Haben Nervenzellen wenig zu sagen, werden sie deutlicher

Das Gehirn ist extrem wandlungsfähig – und doch auch konservativ. So könnten die Ergebnisse zusammengefasst werden, die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried bei München in Zusammenarbeit mit Kollegen am Friedrich Miescher Institut in Basel und der Ruhr-Universität in Bochum nun veröffentlicht haben.

Aktivität von Nervenzellen Auch wenn Nervenzellen im visuellen Cortex von ihrer Hauptinformationsquelle abgeschnitten werden, kehrt ihre Aktivität innerhalb von 48 Stunden auf ein ähnliches Niveau wie vor der Störung zurück. Unter dem Mikroskop „leuchten“ gerade aktive Zellen dank eines eingefügten Kalziumindikators auf. © MPI für Neurobiologie, Bild: Hübener
Aktivität von Nervenzellen
Auch wenn Nervenzellen im visuellen Cortex von ihrer Hauptinformationsquelle abgeschnitten werden, kehrt ihre Aktivität innerhalb von 48 Stunden auf ein ähnliches Niveau wie vor der Störung zurück. Unter dem Mikroskop „leuchten“ gerade aktive Zellen dank eines eingefügten Kalziumindikators auf.
© MPI für Neurobiologie, Bild: Hübener

Sie zeigten, dass Nervenzellen im Gehirn ihre eigene Erregbarkeit so regeln, dass die Aktivität des Netzwerks möglichst konstant bleibt. Selbst bei starken Änderungen, wie nach dem vollständigen Wegfall der Informationen aus einem Sinnesorgan, sind nach nur 48 Stunden die zunächst fast verstummten Nervenzellen wieder ähnlich aktiv wie vor dem Ausfall. Das so erreichte mittlere Aktivitätsniveau ist eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Gehirn und die Neuvernetzung von Nervenzellen – eine essentielle Fähigkeit zum Beispiel für die Regeneration nach Verletzungen im Gehirn oder den Sinnesorganen.

Gehirn kompensiert Änderungen der Nervenzellaktivität in kurzer Zeit

Nervenzellen kommunizieren in Form von elektrischen Signalen. Diese geben sie über spezielle Kontaktstellen, die Synapsen, an Nachbarzellen weiter. Soll eine neue Information verarbeitet werden, können die Zellen neue Synapsen zu ihren Nachbarzellen aufbauen oder bestehende Kontakte verstärken. Damit Vergessen möglich ist, sind diese Prozesse reversibel. Das Gehirn befindet sich somit ständig im Umbau, durch den einzelne Nervenzellen jedoch weder zu aktiv noch zu ruhig werden dürfen. Ein gleichbleibender Aktivitätslevel ist das Ziel, denn eine langfristige Übererregung der Nervenzellen kann zu Schäden im Gehirn führen. Auch zu wenig Aktivität ist nicht gut. „Nur wenn die Zellen sozusagen ‚wach‘ sind, also ein Mindestmaß an Aktivität zeigen, können sie sich neu mit ihren Nachbarzellen vernetzen“, erklärt Mark Hübener, der Leiter der nun erschienenen Studie. Das internationale Forscherteam zeigte nun erstmals, dass das Gehirn selbst massive Änderungen der Nervenzellaktivität innerhalb von zwei Tagen kompensiert und zu einem ähnlichen Aktivitätslevel wie vor der Änderung zurückkehren kann.

Forschung am visuellen Kortex

Bisher gaben nur Zellkulturen Hinweis auf diese erstaunliche Fähigkeit des Gehirns. Auch blieb unklar, auf welche Weise Nervenzellen ihre eigene Erregbarkeit in Relation zur Aktivität des gesamten Netzwerks regulieren können. Der Antwort auf diese Frage kommen die Wissenschaftler nun einen großen Schritt näher. In ihrer Studie untersuchten sie den visuellen Cortex kürzlich erblindeter Mäuse. Wie erwartet, aber bisher noch nie gezeigt, sank die Aktivität der Nervenzellen in diesem Bereich nicht auf null, sondern nur auf die Hälfte des ursprünglichen Wertes. „Allein das war ein erstaunliches Ergebnis, denn es zeigt, in welchem Ausmaß der visuelle Cortex auch Informationen aus anderen Hirnbereichen verarbeitet“, erklärt Tobias Bonhoeffer, der bereits seit vielen Jahren mit seiner Abteilung am Max-Planck-Institut für Neurobiologie die Vorgänge im visuellen Cortex erforscht. „Richtig spannend wurde es jedoch, als wir diesen Bereich über die nächsten Stunden und Tage weiterbeobachteten.“

Voraussetzung für ein gesundes, anpassungsfähiges Gehirn

Durch das Mikroskop konnten die Wissenschaftler sozusagen „live“ beobachten, wie die Nervenzellen im visuellen Cortex wieder aktiv wurden. Bereits nach wenigen Stunden war deutlich zu erkennen, dass die Kontaktstellen der betroffenen Zellen zu Nachbarzellen zunehmend größer wurden. Werden Synapsen größer, dann werden sie auch stärker – Signale werden schneller und effektiver an andere Zellen weitergegeben. Durch diese Kontaktverstärkung kehrte die Aktivität des betroffenen Zellverbands nach 24 bis 48 Stunden zu seinem Ausgangswert zurück. „Vereinfacht dargestellt hatten die Zellen durch den Wegfall des visuellen Inputs nicht mehr so viel zu sagen – doch wenn sie nun etwas sagten, dann taten sie es mit Nachdruck“, veranschaulicht Mark Hübener. Durch das gleichzeitige Verstärken aller Synapsen der betroffenen Nervenzellen können auch größere Ausreißer in der Nervenzellaktivität in erstaunlich kurzer Zeit wieder normalisiert werden. Das auf diese Weise erreichte relativ gleichbleibende Aktivitätsniveau ist eine essentielle Voraussetzung für ein gesundes, anpassungsfähiges Gehirn.

Titelaufnahme

T. Keck, G.B. Keller, R.I. Jacobsen, U.T. Eysel, T. Bonhoeffer, M. Hübener (2013): Synaptic scaling and homeostatic plasticity in the mouse visual cortex in vivo, Neuron, DOI: 10.1016/j.neuron.2013.08.018

Cholesterin und Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen sind die Früchte der Hül­senfrüchtler (Leguminosen). Aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts sind sie ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Sie sind fettarm und versorgen uns zudem mit Mineralstoffen (Eisen, Magnesium, Zink) und reichlich mit sättigenden Ballast­stoffen, die zur Regulierung und Senkung des Cholesterinspiegels beitragen. Meist werden die getrockneten Samen der Hülsenfrüchtler gegessen, die vorher mindestens 7-8 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Im Fall von grünen Bohnen und Zuckererbsen isst man die Früchte.

Quelle: www.wirthspr.de

Cholesterinarme-Rezepte

Gebrauchtwagenkauf: Auf alle Kfz-Dokumente achten

Egal, ob beim Händler oder privat: „Beim Kauf eines Gebrauchtwagens sollte der Käufer darauf achten, dass alle Kfz-Dokumente mit übergeben werden“, sagt TÜV Rheinland-Kraftfahrtexperte Hans-Ulrich Sander. Dazu gehört neben der Zulassungsbescheinigung Teil I und II beziehungsweise dem Fahrzeugschein und -brief auch unbedingt der letzte Prüfbericht von Haupt- und Abgasuntersuchung, wenn das Fahrzeug älter als drei Jahre ist. Dieser muss dem Straßenverkehrsamt bei der Neuanmeldung vorgelegt werden. Hinzu kommt bei Pkws ab Baujahr 1997 das sogenannte COC-Papier (Certificate of Conformity). Diese Übereinstimmungserklärung besagt, dass das Auto ohne weitere technische Prüfung in jedem EU-Land zugelassen werden kann.

Rechnungen für Gewährleistung wichtig

Das Serviceheft gibt Aufschluss über korrekt durchgeführte Wartungsarbeiten. Wichtig sind auch Reparaturrechnungen, denn dann besteht gegenüber der Werkstatt ein Gewährleistungsanspruch von zwölf Monaten. Indikatoren für eine hohe Laufleistung können ein abgegriffenes Lenkrad, verschlissene Pedale, durchgesessene Sitze und starke Gebrauchsspuren am Lack sein. „Wer an den Angaben des Verkäufers zweifelt, sollte die Finger von dem Fahrzeug lassen“, empfiehlt der TÜV Rheinland-Fachmann und ergänzt: „Der Markt bietet jede Menge Alternativen.“

Gebrauchtwagencheck bei TÜV Rheinland

Hilfe beim Gebrauchtwagenkauf bieten alle Prüfstellen von TÜV Rheinland. Bei der Bewertung inklusive Hauptuntersuchung nehmen die unabhängigen Sachverständigen den Wagen genau unter die Lupe, machen eine Probefahrt und kontrollieren alle technischen Funktionen. Außerdem spüren sie verdeckte Unfallschäden auf und erfassen die Sonderausstattung des Autos. In Kombination mit der HU kostet der Check 49 Euro zusätzlich. Eine gute Informationsquelle über die Schwachstellen und Stärken von 222 Modellen bietet auch der aktuelle TÜV Report von „Auto Bild“. Der Ratgeber enthält zudem einen Musterkaufvertrag und ist im Handel und an allen TÜV Rheinland-Prüfstellen zum Preis von 4,50 Euro erhältlich.

Nudeln mit Auberginenfächer und Mozzarella (cholesterinarm)

Nudeln mit Auberginenfächer und Mozzarella (cholesterinarm) Foto: Wirths PR
Nudeln mit Auberginenfächer und Mozzarella (cholesterinarm) Foto: Wirths PR

Nudeln mit Auberginenfächer und Mozzarella
(für 4 Personen)

300 g eifreie Nudeln
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
500 g Tomaten
4 kleine Auberginen
Pfeffer
Meersalz
200 g Mozzarella-Kügelchen
Basilikum

Spiralen gemäß Packungsaufschrift zubereiten. Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, enthäuten und fein pürieren. Zwiebel und Knoblauchzehe fein hacken, in heißem Olivenöl glasig werden lassen. Tomatenpüree zugeben, mit Pfeffer und Salz würzen.

Auberginen in dünne Scheiben schneiden, in einer beschichteten Pfanne anbraten, würzen. Die Mozzarella-Kügelchen in die Tomatensauce zum Warmziehen geben. Auberginenscheiben fächerförmig auf die Teller setzen. Nudeln anrichten und die Sauce mit dem Käse darüber geben. Mit Basilikum garnieren.

Pro Person: 494 kcal (2.068 kJ), 24,6 g Eiweiß, 18,0 g Fett, 59,2 g Kohlenhydrate, 23 mg Cholesterin

Cholesterinkiller Artischocke

Die Inhaltsstoffe der Artischocke können den Cholesterinspiegel senken.Es handelt sich dabei um Bitterstoffe, Flavonoide und Cynarin. Sie steigern die  Gallenproduktion und den Gallenfluss. Dies hat eine günstige Wirkung auf den Cholesterin- und Fettstoffwechsel, denn für die Bildung der Gallensäfte wird Cholesterin aus dem Blut verbraucht. Außerdem wird Fett besser verdaut und vermehrt ausgeschieden – und damit auch Cholesterin. Gleichzeitig wird durch die Artischocke die Entstehung von neuem Cholesterin gehemmt. Besonders wirksam ist Artischocken-Presssaft. Er wird aus frischen Artischockenblättern und -knospen gewonnen und schmeckt herb-aromatisch (erhältlich in Reformhaus und Apotheke). Der besseren Wirkung wegen sollte er bereits eine Viertelstunde vor dem Essen getrunken werden, am besten mit etwas Wasser oder Gemüsesaft verdünnt.

 

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