Stoff aus der Provinz – Textile Experimente

Einen außergewöhnlichen Workshop bietet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 20. Oktober, in seinem TextilWerk Bocholt an. Unter dem Titel „Stoff aus der Provinz-Textile Experimente“ entstehen unter Anleitung der Künstlerin Christa Maria Kirch zwei- und dreidimensionale Werkstücke.

Zwei- und dreidimensionale Werkstücke entstehen beim Workshop im LWL-Textilwerk Bocholt. Foto: LWL/Holtappels
Zwei- und dreidimensionale Werkstücke entstehen beim Workshop im LWL-Textilwerk Bocholt.
Foto: LWL/Holtappels

Die Teilnehmer verwenden dazu Baumwollerzeugnisse oder technische Textilien aus der Region. Darüber hinaus steht eine optisch und haptisch interessante Auswahl aus der Stoffsammlung der Künstlerin zur Verfügung. Die Teilnehmer fertigen Collagen auf Bildträgern und Objekte aus einfachen Formen oder Alltagsgegenständen, die den Begriff Stoff nicht nur in seiner Eigenschaft als Textil darstellen. Je nach Idee experimentieren die Teilnehmer mit Materialien und es entsteht eine Vielfalt individueller Werke. Wörter wie zum Beispiel Bau-Stoff, Süss-Stoff, Lock-Stoff, Wirk-Stoff, Zünd-Stoff können Gestalt bekommen. Auch für thematisch freies Arbeiten bietet der Workshop Entfaltungsmöglichkeiten.

Außer Freude am Gestalten sollte jeder Teilnehmer eine scharfe Stoffschere und persönliche Verpflegung mitbringen. Der Workshop findet von 10 bis 16 Uhr statt und kostet inklusive Material 50 Euro, zuzüglich 3 Euro Museumseintritt.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter Tel. 02871 21611-0. Maximal können zwölf Personen teilnehmen.

Christa Maria Kirch
Die Künstlerin Christa Maria Kirch lebt und arbeitet in Bocholt. Sie realisierte 2007 zum Jubiläum der Spinnerei Herding die 100-teilige Installation „Hemdener Weg“. Ein Jahr später präsentierte sie im Rahmen der Aktion „TatOrt Kunst“ am gleichen Ort die Serie „Gewissen auf Kissen“. Sie brachte Platanen auf dem Bocholter Gasthausplatz mit farbigen Garnspulen zum Blühen. Im Herbst 2012 lud sie acht Künstlerinnen ein, im LWL-TextilWerk Bocholt einen „Ägyptischen Salon“ zu gestalten, der sich mit der Revolution in der arabischen Welt beschäftigte.

Ort: LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt. Spinnerei, Industriestraße 5
Datum: Sonntag, 20 Oktober 2013
Zeit: 10-16 Uhr
Kosten: 50 Euro (inkl. Material), zzgl. 3 Euro Museumseintritt.

LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum – Textilmuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Uhlandstr. 50
46397 Bocholt
Karte und Routenplaner

Wilderer vergiften Elefanten mit Blausäure

Jagd nach Elfenbein – Wilderer vergiften Elefanten mit Blausäure: Auf besonders perfide Weise haben in Simbabwe Wilderer mindestens 91 Elefanten getötet, um an ihre Stoßzähne zu gelangen. Die Wilderer hatten die Tiere mit Blausäure vergiftet, um in kürzester Zeit an möglichst viel Elfenbein zu kommm.

Ahauser Schlosskonzerte

Das Notos Quartett eröffnet die neue Saison der Ahauser Schlosskonzerte. Foto: Kreis Borken
Das Notos Quartett eröffnet die neue Saison der Ahauser Schlosskonzerte. Foto: Kreis Borken

Der erste Konzertabend im Fürstensaal des Ahauser Schlosses verspricht überwiegend warm und sanft, aber auch durchaus stürmisch zu werden: Mit dem Notos Quartett und Wolfgang Güntner beginnt am Sonntag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr die neue Saison der Ahauser Schlosskonzerte. Und Notos, der Namensgeber des Quartetts, ist in der griechischen Mythologie der Südwind, der in der Regel sacht, aber zuweilen auch etwas ungestüm über das Land bläst.

2007 hat sich das Ensemble gegründet und seither sein Repertoire, das von der Klassik bis in die Moderne reicht, stetig erweitert. Sein Spiel begeistert Fachpresse und Publikum gleichermaßen. In den vergangenen Jahren haben die vier Musiker Sindri Lederer (Violine), Matan Gilitchensky (Viola), Florian Streich (Violoncello) und Antonia Köster (Klavier) viele Erfolge bei Wettbewerben feiern können, der Höhepunkt darunter war sicherlich der Parkhouse Award 2011 in London, der wahrscheinlich wichtigste internationale Wettbewerb für Klavierquartette.

Kontrabassist Wolfgang Güntner ergänzt die vier Musiker beim „Forellenquintett“ von Franz Schubert. Er ist seit 2011 stellvertretender Solokontrabassist der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und wird für seine besondere Fingerfertigkeit bewundert. Alle fünf Akteure überzeugen gemeinsam durch eine intelligente Gestaltung und ihr frisches, brillantes Zusammenspiel.

Dieses Auftaktkonzert vom Notos Quartett und Wolfgang Güntner ist gleichzeitig Teil des Münsterland-Festivals part 7, das alle zwei Jahre stattfindet und immer andere europäische Partnerländer hat. In diesem Jahr sind das die Schweiz und Frankreich. Im Mittelpunkt des Programms steht daher französische Kammermusik: Das Klavierquartett B-Dur von Camille Saint-Saëns und das Klavierquartett c-Moll von Gabriel Fauré gehören zu den bedeutendsten französischen Kammermusikwerken des 19. Jahrhunderts. Zudem steht das bekannte „Forellenquintett“, das Klavierquintett A-Dur, von Franz Schubert auf dem Programm des Abends.

Karten für das Konzert am Sonntag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr gibt es beim Kreis Borken, Fachabteilung Kultur, Burloer Straße 93, E-Mail: kulturamt@kreis-borken.de. Für Erwachsene kostet eine Eintrittskarte in der ersten Kategorie 17,50 Euro, Schüler zahlen 9 Euro. In der zweiten Kategorie beträgt der Preis für die Karten für Erwachsene 15 Euro, für Schüler 7,50 Euro. Interessierte Musikfans können sich auch noch ein Abonemment für die gesamte Reihe zulegen, das in der ersten Kategorie für Erwachsene für 90 Euro zu haben ist, Schüler zahlen 45 Euro. In der zweiten Kategorie kostet es 70 Euro für Erwachsene, 35 für Schüler. Mehr Informationen zu der Konzertreihe gibt es beim Kulturamt des Kreises Borken unter der Telefonnummer 02861/821350.

Das Gesamt-Programm der Ahauser Schlosskonzerte liegt beim Kreis Borken und der Stadt Ahaus sowie in den Touristikbüros und den Filialen der Sparkasse Westmünsterland in der Region Ahaus aus. Im Internet ist es unter www.tourismus-kreis-borken.de/schlosskonzerte.html zu finden. Mehr Informationen zum Münsterlandfestival gibt es unter www.muensterlandfestival.com.

In ihrer 62. Saison bieten die Ahauser Schlosskonzerte, die vom Kreis Borken und der Stadt Ahaus gemeinsam getragen werden, ein abwechslungsreiches Programm. Die künstlerische Leitung der Reihe, in der in erster Linie Kammermusik zu hören ist, hat Norbert van der Linde. Bis zum 23. März gibt es fünf weitere Konzerte im Fürstensaal des Ahauser Schlosses.

Langanhaltend satt statt einfach nur voll

Speisen, die den Magen füllen, machen zwar kurzfristig satt. Doch langanhaltende Sättigung erfordert eine gute Nahrungsmittelkombination.

Zugegeben, es mutet etwas seltsam an, sich hierzulande über das Thema Sättigung Gedanken zu machen. Wie kann dies beim allzeit verfügbaren Nahrungsmittelangebot ein Problem sein? Doch trotz einer üppigen Mahlzeit hält das Sättigungsgefühl bei vielen Menschen nur kurz an und nach zwei Stunden kneift erneut der Hunger. Dabei empfehlen viele Ernährungsberater mittlerweile nur noch drei Mahlzeiten am Tag, um die Ausschüttung des fettabbau-hemmenden Hormons Insulin möglichst gering zu halten. Auf den Ratschlag, etwa vier bis sechs Stunden bis zur nächsten Mahlzeit verstreichen zu lassen, folgt vom Patienten oft das ratlose „Wie soll ich das durchhalten?“

Spezielle Dehnungsrezeptoren in der Magenwand registrieren, ob der Magen voll ist und senden Sättigungssignale zum Gehirn. Volumenreiche Nahrungsmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Pilze oder Nüsse sorgen direkt nach dem Essen für die sättigende Füllung.

Wenn bereits wenige Stunden nach dem Essen erneut der Hunger nagt, enthielt die letzte Mahlzeit möglicherweise zu viele schnell resorbierbare Kohlenhydrate. Eine Portion Nudeln mit Ketchup oder ein Brötchen mit Marmelade verdaut der Körper zügig. Der Zucker gelangt rasch ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel stark ansteigen. Das freigesetzte Insulin senkt den Blutzucker daraufhin so weit ab, dass die entstehende Unterzuckerung erneuten Hunger verursacht.

Eiweiß- und fettreiche Lebensmittel verzögern hingegen die Kohlenhydratverdauung und dämpfen so die Insulinfreisetzung. Mageres Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Nüsse und hochwertige Pflanzenöle sind folglich die ideale Ergänzung für die volumenreichen Kurzzeit-Sattmacher. Ein Tomaten-Rührei auf Roggenbrot zum Frühstück oder eine Gemüsepfanne mit Filetstreifen und gerösteten Nüssen zum Mittag sättigen so kurz- und langfristig.

Wie sich kohlenhydratreiche und -arme Mahlzeiten auf den Blutzucker- und Insulinspiegel auswirken, verdeutlicht das Miniposter „Insulinkurve“. Einen Überblick, welche Nahrungsmittel kurz- oder langfristig sättigen und wie sich diese kombinieren lassen, verrät das Miniposter „Sattmacher“. Beide Miniposter sowie weitere Beratungsunterlagen sind im Onlineshop erhältlich. / Dipl.troph. Christine Langer

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