mensch bewahren kann und muss.

http://www.fbw-filmbewertung.com/film/das_geheimnis_der_baeume

Kai Schumann als Kommissar im Ruhrgebiet

Der eigensinnige Kommissar Nikolas Heldt macht wieder das Ruhrgebiet (un)sicher. Die zweite Staffel der ZDF-Krimiserie „Heldt“ startete am 2. Januar 2014. In der ersten von zwölf neuen Folgen, „Totalschaden“, ging es um den Mord an einem KFZ-Mechaniker. Tatwerkzeug: Heldts Auto.

Zum Inhalt: Heldt (Kai Schumann) soll zusammen mit seinem Vorgesetzten, Kriminalhauptkommissar Detlev Grün (Timo Dierkes), zu einer Fortbildung nach Essen. Doch prompt geht Heldts Auto kaputt. In der Werkstatt macht der smarte KFZ-Mechaniker Tobias Wachowiak (Dominic Boeer) dem Kommissar ein kostengünstiges Angebot, das dieser nicht ausschlagen kann. Heldt und Grün machen sich mit einem Leihmotorrad auf den Weg nach Essen. Unterwegs werden sie Zeugen eines Autounfalls, bei dem die junge Meike Behling (Maike Jüttendonk) verletzt wird.

Kurze Zeit später ist der Mechaniker Wachowiak tot – zerquetscht von Heldts Auto. Staatsanwältin Ellen Bannenberg (Janine Kunze) beauftragt Heldt und Grün mit den Ermittlungen. Grün findet heraus, dass Wachowiak mit gefälschten Ersatzteilen arbeitete. Als Frau Dr. Holle (Angelika Bartsch) von der Spurensicherung bestätigt, dass bei Meikes Wagen die Bremsleitung manipuliert war, beschleicht Heldt das Gefühl, dass beide Fälle zusammenhängen könnten.

Ulrike Hamacher führte Regie nach dem Drehbuch von Marko Lucht und Lorenz Lau-Uhle. Neben den Hauptdarstellern Kai Schumann, Janine Kunze, Timo Dierkes, Felix Vörtler, Yunus Cumartpay, Steffen Will und Angelika Bartsch sind in Episodenrollen unter anderen Petra Nadolny, Grit Boettcher, Ralf Richter, Ralf Morgenstern, Hansa Czypionka, Tilo Prückner, Marc Benjamin Puch, Christian Kahrmann, Stephan Grossmann, Nadeshda Brennicke, Clelia Sarto, Dirk Martens, Cristina Do Rego, Thomas Balou Martin und Uwe Rhode zu sehen.

Heino Ferch kritisiert den „Tatort“

Heike Makatsch, Nora Tschirner, Christian Ulmen und Til Schweiger – der „Tatort“ wird immer mehr zum „Event“. Doch nicht alle deutschen Top-Stars möchten Ermittler in der bei den Zuschauern so beliebten Krimireihe werden.

Heino Ferch etwa hat den Produzenten der Reihe bereits mehrfach eine knallharte Absage erteilt – und begründet sie so: „Ich habe schon ein paarmal abgesagt. Mir gefällt einfach nicht, dass in jeder Stadt „Tatort“-Ermittler sitzen müssen – das erscheint mir inflationär. Durch aktuell 46 Ermittler in 22 Städten ist der Sonntagabend-Sendeplatz leider etwas beliebig geworden.“

Statt also die Arbeit als 47. Ermittler in einer weiteren „Tatort“-Stadt aufzunehmen, konzentriert sich Ferch lieber auf seine ZDF-Reihe „Spuren des Bösen“, in der er den verschlossenen Verhörspezialisten Richard Brock spielt.

Die Unterschiede zwischen dem „Tatort“ und „Spuren des Bösen“ benennt der Schauspieler folgendermaßen: „Egal was man beim ‚Tatort‘ macht – es ist ein massentaugliches Sonntagabendprogramm. Die Tradition der ‚Tatort‘-Reihe ist so alt, dass die Zuschauer fast schon aus Gewohnheit zusehen. ‚Spuren des Bösen‘ hingegen ist neu. Unser Drehbuchautor fischt die spannendsten Psychosen aus dem großen Teich der Abnormitäten heraus. Momentan dreht unser Team den vierten Film von ‚Spuren des Bösen‘. Wir sind eine gut eingespielte Truppe, die große Lust dabei empfindet, möglichst ungeschminkt, pur, klar und uneitel auf das zu schauen, was uns der Autor an komplizierten Zusammenhängen im Drehbuch vorgibt. Weitere Unterschiede zum ‚Tatort‘ sind unsere Intensität, die Nicht-Austauschbarkeit sowie die Düsternis unserer Erzählungen.“

Das ganze Interview mit Heino Ferch in TV DIGITAL ab 3. Januar 2014.

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