Erbgut verändert durch Lebensstil – Krankheitsrisiko erhöht?

Ein ungesunder Lebensstil verändert offenbar das Erbgut. Das kann sich unter Umständen auf den Stoffwechsel auswirken und auf diese Weise das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen. So lautet das Resultat einer Studie des Helmholtz Zentrums München, an der mehr als 1.800 Probanden teilnahmen. Die Wissenschaftler hatten 28 DNA-Veränderungen identifiziert, die mit einem modifizierten Stoffwechsel einhergingen.

Epigenetik heißt dieser relativ neue Forschungszweig der Biologie. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern Genetik und Epigenese – der Entwicklung eines Lebewesens – zusammen. Im Laufe des Lebens wird das Erbmaterial durch Alterungsprozesse, Umwelteinflüsse und Lebensstilfaktoren (z. B. die Ernährung) verändert. Häufig werden kleine Moleküle an die DNA-Bausteine angehängt. Auch wenn die Sequenz nicht verändert wird, können solche Vorgänge die Funktion der Gene beeinflussen. Wenn ein Gen zum Beispiel durch diese Moleküle nicht mehr abgelesen werden kann, wird es auch nicht in das entsprechende Eiweiß übersetzt. Dann ist das Gen nicht mehr aktiv.

Die Wissenschaftler gingen der Frage nach, ob epigenetische Prozesse Folgen für die Gesundheit haben. Dazu untersuchten sie die Blutproben der Teilnehmer. Sie analysierten mehr als 457.000 Stellen im Erbgut auf biochemische Veränderungen und setzten sie mit 649 verschiedenen Stoffwechselprodukten in Bezug. Die Auswertung zeigte, dass die Molekülanhänge von 28 DNA-Abschnitten eine Reihe von wichtigen Stoffwechselprozessen verändert. Dazu gehörte zum Beispiel das Gen TXNIP, das den Zuckerstoffwechsel reguliert und mit der Entstehung von Diabetes mellitus in Zusammenhang steht.

Die Resultate können zur Entwicklung von neuen therapeutischen Ansätzen genutzt werden, meinen die Wissenschaftler. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu untermauern.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.helmholtz-muenchen.de

Rückkehrer in Krankenkassen müssen sich sputen

Wer zurzeit weder gesetzlich noch privat krankenversichert ist, muss sich jetzt sputen. „Nichtversicherte brauchen keine Beiträge nachzuzahlen, wenn sie sich bis 31. Dezember erneut bei ihrer/einer Krankenkasse anmelden“, appelliert die Verbraucherzentrale NRW an Betroffene, das wohltätige Geldgeschenk noch rasch zu nutzen: „Denn ab dem neuen Jahr werden beim Gang in eine Krankenkasse rückwirkende Beiträge für die nichtversicherte Zeit weitestgehend wieder fällig“.

Voraussetzung für den kompletten Beitragserlass ist allerdings, dass die versicherungslose Zeit mehr als drei Monate andauert und die in dieser Zeit entstandenen Behandlungskosten nicht nachträglich der Kasse in Rechnung gestellt werden. Auf diese Bedingungen zum Erlass der aufgetürmten Schulden einigten sich jetzt der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen und das Bundesgesundheitsministerium.

„Um in den Genuss des Beitragsgeschenks zu kommen, sollten sich Nichtkrankenversicherte umgehend bei der Krankenkasse melden, bei der sie zuletzt versichert waren“, rät die Verbraucherzentrale NRW.

Weitere Informationen erhalten Ratsuchende im Internet unter www.vz-nrw.de/kk-beitragserlass.

Das Bohnenkraut – frisch, pfeffrig und scharf

Das pfeffrig-scharfe Bohnenkraut gibt nicht nur Bohnen eine besondere Würze, sondern verfeinert auch viele andere Speisen. Deftige Eintöpfe mit Hülsenfrüchten und Kohlgemüse werden durch die aromatische Pflanze deutlich bekömmlicher. Bohnenkraut unterstreicht das Aroma von Lamm, Geflügel und gebratenem Fisch wie Karpfen und Makrele. Zudem passt es gut zu Gurkensalat, Pilzgerichten, Kartoffelsuppe, mediterranen Gemüsepfannen und Pasta.

Für Salate sollten nur frische, fein gehackte Blätter verwendet werden, da sie weniger scharf schmecken. Das Küchenkraut harmoniert mit Majoran, Dill, Basilikum und Estragon und ist in vielen Würzmischungen wie „Kräuter der Provence“ enthalten. Bohnenkraut hat eine intensive Würze und sollte daher nur sparsam verwendet werden. Im Eintopf werden frische oder getrocknete Zweige einfach mitgekocht und vor dem Servieren wieder entfernt. Bohnenkraut enthält ätherische Öle, Gerbstoffe und ist reich an Vitamin C. Zudem wirkt es sich positiv auf das Magen-Darm-System aus, fördert die Verdauung und steigert den Appetit. Ein Bohnenkraut-Tee soll auch gegen Husten und Heiserkeit helfen.

Bohnenkraut gehört zur Familie der Lippenblütler und ist ursprünglich im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet. Im 9. Jahrhundert sollen Benediktinermönche die Gewürzpflanze nach Mitteleuropa gebracht haben. Das einjährige Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis) wird etwa 40 Zentimeter hoch und bildet dunkelgrüne, lanzettenförmige Blätter aus. Im Garten gedeiht es besonders gut auf lockeren nährstoffreichen Böden an einem warmen Standort. Ab April kann es ausgesät werden. Die Blätter und jungen Triebe werden am besten kurz vor der Blüte – meist Ende Juni bis Anfang Juli – geerntet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Würzkraft am höchsten.

Bohnenkraut ist gut zum Trocknen geeignet, da es auch bei längerer Lagerung sein Aroma behält. Dazu schneidet man die Stängel kurz vor der Blüte ab, bindet sie zu einem Sträußchen zusammen und hängt sie kopfüber an einen trockenen dunklen Ort. Schließlich werden die Blättchen abgestreift und in gut schließenden Gläsern aufbewahrt.

Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.was-wir-essen.de/hobbygaertner/kulturen_gartenkraeuter_bohnenkraut.php
aid-DVD „Kräuter aus dem eigenen Garten“, Bestell-Nr. 61-7594, Preis. 15,50 Euro,
www.aid-medienshop.de

 

Diät-Rezept: Chili-Spaghetti mit Thunfisch

Diät-Rezept: Chili-Spaghetti mit Thunfisch  Foto:  Wirths PR/ J. West
Diät-Rezept: Chili-Spaghetti mit Thunfisch
Foto: Wirths PR/ J. West

Chili-Spaghetti mit Thunfisch
(für 1 Person)

50 g Spaghetti
1 EL Sesamöl
2 TL Sonnenblumenöl
1 Frühlingszwiebel
1/2 Knoblauchzehe
1 kleine Dose Thunfischstücke in Sonnenblumenöl (à 80 g)
2 EL süße Chili-Sauce
Salz
Pfeffer 

Die Spaghetti nach Packungsanleitung kochen, bis sie al dente sind. Abtropfen lassen und wieder in den Topf geben. Sesamöl daran geben und die Spaghetti warm halten. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, den Knoblauch fein hacken. Beides in eine Pfanne mit heißem Sonnenblumenöl geben.

Bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten andünsten. Den Thunfisch abtropfen lassen und in nicht zu kleine Stücke zerpflücken. Zusammen mit der Chili-Sauce in die Pfanne geben, bei schwacher Hitze vorsichtig ein paar Minuten verrühren. Anschließend zu den Spaghetti geben, unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

455 kcal (1905 kJ), 21,6 g Eiweiß, 21,2 g Fett, 44,0 g Kohlenhydrate

Tipp: Vor dem Servieren mit frisch geriebenem Parmesan verfeinern

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