Archiv für den Monat: Oktober 2013
50 Jahre Lebenshilfe Detmold
Unter dem Titel „50 Jahre Lebenshilfe Detmold – Chancen-Vielfalt für Menschen mit Behinderungen“ präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vom 24. Oktober bis 21. Dezember 2013 die Jubiläumsausstellung der Lebenshilfe Detmold in seinem Ziegeleimuseum Lage. Der Verein hatte die Schau im letzten Jahr zum Jahrestag der Gründung am 30. November 1962 entwickelt.

Foto: T. Trappmann
Im Mai 1963 nahm der Verein „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind“ in Detmold zwölf Kinder in einer Halbtagsbetreuung auf. Aus diesen Anfängen hat sich eine Institution entwickelt, die heute neben Werkstätten, in denen Menschen mit verschiedenen Einschränkungen und nichtbehinderte Menschen arbeiten, vielfältige Angebote macht – längst nicht mehr nur für Kinder, sondern für behinderte Menschen bis ins Rentenalter.
Bilder und Texte beleuchten die Geschichte der Detmolder Lebenshilfe und stellen die vielfältigen Angebote und Einrichtungen des Vereins vor. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Inklusion, Bildung, Behinderung, humane Arbeit und ältere Behinderte. Außerdem wird die integrative Fotogruppe „Irrlichter“ vorgestellt, die an der Konzeption der Ausstellung beteiligt war.
LWL-Einrichtung:
LWL-Industriemuseum – Ziegeleimuseum Lage
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Sprikernheide 77
32791 Lage
Karte und Routenplaner
Europas größte Kegelparty

„Europas größte Kegelparty“ bekommt ihren eigenen Tanz – die „Kegel Party Discofox-Kombi 2013“. Drei Lehrer des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV) haben die Figurenfolge ausgetüftelt. Ab sofort können sich Tanzpaare in den teilnehmenden Schulen für die flotte Sohle auf dem Kegelparty-Parkett anmelden und sich obendrein freien Eintritt für den Party-Samstag am 16. November im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland sichern.
Eva-Maria Husemeyer, Jochen Driese und Eugen Wichtrup, ADTV-Tanzlehrer aus Münster, entwickelten die Kombi und übernehmen die Multiplikatoren-Funktion: Der Kegelparty-Discofox wird aufgenommen, das Video an weitere Tanzschulen verschickt. So sollen möglichst viele Schüler im Unterricht die Schritte einüben und am 16. November weitertanzen – auf Europas größter Kegelparty. Neben den drei münsterschen Tanzschulen sind der Tanz Treff Hey in Lemgo, Annelieses Tanz- und Ballettschule in Hamm, die Tanzschule Weissenberg aus Bielefeld sowie aus Osnabrück Hull Dance & Events und die Tanzschule Zietz mit dabei.
Tanzpaare, die sich dort für die „Kegel Party Discofox-Kombi“ anmelden, bekommen am 16. November freien Eintritt auf die Kegelparty und dürfen weitere Begleiterinnen und Begleiter zum ermäßigten Eintrittspreis von 9 statt 16 Euro mitbringen. Auf der Let?s Dance-Party im Congress Saal-Foyer führen sie um 21, 22 und 23 Uhr den anderen Gästen die neue Discofox-Kombination vor. Die sollten nicht nur zuschauen – Mittanzen ist ausdrücklich erwünscht und kein Problem: „Jeder kann in fünf Minuten mitmachen“, ist Jochen Driese sicher. Schmetterling, Damenkörbchen, Karussell und Brezel heißen die Dreh- und Wickelfiguren, die Tänzern vertraut sein dürften. Gegen Ende dreht sich noch der Herr in einem „Platzwechsel Tor“, zum Abschluss folgt ein „progressives Damensolo“. Getanzt sieht das sehr harmonisch und fließend aus – „und wird auf der Tanzfläche für Aufmerksamkeit sorgen“, ist Driese überzeugt.
Wer gerne tanzt, ist auf Europas größter Kegelparty am 16., 22. und 23. November ohnehin gut aufgehoben. Im Forum Nord feiert Müller-Touristik die 70er-Jahre-Party und lässt dazu eigens einen echten Disco-Tanzboden verlegen. Zu zweit im Vierviertel-Takt wiegen: Das können alle Tanzfreunde auf der Veltins Fox-Party mit DJ Dirk Mertens, samstags im Weißen Saal und am Freitag im Südfoyer. Müller-Touristik präsentiert zudem die Let?s Dance-Party mit DJ Stephan Werning und DJ Dirk Achterfeld im Congress Saal-Foyer auf. Mehr Infos unter www.kegelparty-muenster.de.
Der Tag des audiovisuellen Erbes
Und plötzlich sind sie verschwunden: Egal ob es sich um die Aufnahme einer Geburtstagsfeier, eines Richtfestes oder einer Hochzeit handelt, viele Schätze in Form von privaten Film- und Tonaufnahmen sind nur auf Magnetbändern, CD’s und Festplatten erhalten. Sie sind wertvolle Erinnerungen für den Einzelnen aber auch wichtige Dokumente der Alltagskultur. Deshalb hat es sich auch die Volkskundliche Kommission beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zur Aufgabe gemacht, audiovisuelle Medien zu erhalten. Darauf machen die LWL-Volkskundler zum 27. Oktober aufmerksam, den die UNESCO zum Tag des audiovisuellen Erbes erklärt hat.

Foto: LWL/Schmitz
Im Archiv der LWL-Kommission befinden sich viele Hör-Quellen und filmische Dokumentationen. „Kaum ein Medium kann die Arbeitsabläufe eines Handwerkes so gut darzustellen wie audiovisuelle Aufnahmen. So sind zum Beispiel die Herstellung eines Bienenkorbes oder auch die Herstellung eines Spinnrades festgehalten und können besser als jede Beschreibung die genauen und komplexen Arbeitsabläufe erläutern“, erklärt LWL-Volkskundlerin Jutta Nunes Matias. Sie seien aber sehr fragile Zeugnisse, deren Verschwinden und Zerstörung im Gegensatz zum allgegenwärtigen Verfall von Baudenkmälern plötzlich eintrete und quasi geräuschlos daherkomme. Seien Ton- und Filmdokumente beschädigt, sei es für eine Restauration des Materials oftmals zu spät, so die LWL-Volkskundlerin weiter.

Foto: LWL/Simon
Auch verschiedene Bräuche standen im Focus der filmischen Arbeit von. „Geht dieses Material verloren, bleiben nur noch isolierte Exponate oder schriftliche Zeugnisse zurück. Auch würden somit wichtige Quellen fehlen, wenn es zum Beispiel um erzählte Erinnerungen geht. Die Art und Weise wie erzählt wird, offenbart oftmals einzigartige Eindrücke über den Berichterstatter, die in schriftlichen Texten kaum zum Tragen kommen“, erklärt Nunes Matias.
Schon früh gelang es der Volkskundlichen Kommission für Westfalen ihr audiovisuelles Kulturgut durch eine digitale Langzeitarchivierung vor Verfall zu schützen. Nachdem ab 1998 der Bildbestand und die Filme der LWL- Kommission digitalisiert wurden, begann man mit Hilfe eines Drittmittelprojektes 2006 auch die auditiven Medien wie zum Beispiel Aufnahmen von Liedern und Interviews zu Lebenserinnerungen digital aufzubereiten.
Privatpersonen, die alte Tonbänder, Kassetten, Fotos oder Super-8-Filme aus Westfalen haben und diese einem Archiv zur Langzeitarchivierung zur Verfügung stellen möchten, können sich an die Volkskundliche Kommission des LWL wenden. Neue und alte Tondokumente oder Fotos aus allen Bereichen der Alltagskultur können in der Kommission bewahrt werden, wobei sowohl analoge wie auch schon digitalisierte Medien, willkommen sind.
Nähere Informationen bei der Volkskundlichen Kommission für Westfalen
Scharnhorststr. 100
48151 Münster
Tel.: 0251/8324404
http://www.volkskundliche-kommission.lwl.org
E-Mail: voko@lwl.org.