Kinder wollen raus zum Toben

Gestern noch großes Kita-Kind, heute kleines, aber stolzes i-Dötzchen. In der Schule gibt so viel Neues: ein anderer Tagesrhythmus, neue Freunde und Lehrer, ein großer Schulhof, vielleicht sogar ein Schulgarten. Nach dem Stillsitzen im Unterricht oder in der Offenen Ganztagsschule sind die Bewegungspausen im Freien für Kinder Gold wert.

Welche Spielmöglichkeiten gibt es dort? Was kann man mit den neuen Freunden spielen? Mit dem aid-Kinderheft „So macht Essen Spaß“ erhalten die Kinder viele Ideen. Jede Seite des Heftes begeistert für einen aktiven Lebensstil: zu Fuß zur Schule gehen, in der Schulpause toben, am Nachmittag die Spielmöglichkeiten in der Nähe der Wohnung nutzen statt der Spielkonsolen, die „essbare“ Natur in Form der Gemüse- und Obstgärten erkunden, in der Küche bei der Essenszubereitung mithelfen, kleine Botengänge erledigen und vieles mehr.

Das Heft zeigt, wie die Themen Essen, Bewegung, Umwelt und Naturschutz im Sinne eines nachhaltigen Lebensstils verknüpft werden können. Die kindgemäßen Aufgaben lenken den Blick der Kinder über den Tellerrand hinaus, ermutigen sie, ihre eigenen Wünsche zu äußern und die Eltern dafür zu gewinnen. Aussagekräftige Illustrationen, spannende kleine Aufgaben und über 60 bunte Sticker machen das Heft gerade für Erstleser interessant.

Quelle/Text/Redaktion: www.aid.de

Weitere Informationen:
aid-Heft „So macht essen Spaß“, Bestell-Nr. 1318, www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1318

Weder gesund noch krank?

Wie wahrscheinlich es ist, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens an einer bestimmten Krankheit leiden wird, lässt sich dank moderner Medizin inzwischen berechnen. Doch gilt dieser Mensch dann bereits als krank, auch wenn die Krankheit noch gar nicht ausgebrochen ist? Wie beurteilen Krankenversicherungen solche Vorhersagen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein bundesweites Forschungsvorhaben, an dem RUB-Juristen unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Huster (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozial- und Gesundheitsrecht und Rechtsphilosophie, Juristische Fakultät der Ruhr-Universität) beteiligt sind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit insgesamt 840.000 Euro über drei Jahre.

Prominenter Fall: Angelina Jolie

Als sich die Schauspielerin Angelina Jolie im vergangenen Jahr prophylaktisch beide Brüste abnehmen ließ, rief das ein großes Medienecho hervor: Jolie war nicht an Krebs erkrankt, warum also dieser radikale Schritt? Da ihre Mutter früh an Brustkrebs verstorben war, ließ sich Jolie auf bestimmte Genmutationen testen, die die Krankheit auslösen können. Das Resultat: Die Ärzte berechneten eine 87-prozentige Wahrscheinlichkeit an einem hereditären Mammakarzinom, so der Fachausdruck, zu erkranken. Eine beidseitige Amputation der Brüste minimierte das Risiko auf ca. fünf Prozent.

Müssen Kostenträger für vorbeugende Eingriffe zahlen?

Möglich gemacht hat eine solche Vorhersage die Systemmedizin. In diesem Ansatz erfassen Forscher molekulare sowie umwelt- und verhaltensbedingte Faktoren, um neue Therapieansätze und maßgeschneiderte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Ärzte bringen beispielsweise molekularbiologische Ergebnisse mittels neuer informationstechnologischer Programme mit klinischen Daten zusammen und bestimmen so die individuellen genetischen Risiken für bestimmte Erkrankungen. Doch dieser technische Fortschritt bringt auch Probleme mit sich. Denn durch die Vorhersage, wie wahrscheinlich eine bestimmte Krankheit bei einem Menschen ausbricht, verschwimmen die Grenzen zwischen Gesundheit und Krankheit. Dies wirft auch für das Recht schwierige Fragen auf. Müssen etwa die Kostenträger derartige prophylaktische Maßnahmen bezahlen, auch wenn die Krankheit noch gar nicht ausgebrochen ist, sondern nur ein – wenn vielleicht auch hohes – Erkrankungsrisiko besteht?

Forscher entwickeln ein Rahmenkonzept

In dem Verbundforschungsprojekt „SYKON: Re-Konfiguration von Gesundheit und Krankheit. Ethische, psychosoziale, rechtliche und gesundheitsökonomische Herausforderungen der Systemmedizin“ soll ein Rahmenkonzept für den gesellschaftlichen Umgang mit systemmedizinischen Innovationen entwickelt werden. Neben den Bochumer Juristen sind an dem Projekt beteiligt: Ökonomen um Prof. Dr. Jürgen Wasem von der Universität Essen-Duisburg, Medizinerinnen und Psychologinnen um Prof. Dr. Rita Schmutzler vom Universitätsklinikum in Köln und Medizinethiker und Theologen um Prof. Dr. Peter Dabrock, Leiter des Verbundprojektes und Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie II (Ethik) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Quelle/Text/Redaktion: Meike Drießen (RUB)
Dezernat Hochschulkommunikation
Stand: 29.08.2014

Kartoffelgerichte: Überbackene Kartoffeln

Kartoffelgerichte: Überbackene Kartoffeln Fotohin: Wirths PR
Kartoffelgerichte: Überbackene Kartoffeln
Fotohin: Wirths PR

Überbackene Kartoffeln
(für 4 Personen)

1,5 kg vorwiegend fest kochende Kartoffeln (8 große)
2 Tomaten
1 gelbe Paprikaschote
1 grüne Paprikaschote
250 g Mozzarella (oder ein anderer milder Käse)
Petersilie
schwarzer Pfeffer
Muskat

Die Kartoffeln gründlich bürsten und abwaschen, Wasser zum Kochen bringen und Kartoffeln 20-30 Minuten darin weich garen. Inzwischen Gemüse und Petersilie putzen. Tomaten, Paprika und Mozzarella fein würfeln. Die Petersilie fein wiegen. Zutaten miteinander vermengen und mit Pfeffer und Muskat würzen. Die fertigen Kartoffeln abgießen, die obere Hälfte abschneiden und mit einem Löffel vorsichtig etwas aushöhlen. Mit dem Gemüse-Käse-Gemisch füllen und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten im vorgeheizten Backofen überbacken, bis der Käse zerläuft.

Pro Person: 426 kcal (1781 kJ), 21,1 g Eiweiß, 10,7 g Fett, 61,6 g Kohlenhydrate

Über Kartoffeln

Kartoffeln werden je nach Verwendungszweck unterschieden in fest kochende, vorwiegend fest kochende und mehlig kochende. Festkochende, zum Beispiel Hansa, eignen sich hervorragend als Brat- und Salatkartoffeln. Vorwiegend fest kochende, zum Beispiel Grata, verwendet man als Pell- und Salzkartoffeln. Suppen, Klöße oder Püree gelingen am besten mit mehlig kochenden Kartoffeln, wie zum Beispiel Datura. Kartoffeln sollten immer dunkel und trocken gelagert werden. Spätkartoffeln sind länger haltbar und geschmacksintensiver als Frühkartoffeln. Wenn möglich, verzichten sie auf Plastikbeutel oder nehmen sie die Kartoffeln nach dem Kauf heraus. Noch ein

Tipp: Die in der Kartoffel enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe bleiben am besten erhalten, wenn sie mit Schale und in nur wenig Wasser gegart werden.

100g gekochte Kartoffeln enthalten: 70 kcal (292 kJ), 2 g Eiweiß, 0,2 g Fett, 14,8 g Kohlenhydrate, 1,7 g Ballaststoffe

Toben macht schlau und fit: Spielerisch Motorik trainieren

Spielkonsole und TV sind heute die liebsten Spielkameraden der „Generation Stubenhocker“. Mit durchschnittlich 1,6 Stunden pro Tag sitzen Grundschulkinder deutlich länger vor dem Bildschirm als sich zu bewegen, draußen zu spielen und zu toben (1,3 Stunden). Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Zwei von zehn Kindern bewegen sich sogar weniger als eine Stunde am Tag. Jedes fünfte Grundschulkind wird außerdem mit dem Auto zur Schule gebracht. Die Folgen: Motorik, Gleichgewicht und Geschicklichkeit leiden.

Foto: Techniker Krankenkasse
Foto: Techniker Krankenkasse

So fallen immer mehr Kindern einfache Bewegungsabläufe schwer – ob rückwärts balancieren, einen Ballfangen oder mit geschlossenen Augen eine Weile auf einem Bein stehen. Verglichen mit Mädchen und Jungen, die in den 80er Jahren aufgewachsen sind, haben Kinder heute bis zu 15 Prozent weniger Ausdauer und Kraft,auch sind sie langsamer und unbeweglicher.

Die TK hat deshalb zusammen mit den Sportwissenschaftlern Professor Dr.Klaus Roth und Dr. Mareike Pieper von der Universität Heidelberg und dem Filmemacher Holger Braack das Bewegungspaket „Koordination ist kinder-Koordination ist kinderleichtleicht“ entwickelt. In kurzen Filmen, Interviews und einer Broschüre wird gezeigt, wie Eltern von Grundschulkindern ihren Sprösslingen im Alltag unkompliziert mit einfachen Spielen helfen können, ihre Koordination zu verbessern. Von den Spielen profitieren vor allem Kinder, die leichte Defizit bei der Koordination haben. Aber auch alle anderen Kinder können ihre Fähigkeiten damit noch weiter entwickeln. Im Mittelpunkt steht die Freude an der Bewegung. Schritt für Schritt soll das Kind seine Fähigkeiten ausbauen und durch Erfolgserlebnisse motiviert werden weiterzumachen.

„Kinder mit guten koordinativen Fähigkeiten bewegen sich im Alltag, beim Sport und im Straßenverkehr sicherer“, sagt Roth. Die Jungen und Mädchen haben mehr Spaß an der Bewegung und lernen auch schneller neue Bewegungsabläufe. Auch später als Erwachsene sind sie meist noch sportlich aktiv. Studien haben zudem gezeigt, dass Kinder, die sich viel bewegen,motivierter und mit mehr Lust lernen. Außerdem knüpfen sie leichter Kontakt zu anderen Kindern und haben mehr Selbstvertrauen.

Quelle/Text/Redaktion:
Techniker Krankenkasse
Stand: Juni 2012

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